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shaqiri schuh

Der Schuh von Xherdan Shaqiri mit der albanisch-kosovarischen und der Schweizer Flagge. Bild: Twitter

Mehmedi und Seferovic schiessen Schweiz zum Sieg

«Hopp Schvic and be a Schwippi!» – die Schweiz feiert ihre Secondo-Helden

Mit Admir Mehmedi und Haris Seferovic haben zwei Secondos beim WM-Auftakt die Schweiz ins Glück geführt. Ohne unsere Doppelbürger stünde die Schweiz nicht da, wo sie jetzt ist.



Nicht alle, welche die Wahl zweier Nationen besitzen, wollen für Schweiz spielen. Ivan Rakitic zum Beispiel hat sich für Kroatien entschieden, Izet Hajrovic für Bosnien-Herzegowina. Doch trotz einiger Absagen ist die Schweizer Fussball-Nati geprägt von Secondos – allen voran von Spielern mit Wurzeln im Balkan.

From left, Switzerland's Josip Drmic, Goekhan Inler, Xherdan Shaqiri and Valon Behrami celebrate after the group E World Cup soccer match between Switzerland and Ecuador at the Estadio Nacional in Brasilia, Brazil, Sunday, June 15, 2014. Switzerland won the match 2-1. (AP Photo/Martin Mejia)

Kroate, Türke und zwei Kosovo-Albaner – die Schweiz ist gespickt mit Secondos. Bild: Martin Mejia/AP/KEYSTONE

Es ist kein neues Phänomen. Spätestens beim Erklingen der Nationalhymne wird klar, dass nicht jedes Herz nur für ein Land schlägt – zum Ärger vieler Fans, die eine brasilianische Nationalmannschaft als Vorbild nehmen und von einem Vertreter ihres Landes fordern, die Schweizer Hymne inbrünstig zu singen. Dabei können wir froh sein, haben sich Xherdan Shaqiri, Josip Drmic und Co. für unser Land entschieden. Es beweist den Stolz und Dank vollumfänglich, den sie für die Schweiz empfinden.

Am Sonntag gegen Ecuador standen mit Stephan Lichtsteiner, Steve von Bergen und Valentin Stocker gerade mal drei Spieler auf dem Platz, welche keine ausländischen Wurzeln besitzen. Doch für die Musik sorgten unsere Secondos. Admir Mehmedi (Mazedonien) und Haris Seferovic (Bosnien-Herzegowina) waren für die Tore verantwortlich, beide vorbereitet durch den Chile-Schweizer Ricardo Rodriguez.

Die Community feiert ihre Secondos

Nach dem 2:1-Sieg gegen Ecuador ist die ganze Schweiz komplett aus dem Häuschen. Schnell ist aber ein kleiner Einwand gefunden. Für die Tore war lediglich die Balkanhalbinsel verantwortlich. Zum Glück haben sich Mehmedi und Seferovic ja für die Schweiz entscheiden. Zum Glück!

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Vor allem Personen von der Balkanhalbinsel prägen das Schweizer Kader. Bild: Twitter

Vom Februar, aber aus aktuellem Anlass sehr passend.

schwippi

Eine Mischung aus Schweizer und Shqiptar (wörtlich: Albaner, gesprochen: Schiptar, kurz: Schippi). Bild: Facebook

nati ausländer

So hat sich die Nati verändert: 1994 mit den Namen Alain Sutter, Georges Bregy und Stéphane Chapuisat (Sforza als Grenzfall) und 2014 bei einem Testspiel, als Michael Lang, Reto Ziegler für Stephan Lichtsteiner und Valentin Stocker auf dem Platz standen. Bild: Facebook

hopp schvic

Hopp Schwiz in der Nati-Sprache? Bild: Facebook

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«Jetzt lieht alles Admir.» Bild: watson/can

nati albanien

Auch in Brasilien wehte eine albanische Flagge unter den Schweizern. Bild: Facebook

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Bild: Facebook

schwizers

Immer diese Schwizers. Die bräuchten einen Deo! Bild: Facebook

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«Wir Schwizer!» Bild: Facebook

Doch am Ende zählt nur eines:

