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Good News: In der Nordostschweiz leben mehr Luchse als erwartet



Un jeune Lynx male age de 1 an decouvre son parc au zoo de Servion ce vendredi 25 mai 2012. Le zoo de Servion accueil depuis aujourd'hui deux jeunes Lynx ages de 1 an en provenance de Pologne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Da schau her! Ein Luchs im Zoo von Servion VD. Bild: KEYSTONE

In der Nordostschweiz leben immer mehr Luchse. 23 Exemplare der schwarz gefleckten Raubtiere tappten im vergangenen Winter in eine Fotofalle. Den unerwartet hohen Bestand führen Forscher auf ideale Lebensbedingungen zurück. Das vor 14 Jahren gestartete Wiederansiedlungsprojekt für Luchse in der Nordostschweiz (Luno) sei ein Erfolg, heisst es in einer Medienmitteilung des St.Galler Amtes für Natur, Jagd und Fischerei.

Mit einem Fotofallen-Monitoring an 54 Standorten in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, St.Gallen, Thurgau und Zürich wurden 15 selbständige Luchse und acht Jungtiere nachgewiesen, wie die Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (Kora) meldete.

Mit einer Dichte von 2,17 selbständigen Luchsen pro 100 Quadratkilometer sei die Dichte in der Nordostschweiz stark gestiegen und liege im schweizerischen Durchschnitt. 2011 zählten die Forscher auf derselben Fläche lediglich 1,36 Tiere.

Keine Gefahr für Schafe

Offenbar seien die Lebensbedingungen für Luchse, die als Einzelgänger in permanenten Territorien leben, in der Nordostschweiz gut. «Als das Projekt Luno vor 13 Jahren startete, hat man eine weit tiefere Dichte erwartet», sagte Dominik Thiel, Leiter des St.Galler Amtes für Natur, Jagd und Fischerei, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

A lynx walks in the snow at the zoo of Servion near Lausanne, Switzerland, Thursday, February 26, 2009. (KEYSTONE/Dominic Favre)

Auch dieses Tier lebt im Zoo von Servion. Bild: KEYSTONE

epa01590072 Lynx 'Tamino' is fed with a slice of meat at the outdoor enclosure Rabenklippen near Bad Harzburg, Germany, 03 January 2009. Visitors to the Harz region were invited to the first public feeding of lynxes in 2009.  EPA/HOLGER HOLLEMANN

En Guete! Bild: EPA

Bei der Berechnung der Dichte werden nur erwachsene Tiere gezählt, weil Jungtiere oft sterben oder in andere Gebiete abwandern. Ein erwachsener Luchs frisst pro Jahr 50 bis 60 Paarhufer. Offenbar gebe es in den Wäldern ein so gutes Nahrungsangebot, dass sich die Raubtiere nicht in die Quere kommen, sagte Thiel.

Anders als Wölfe seien Luchse für weidende Schafe keine Gefahr. Es gebe äusserst selten Angriffe auf Nutztiere. Der Luchs möge kein Schaffleisch, sondern bevorzuge Rehe und Gemsen. Selten rissen die schwarz gefleckten Katzen auch Hasen oder Füchse.

Wiederansiedlung vor 40 Jahren

Der Luchs starb in der Schweiz während des 19. Jahrhunderts aus. Die letzte historische Beobachtung erfolgte 1904 beim Simplonpass. Vor gut 40 Jahren wurde der Luchs in der Schweiz wieder angesiedelt. Seither konnte sich laut Kora eine stabile Population etablieren.

Der Lebensraum behage den schwarz gefleckten Katzen mit Ohrpinseln, Beute habe es genug. Dennoch gelte die Art heute noch zu Recht als bedroht. Für die Erhaltung der Luchse im Alpenraum trage die Schweiz eine spezielle Verantwortung, heisst es in der Mitteilung weiter.

 (sda)

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