Terrorismus
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«Blutige Botschaft an französische Regierung»

Hollande bestätigt: Islamisten töten französische Geisel in Algerien

This picture taken on September 23, 2014 shows a poster depicting Herve Gourdel, 55, a mountain guide who was seized on September 21 evening while trekking in the rugged, heavily forested Kabylie area, where Al-Qaeda is active, and reading

Alle Hoffnung war vergebens: Hervé Gourdel ist tot. Bild: AFP

Ein von Islamisten in Algerien entführter Franzose ist getötet worden. Wie die Beobachterplattform Site meldet, zeigt ein am Mittwoch von einer Islamistengruppe veröffentlichtes Video die Enthauptung von Hervé Gourdel. Der Bergführer war am Sonntag von der Gruppe Dschund al-Chilafah (Soldaten des Kalifats) verschleppt worden. Das nun veröffentlichte Video trägt den Titel «Blutige Botschaft an die französische Regierung».

Präsident François Hollande bestätigte am Mittwoch am Rande der UNO-Vollversammlung in New York die Hinrichtung des 55-Jährigen. Frankreich werde den Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen, betonte Hollande.

Am Mittwoch hatten rund 1500 Soldaten die Bergregion Kabylei im Osten Algeriens auf der Suche des Mannes durchkämmt. Algerische Soldaten und Anti-Terror-Spezialeinheiten würden ein Gebiet im Nationalpark Djurdjura absuchen, hiess es am Mittwoch aus algerischen Sicherheitskreisen. In der gut hundert Kilometer östlich der Hauptstadt Algier gelegenen Region sind mehrere bewaffnete islamistische Gruppierungen aktiv, unter anderem die Organisation al-Qaida im Islamischen Maghreb (Aqmi). 

Zu der Entführung hatten sich am Dienstag Islamisten bekannt, die in Verbindung zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) stehen. Der 55-jährige Gourdel war den Extremisten beim Wandern in der Kabylei, einer Bergregion im Osten Algeriens, in die Hände gefallen. In einem am Montagabend veröffentlichten Video drohte die Gruppe,ihn binnen 24 Stunden zu töten, sollte Paris seine Luftangriffe gegen den IS im Irak nicht stoppen. 

Aufruf zum Mord an Franzosen und Amerikanern 

Gourdel hatte in dem Video an Frankreichs Präsident François Hollande appelliert, alles zu tun, um ihn aus dieser Situation zu befreien. «Ich bin in der Hand von Dschund al-Khilafa, einer algerischen bewaffneten Gruppierung. Sie halten mich als Geisel», sagte er. 

Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius hatte zuletzt betont, dass die Drohung der algerischen Entführer keinen Einfluss auf die Entscheidung Frankreichs haben werde, sich am Kampf gegen den IS zu beteiligen. «Wir werden alles tun, um Geiseln zu befreien», sagte Fabius. "«Aber eine Terrororganisation kann nicht Frankreichs Entscheidung beeinflussen.» 

Am Montag hatte die IS-Miliz ihre Anhänger aufgerufen, Bürger aller Staaten zu töten, die sich der von den Vereinigten Staaten angeführten Koalition gegen sie angeschlossen haben. In der Drohung wurden insbesondere Franzosen und US-Bürger als Ziel genannt. Zuletzt hatten Terroristen des IS bereits drei westliche Geiseln enthauptet: Die US-Journalisten James Foley und Steven Sottloff sowie zuletzt den britischen Entwicklungshelfer David Haines. (mxw/AP/AFP/Reuters)



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  • Andreas72 24.09.2014 18:42
    Highlight Highlight Etwas werde ich nie verstehen : Wieso gibt es noch immer soviele Europäer (auch schon mehrfach Schweizer Staatsangehörige) die blauäugig, ja verantwortungslos in den gefährlichsten Ländern - wo ihnen Tod oder zumindest Entführung drohen - wandern oder sonstwie herumreisen gehen! Sei es im Jemen, in Nordpakistan, in Afghanistan, Algerien, Syrien oder sonstwo, wo Islamisten seit Langem und bekanntermassen ihr Unwesen treiben. Es ist auch nicht in Ordnung, wenn dann solche Fahrlässige noch von ihren Herkunftsländern die Erfüllung von Lösegeldforderungen erwarten. Ich kann solche Menschen nicht verstehen...
    • Andreas72 24.09.2014 22:01
      Highlight Highlight Sewi : Wenn sie das wirklich noch immer glauben möchten, sollten sie auf Google nach Hamed Abdel-Samad suchen, der auch seit einiger Zeit mit seinem letzten Insider-Buch "Der islamische Faschismus - Eine Analyse" die Bestseller-Sachbuch-Listen an prominenter Stelle geziert hat. Sehr eindrücklich analysiert.

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