wir sind team schweiz

Bild: Twitter

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    Alle Leser-Kommentare
  • Abel Emini 01.07.2014 18:07
    Highlight Highlight find eifach die mazedonischi fahne unpassend, blerim und admir si albaner.
  • mirandam 17.06.2014 09:32
    Highlight Highlight Guter Artikel!!! Heute ist es auch als völlig integrierter Secondo schwierig sich von der Masse abzuheben. Schön das es diese Jungs geschafft haben! Wo es nur geht werden Secondos /Ausländer/ Leute mit Migrationshintergrund auf Ihre Herkunft reduziert. Selbstverständlich können wir unsere Herkunft nicht verleugnen und das wollen wir auch nicht. Wir sind stolz AlbanerIn,Türke-In ,ItalienerIn etc. zu sein. Ebenso sind wir stolz Schweizer zu sein. Ich verstehe nicht wieso es nur ein entweder oder geben darf?!. Wenn man uns bei schlechten Mitteilungen immer wieder auf unsere Herkunft reduziert, dann finde ich das auch nur fair wenn man dies bei so erfreulichen Nachrichten tut! Für uns Schwipis ist es das erste Mal das wir so zahlreich vertreten an die WM dürfen. So doof das scheinen mag, identifizieren wir uns mit diesen Jungs. Sie hatten eine ähnlich Kindheit mit ähnlichen Sorgen und trotzdem schafften sie den "Durchbruch" . Sie sind unsere Federer, Wawrinka, Frei, Streller. Wir sind einfach stolz auf ihre Erfolge.
  • Raphie 17.06.2014 08:20
    Highlight Highlight Die zeit wird kommen wenn ein schweizer dessen vater und desen vater zusammen 80 jahre steuern für dieses land bezahlt hat, in seinem eigenen land als ausländer behandelt wird. Ich habe vor 15 jahre beim fc dietikon mit fussball aufgehört weil wir nur noch zwei schweizer waren. Und das hat nichts mit rassismus zu tun. Genau gleich hätte ich keine lust mit linken stadtzürchern einen kamilentee zu trinken.
  • Raphie 17.06.2014 08:11
    Highlight Highlight Es ist einfach nur tragisch
  • A-Lee 17.06.2014 01:53
    Highlight Highlight Liebe Journalisten, bitte hört auf, solche unterschiede zu machen. Wie soll man so das Gefühl bekommen, dass man integriert ist?
    Danke
  • Jol Bear 16.06.2014 22:07
    Highlight Highlight Das ist ja schön am Fussball: man darf ungestraft und ohne einen Rassismusvorwurf zu befürchten, über Ethnien, Rassen und Herkünfte über Generationen hinweg diskutieren. Macht man solches im Zusammenhang mit prozentualen Anteilen bei verschiednen Bildungsstufen, Quartierbewohnern oder gar von Gefängnisinsassen, dann aber auweia.... die Fallen der political correctness lauern nur schon beim Gedanken daran.
    Aber auch wenn unserer Secondos oder was auch immer sie sind, die Nationalhymne nicht mitsingen, spätestens bei den Interviews kommen sie mir dann doch so richtig schweizerisch und heimisch vor. Kein Grund zur Beunruhigung.
  • Cox 16.06.2014 18:18
    Highlight Highlight Wenn sonst Secondos von "Eidgenossen" unterschieden werden geht ein Aufschrei durch die Medien.
    Jetzt darf man sich nicht einmal mehr über den Sieg der Schweizer Nati freuen ohne die verschiedenen Wurzeln der Schweizer zu betonen.
  • Slant 16.06.2014 17:24
    Highlight Highlight Es macht mich traurig, wie häufig Memes falsch benutzt werden.
    • Androider 16.06.2014 23:10
      Highlight Highlight Know your feel bro.
  • Daniel D 16.06.2014 16:00
    Highlight Highlight Titel sollte doch eher "Schweiz feiert ihre WM-Helden" lauten. Das Thema mit den Secondos ist doch wirklich langsam durch. Die CH ist ein Einwanderungsland und lebt von diversen Kulturen. Jene werden in der Nati repräsentiert. Aber ACHTUNG: Alle spielen sie mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust und sind somit Schweizer. Dass sie ihre Wurzeln ehren ist doch gut, habe ich kein Problem damit.

    Tolles Wappen von watson. Passt zum Thema und für jene, bei denen die CH zu kurz kommt, ist das Weisse Kreuz auch mit von der Partie. TOP!
  • Erilix 16.06.2014 15:35
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt (sofern das irgendjemand intressiert) wäre amerika nr1, aber wenn intressierts...
  • dave1771 16.06.2014 14:51
    Highlight Highlight Nicht sehr seriös diese Seite wo man sieht wie viele Spieler ausländische Wurzeln haben! Z.b. wird bei Deutschland ja Özil nicht erwähnt.
    • mrgoku 16.06.2014 15:45
      Highlight Highlight Özil ist 1. Die Schweiz hat fast alle...lol
    • Boniek 16.06.2014 17:04
      Highlight Highlight Khedira? Podolski? Klose? Boateng? Mustafi?
    • Tobias K. 16.06.2014 17:33
      Highlight Highlight @droelfmalbumst nanana... vergisst du da nicht noch Jerome Boateng, Mustafi und Khedira. Podolski und Klose sind auch gebürtige Polen. Wie man sieht bedient sich auch ein 84 Millionen Land an Secondos. Ist ja auch gut so. Ich finde es eher sackschwach, dass Secondos die hier Fussball spielen gelernt haben, sich nachher für eine andere Nationalmannschaft entscheiden.
  • pksubban 16.06.2014 14:46
    Highlight Highlight Zwar nicht direkt zum Thema, aber betrifft den Matchausgang ;)
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  • Dattebayo 16.06.2014 14:45
    Highlight Highlight meme
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