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Terrorismus
UNO

Extremisten entführen 43 Blauhelmsoldaten auf Golanhöhen – keine Schweizer betroffen

Bewaffnete Mitglieder der UNO-Militärbeobachtermission auf den Golanhöhen zwischen Syrien und Israel (28.08.2014)
Bewaffnete Mitglieder der UNO-Militärbeobachtermission auf den Golanhöhen zwischen Syrien und Israel (28.08.2014)Bild: AFP
Syrien

Extremisten entführen 43 Blauhelmsoldaten auf Golanhöhen – keine Schweizer betroffen

28.08.2014, 16:1228.08.2014, 23:46

Bewaffnete Gruppen haben auf den Golanhöhen im Süden Syriens 43 Soldaten der UNO-Friedenstruppe in ihre Gewalt gebracht. Das teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Schweizer Soldaten vor Ort sind nicht betroffen, wie das VBS auf Anfrage erklärte. 

Momentan sind laut VBS 14 Schweizer Militärbeobachter als unbewaffnete Blaumützen an der internationalen friedensfördernden Mission UNTSO (United Nations Truce Supervision Organisation) im Nahen Osten beteiligt. Sie operieren an den vier Einsatzorten: Jerusalem (Hauptquartier), Golan Israel, Golan Syrien und Libanon (Südlibanon + Beirut).

Schweizer Militärbeobachter auf dem Golan.
Schweizer Militärbeobachter auf dem Golan.bild: vbs

Zuvor hatten bereits arabische Medien berichtet, dass sich die Blauhelme in der Gewalt von Islamisten befänden. Die Gefangennahme meldete der Nachrichtensender Al-Arabija unter Berufung auf die radikal-islamische Nusra-Front. Der Kanal Al Jazeera berichtete, rund 50 Mitglieder der Uno-Beobachtermission seien in die Hände der syrischen Regimegegner geraten.

Syrische Regimegegner hatten am Mittwoch in Kunaitra den Übergang zu den von Israel besetzten Golanhöhen eingenommen. Die Uno-Mission beobachtet dort den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien. Im März vergangenen Jahres waren schon einmal 21 Blauhelme von syrischen Rebellen in der Nähe der Golanhöhen entführt und später freigelassen worden.

Kampfflugzeuge der syrischen Regierung griffen am Donnerstag Rebellenstellungen in der Nähe eines Grenzübergangs zu den von Israel besetzten Golanhöhen an. Dies berichteten Bewohner und Rebellen am Donnerstag. Ein Rebellensprecher sagte, die Aufständischen hätten trotz des Bombardements ihre Position halten können. Einem anderen Vertreter der Aufständischen zufolge wurden mindestens sechs ihrer Kämpfer getötet.

Am Mittwoch hatten Mitglieder der al-Qaida nahestehenden Nusra-Miliz gemeinsam mit gemäßigten Rebellengruppen den Grenzposten angegriffen. Die Region liegt im Süden des Landes rund 20 Kilometer westlich der Stadt Kuneitra, die von Regierungstruppen kontrolliert wird. Die Front im Süden könnte für Präsident Baschar al-Assad gefährlicher als die im Norden werden, da sie viel näher an der Hauptstadt Damaskus liegt. (kri/pma/spon)

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