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epa04477435 Alexander Hug (R), the Deputy Chief Monitor of the OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine, arrives on a press-conference in Donetsk, Ukraine, 05 November 2014. Alexander Hug is on his 2 day visit in the Eastern Ukraine. Alexander Hug says, that OSCE Mission plans to place 500 monitors on the East of Ukraine, and among them 350 on DNR and LNR territory, local media report.  EPA/ALEXANDER ERMOCHENKO

Alexander Hug, stellvertretende Leiter des OSZE-Einsatzes in der Ukraine: «Wenn die Gefahr zu gross ist, rücken wir nicht aus.» Bild: ALEXANDER ERMOCHENKO/EPA/KEYSTONE

Bei Donezk

OSZE-Beobachter in der Ukraine beschossen



Erneut sind im Osten der Ukraine Schüsse auf OSZE-Beobachter abgefeuert worden. In einem Gebiet, das von der Ukraine kontrolliert wird, hat am Mittwoch ein «Uniformierter» in Richtung OSZE-Fahrzeugen geschossen, wie die Organisation mitteilte.

Zum Vorfall kam es in der Nähe von Donezk am Mittwochmittag. Die OSZE-Beobachter hätten einen Lastwagen beobachtet, der eine grosse grüne Holzkiste geladen hat. Ein Soldat auf dem Lastwagen habe die Schüsse abgegeben. Das Geschoss schlug rund zwei Meter von einem der OSZE-Fahrzeuge am Boden auf, Splitter trafen das Fahrzeug. Aus Sicherheitsgründen wurde die Patrouille abgebrochen.

Bereits am Dienstag feuerte jemand von einem von der Ukraine besetzten Checkpoint bei Debaltseve einen Warnschuss auf OSZE-Beobachter, wie es in einer weiteren OSZE-Mitteilung heisst. Die ukrainischen Streitkräfte am Kontrollpunkt hatten den OSZE-Leuten zuvor den Durchgang über eine Brücke verwehrt.

Die Sicherheit der OSZE-Beobachter habe sich nicht verschlechtert, sagte der stellvertretende Leiter des OSZE-Einsatzes in der Ukraine, Alexander Hug, in einem Interview, das in der Westschweizer Zeitung «Le Temps» am Donnerstag erschien. Die Mission passe sich den Umständen an. «Wenn die Gefahr zu gross ist, rücken wir nicht aus.»

«Angespannte Lage»

Allerdings ist die Situation in der Region aus Hugs Sicht angespannter denn je. Die Beobachter hätten «hunderte» Verstösse gegen die Waffenruhe festgestellt, vor allem beim Donezker Flughafen, in Mariupol und im Norden von Lugansk.

Auf beiden Seiten der Front hätten die Beobachter «zahlreiche Truppenbewegungen» bemerkt. Über die Grenze zu Russland seien zudem Panzer und Truppen mit nicht gekennzeichneten Uniformen in Richtung Ukraine verschoben worden.

Die rund 400 OSZE-Beobachter sähen nicht alles, räumte Hug ein. Das zu überwachende Gebiet sei riesig, halb so gross wie die Schweiz. Die vier Drohnen, die der OSZE zur Verfügung stehen, seien ausserm wiederholt elektronisch oder mit Luftabwehrgeschossen angegriffen und beschädigt worden. (viw/sda)

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