Ukraine
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Ukraine verlangt eine Umschuldung



Angesichts der Finanzkrise der Ukraine hat Finanzministerin Natalie Jaresko eine Umschuldung für ihr Land gefordert. «Wir haben nicht viel Zeit», sagte Jaresko. «Ein Staatsbankrott ist keine Option.»

Gegenüber dem «Handelsblatt» schloss sie ein Scheitern der Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern aus, die dem Bericht zufolge für 23 Milliarden Dollar Anleihen des ukrainischen Staats oder staatlicher Unternehmen halten.

FILE - Ukraine’s recently appointed Finance Minister Natalie Jaresko, a U.S. national who adopted Ukrainian citizenship to take up her post, speaks at a news conference in Kiev, Ukraine, in this Feb. 16, 2015 file photo. War-torn Ukraine is a long way from Wood Dale, Illinois. But Natalie Jaresko, the country’s new finance minister who was born and raised in the Chicago suburbs, says she feels just as much at home here as she takes on a daunting task: overhauling a Soviet-era economy at a time when public finances are being drained by war.  (AP Photo/Sergei Chuzavkov, File)

Natalie Jaresko Finanzministerin der Ukraine. Bild: Sergei Chuzavkov/AP/KEYSTONE

In den Vereinbarungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) war demnach abgemacht worden, dass die Kreditgeber Zugeständnisse in Höhe von 15.3 Milliarden Dollar machen sollen. Jaresko räumte im «Handelsblatt» ein, dass «die Verhandlungen sehr schwierig sind, komplizierter als gedacht».

Insbesondere im Hinblick auf die neuen Geldgeber des Landes sagte die Finanzministerin: «Die deutschen Steuerzahler, die uns über nationale Hilfskredite und über die EU finanziell unterstützen, haben ein Recht darauf, dass sich private Gläubiger mittels Umschuldung an den Kosten beteiligen.»

«Keine Alternative zu Europa»

Die erst seit Dezember amtierende Finanzministerin unterstrich die Bereitschaft ihres Landes zu Gegenleistungen für die internationale finanzielle Unterstützung. «Wir wissen, dass es keine Alternative zu echten radikalen Reformen gibt und nicht zu Europa», sagte Jaresko. Deshalb gehe ihre Regierung «Reformen schnell und entschlossen an. Das verlangt das Volk von uns.»

Der Konflikt mit pro-russischen Separatisten im Osten des Landes hat die Ukraine im vergangenen Jahr an den Rand des Bankrotts getrieben. Ein mit dem IWF vereinbartes Programm sieht Hilfen von 17.5 Milliarden Dollar vom IWF, 7.5 Milliarden von nationalen oder multinationalen Gebern wie USA oder EU und 15.3 Milliarden von den privaten Gläubigern vor.

Auf ihrer Sitzung im Juni muss die IWF-Führung laut «Handelsblatt» über die Auszahlung einer zweiten Milliardentranche entscheiden. Bis dahin soll es eine Einigung in der Umschuldungsfrage geben. (feb/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Von Dänemark bis Spanien – das sind die neusten Corona-Apps, die (dich) in Europa warnen

Hier kommt die 2. Ausgabe des watson-Ratgebers für iPhone- und Android-User, die sich per App vor Covid-19 warnen lassen wollen.

Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht überstanden. Und das Virus (SARS-CoV-2) kann fast überall lauern.

Sicher ist: Alle europäischen Staaten, inklusive der Schweiz, haben es versäumt, rechtzeitig auf die Sommerferien hin eine gemeinsame technische Lösung, zum Beispiel in Form einer Corona-Warn-App, zu erarbeiten.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Zwar dient mittlerweile in halb Europa das Smartphone als Hilfsmittel im Kampf gegen Covid-19. Doch vorläufig bleibt es bei nationalen …

Artikel lesen
Link zum Artikel