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Der letzte Triumph gegen die Equipe tricolore

Ein Sieg gegen Frankreich war der Startschuss der jüngeren Schweizer Fussball-Erfolgsstory

28 Jahre musste die Schweiz warten, bis sie sich 1994 endlich wieder für eine Fussball-WM qualifizieren konnte. Seither ist die Nati regelmässig an den grossen Turnieren dabei. Die Initialzündung war ein Sieg gegen den nächsten Schweizer WM-Gegner.
20.06.2014, 15:4620.06.2014, 15:56

Nach der WM 1966, als die Nati um Nachtschwärmer Köbi Kuhn sang- und klanglos nach drei Vorrunden-Niederlagen ausschied, verschwand die Schweiz im Niemandsland der Fussballwelt. Hoffnungen auf eine erfolgreiche Qualifikation kamen erst Anfang der 90er-Jahre wieder auf. 

Die EM 1992 in Schweden wurde unter Trainer Uli Stielike noch knapp verpasst. Ein Unentschieden im letzten Spiel auswärts in Rumänien hätte gereicht, doch Stéphane Chapuisat und Co. mussten sich mit 0:1 geschlagen geben.

Daumen hoch: Roy Hodgson führt die Schweiz aus der langen Krise.
Daumen hoch: Roy Hodgson führt die Schweiz aus der langen Krise.
Bild: KEYSTONE

Zwei Jahre später dann die grosse Erlösung. Dank dem 4:0-Sieg im Zürcher Hardturm gegen Estland qualifizierte sich die Nati nach 28 langen Jahren endlich wieder für eine WM-Endrunde. Der grosse Held war nicht etwa einer der damaligen Superstars Alain Sutter, Georges Bregy oder Kubilay Türkyilmaz, sonder Trainer Roy Hodgson. 

Mehr zu Nati-Gegner Frankreich

Der heutige England-Trainer übernahm die Mannschaft im Januar 1992, verpasste ihr ein klares Konzept und schaffte es, die Differenzen zwischen welschen und Deutschschweizer Spielern zu beseitigen. Hodgsons Start ging aber in die Hose.

Nach einem mageren 2:0-Sieg gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und zwei Testspiel-Pleiten gegen Irland (1:2) und Bulgarien (0:2) wartete auch noch Frankreich. Das Spiel sollte zum grossen Befreiungsschlag werden.

Die Schweiz schlägt Frankreich dank Christophe Bonvin 2:1.

Dank zwei Toren von Christophe Bonvin gewann die Schweiz in den legendären Blacky-Trikots auf der Lausanner Pontaise gegen die Equipe tricolore mit 2:1. Bei den damals von Michel Platini betreuten Franzosen machten sich allerdings die Trainingsstrapazen im Hinblick auf die EM 1992 in Schweden bemerkbar.

Nichtsdestotrotz darf dieser Erfolg im Nachhinein durchaus als Initialzündung für eine nachfolgend fantastische Qualifikations-Kampagne zur WM 1994 gesehen werden. Zwölfmal blieb die Schweiz in der Folge ungeschlagen.

Drei wichtige Unentschieden, aber kein Sieg mehr

Während dem grossen Aufschwung des Schweizer Fussballs – WM-Teilnahme 1994, 2006, 2010, 2014 und EM-Teilnahme 1996, 2004, 2008 – traf die Schweiz immer mal wieder auf Frankreich. 2003 verlor man ein Testspiel in Genf 0:2, 2004 an der EM in Portugal 1:3. Johan Vonlanthen kürte sich im Alter von 18 Jahren und 141 Tagen zum jüngsten EM-Torschützen aller Zeiten, doch das interessierte damals niemanden.

Vonlanthen trifft gegen Frankreich.

Im Zentrum des Interesses stand die «Spuck-Affäre» um Alex Frei. Der Stürmer fehlte in diesem Spiel wegen einer Sperre. Noch kurz vor dem Spiel gaben die SFV-Verantwortlichen in einem stickigen Raum im Stadion von Coimbra lückenhaft Auskunft über ihren spuckenden Topskorer, der durch in der Heimat verbreitete TV-Bilder entlarvt wurde. 

Länderspiel-Bilanz gegen Frankreich
36 Spiele, 12 Siege, 9 Unentschieden, 15 Niederlagen

Die letzten sechs Begegnungen:
27.05.1992 in Lausanne (Test): 2:1
20.08.2003 in Genf (Test): 0:2
21.06.2004 in Coimbra (EM): 1:3
26.03.2005 in Paris (WM-Quali): 0:0
08.10.2005 in Bern (WM-Quali): 1:1
13.06.2006 in Stuttgart (WM): 0:0

An die Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland sind die Erinnerungen besser. Damals trotzte die Truppe von Köbi Kuhn dem grossen Gruppenfavoriten um Zinédine Zidane und Co. zweimal ein Unentschieden ab. Als Gruppenzweiter musste man in die Barrage, die nach der «Skandalnacht von Istanbul» überstanden wurde.

An der WM trafen die Schweizer in der Gruppenphase wieder auf die Franzosen. Mit einem 0:0 – Alex Frei traf gar einmal den Pfosten und schnappte später im Stile Diego Maradonas dem hinter ihm stehenden Johan Djourou das sichere 1:0 weg – legte die Nati den Grundstein für den Gruppensieg und die Achtelfinal-Qualifikation.

Mehr zur Nati von damals

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