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Bild: EPA/EFE
«So etwas hat immer Konsequenzen»

Spanien-Coach Del Bosque denkt nach blamablem Ausscheiden über Rücktritt nach

«Wenn so etwas passiert bei einer WM, hat das immer Konsequenzen», sagt Vicente del Bosque nach dem 0:2 Spaniens gegen Chile. Ist das letzte Gruppenspiel gegen Australien auch das letzte des Weltmeistertrainers?
19.06.2014, 03:4019.06.2014, 09:01

Eine Ära ist zu Ende. Spanien, von den letzten drei Turnieren stets mit dem Pokal im Gepäck nach Hause zurück gekehrt, muss bereits nach der Vorrunde die Koffer packen. Nach der 1:5-Pleite gegen Holland tauchte der Titelverteidiger auch 0:2 gegen Chile.

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Der Anfang vom spanischen Ende: Vargas schiesst Chile in Führung.
GIF: SRF

«Wir leiden. Das ist ein schwarzer Tag für alle, die mit uns fiebern», grummelte Trainer Vicente del Bosque nach der Partie. Im Vorfeld der WM war zwar gemutmasst worden, dass Spanien nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren sein könnte. Aber dass «La Furia Roja» dann nach bloss zwei Spielen schon ausgeschieden ist: nein, daran glaubten höchstens Berufspessimisten.

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Eine goldene Generation hat ihren Zenit überschritten. Im Nationalteam wird es – und muss es nach dieser Schmach – einen Umbruch geben. Und an der Linie? Del Bosque deutete zumindest im Ansatz an, dass er an einen Rücktritt denkt. «Wenn so etwas passiert bei einer WM, hat das immer Konsequenzen. Wir müssen uns jetzt Gedanken machen und dann die besten Entscheidungen für den spanischen Fussball treffen. Das trifft auch auf meine Position zu», so der 63-Jährige.

Del Bosque übernahm die Nationalmannschaft nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2008 und führte Spanien anschliessend 2010 zum WM-Titel und 2012 zur erfolgreichen Titelverteidigung an der EM. Vor dem 0:2 gegen Chile hatte ihm Verbandschef Angel Maria Villar noch den Rücken gestärkt und betont, del Bosque werde «egal was passiert» der Trainer bleiben. Ob diese Worte jetzt noch Gültigkeit haben? Villar gilt als äusserst loyal, durchaus möglich, dass in diesem Fall das Gesagte mehr als die übliche Floskel vor einem Trainerwechsel ist.

Brachte nichts mehr: Die Einwechslung von Fernando Torres.
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Bild: RICARDO MORAES/REUTERS
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Torres: «Wir sind mit unserem Stil gestorben»

Der Coach jedenfalls gibt sich kämpferisch. Für ihn scheint das Scheitern höchstens ein schmerzhafter Beinbruch zu sein, keinesfalls aber der Untergang. «Es ist nicht das Ende einer Epoche», betonte del Bosque. «Viele gestandene Spieler werden weitermachen. Wir dürfen jetzt nicht nur an die Gegenwart denken, sondern auch an unsere erfolgreiche Vergangenheit.»

Auch Abwehrchef Sergio Ramos will das Gerede von der soeben beendeten Epoche nicht hören. «Wir kamen mit grossen Erwartungen, aber wir waren nicht auf der Höhe der Anforderungen. Doch Das ist nicht das Ende eines Zyklus», sagte er gemäss dem «Kicker».

Stürmer Fernando Torres wies auf den starken Nachwuchs hin: «Wir haben eine junge Generation, auf die man vertrauen kann.» In einem pflichtete Torres indes der Mehrzahl der Fans rund um den Globus bei: Das Tiki-Taka ist passé. «Wir sind mit unserem Stil gestorben», so der Chelsea-Angreifer.

Niedergeschlagen verlassen die Spanier den Rasen, Barcelonas Chilene Alexis Sanchez tröstet Klubkollege Andres Iniesta.
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Bild: Natacha Pisarenko/AP/KEYSTONE
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