Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hockey player for Edmonton Oilers Wayne Gretzky in action in January 1984. (AP Photo)

Wayne Gretzky auf einem Bild von 1984. Bild: AP

Unvergessen

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

30. Dezember 1981: 50 Tore in den ersten 50 Partien der Saison – eine geradezu mystische Bestmarke. Zwei Stürmer haben sie erreicht: Maurice «Rocket» Richard und Mike Bossy. Dann kommt in der Saison 1981/82 Wayne Gretzky und pulverisiert den Rekord.



Man hielt es eigentlich nicht für möglich, was Wayne Gretzky leistete. Er braucht bloss 39 Spiele für 50 Treffer. Ein wichtiger Grund für seine Produktivität ist Jarri Kurri. Der Finne stürmt in dieser Saison erstmals mit Gretzky in einer Linie – und sollte dies bis zu dessen Transfer nach Los Angeles im Sommer 1988 tun. Später folgte er Gretzky später nach Los Angeles. 

Nicht nur der Rekord ist verrückt. Auch die Art und Weise, wie der Grösste aller Zeiten diese Marke erreicht. Nach 35 Spielen hat er nämlich erst 38 Treffer erzielt. «Der Puck schien immer grösser und das Tor immer kleiner zu werden», erzählt er einmal. «Aber dann brachen auf einmal alle Dämme. Es war, als gingen die Pucks wie von selber ins Netz. Was ich auch immer versuchte, ich hatte Erfolg und fast schien es, als genüge es, mir ein Tor zu wünschen ...» 

abspielen

Die fünf Tore von Wayne Gretzky zum Rekord im Spiel gegen Philadelphia. YouTube/SPORTSNETCANADA

Fünf Tore in einem Spiel zum Rekord – das letzte ins leere Tor

Es war die Zeit, als Helmpflicht noch nicht galt. Das Spiel war offener, die Unterschiede zwischen den Teams grösser. Wayne Gretzky steht nach 38 Spielen bei 45 Toren, als die Philadelphia Flyers am 30. Dezember 1981 nach Edmonton kommen. Dieses Spiel sollte, wie Gretzky später selber sagte, eines der besten seiner ganzen Karriere werden. 

Sechs Minuten vor Schluss der Partie führt Edmonton 6:5. Gretzky hat viermal getroffen – und packt nebenbei einen kleinen Rekord im modernen Eishockey ein: Nie zuvor traf ein Spieler in einer Saison in vier Partien mindestens viermal. Sein Saisontotal beträgt somit 49 Tore. Die Flyers ersetzen Goalie Pete Peeters durch einen sechsten Feldspieler.

Animiertes GIF GIF abspielen

Wayne Gretzkys 50. Saisontor im 39. Spiel. Gif: Youtube/olifanatic1

Glen Anderson kommt an die Scheibe, spielte sie zu Gretzky, der umtanzt den letzten Gegenspieler und trifft drei Sekunden vor der Sirene zum 50. Saisontreffer ins leere Netz. Die Halle flippt aus, es gibt lange Standing Ovations, alle Spieler feiern mit dem noch nicht 21-jährigen Jungstar auf dem Eis. Anschliessend muss die Spielfläche erst von Wurfgegenständen geräumt werden, bevor die letzten drei Sekunden gespielt werden können.

Ende Saison 92 Tore in 80 Partien

Nun ist auch klar, dass eine weitere Rekordmarke fallen muss: 76 Tore in einer Saison, gehalten von Phil Esposito. Den 77. Treffer erzielt Wayne Gretzky im 66. Saisonspiel. Esposito hatte für 76 Tore 70 Spiele benötigt. Schliesslich gelingen Gretzky in 80 Partien 92 Tore. Auch dies ein Rekord für die Ewigkeit. An nächsten ist ihm Brett Hull mit 86 Toren gekommen (1990/91). 

Animiertes GIF GIF abspielen

So feiert das Stadion den 50. Treffer. Gif: Youtube/olifanatic1

Wayne Gretzky hat die Marke von 50 Toren in den ersten 50 Saisonspielen noch zweimal erreicht. 1983/84 in 42 und 1984/85 in 49 Spielen. Seither buchte nur noch Brett Hull 50 Tore in den ersten 50 Spielen: 1990/91 in 49 und 1991/92 in 50 Partien. Jari Kurri, Cam Neely, Alex Mogilny und Mario Lemieux haben auch in 50 Spielen 50 Tore erzielt – aber nicht in den ersten 50 Partien der Saison. 

abspielen

Dokumentation über Wayne Gretzky (englisch) Video: Youtube/ouzer

61 Rekorde, aber keine als Rookie

Bei der heutigen Ausgeglichenheit der Liga sind solche Werte nicht mehr möglich. Alex Owetschkin kam als bester Torschütze der letzten Regular Season gerade noch auf 53 Treffer. 

Wayne Gretzky hat im Laufe seiner Karriere zwischen 1979 und 1999 insgesamt 61 Rekorde erreicht. Darunter auch den absoluten Punkterekord in einer Saison (215 Punkte). Weil er vor dem Eintritt in die NHL bereits in der 1979 aufgelösten WHL als Profi gespielt hatte, galt er in seiner ersten NHL-Saison 1979/80 nicht als Rookie (Neuling). Deshalb fehlen in seiner Statistik alle Rookie-Rekorde.

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die NHL kündet den Gesamtarbeitsvertrag nicht – droht nächstes Jahr dennoch ein Lockout?

In der NHL steht aktuell schon die übernächste Saison im Vordergrund – denn es besteht die Gefahr eines Lockouts. Die Liga hat bereits entschieden, den aktuellen Gesamtarbeitsvertrag nicht vorzeitig zu künden. Nun geht es aber darum, ob die Spielergewerkschaft das Gleiche tut.

Die Meldung war an vielen Orten nicht einmal eine Randnotiz wert: Die NHL hat am Samstag entschieden, den aktuellen Gesamtarbeitsvertrag (CBA) mit der Spielervereinigung nicht vorzeitig zu künden.

«Es ist unsere Hoffnung, dass eine Periode des Friedens zwischen Gewerkschaft und Liga weiteren Wachstum ermöglicht. Davon profitieren alle: Spieler, Klubs, Businesspartner und am wichtigsten: unsere Fans», liess NHL-Commissioner Gary Bettman den Entscheid kommentieren.

Die Liga hätte bis zum 1. …

Artikel lesen
Link zum Artikel