DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Stolz küsst Waldner seine Goldmedaille.
Stolz küsst Waldner seine Goldmedaille.
Unvergessen

Zum einzigen Mal in der Geschichte ist der Tischtennis-Olympiasieger kein Asiate

6. August 1992: Tischtennis ist seit 1988 olympisch und wird seither von China dominiert. Nur ein einziges Mal gewinnt kein Asiate die Goldmedaille: Jan-Ove Waldner aus Schweden hievt sich in Barcelona auf den Thron.
06.08.2020, 06:0803.08.2020, 18:26

Die Bilanz bei Sommerspielen ist äusserst eindrücklich: 28 von 32 Olympia-Goldmedaillen in der Geschichte des Tischtennis gingen bislang nach China. Südkorea sicherte sich drei Titel – und ein einziges Mal kam der Olympiasieger aus Europa. Der Schwede Jan-Ove Waldner schlägt 1992 den Gegnern ein Schnippchen.

Natürlich tritt der Skandinavier nicht als Nobody an. Im Einzel, im Doppel und mit dem schwedischen Team holt er seit Jahren EM- und WM-Medaillen. Die Krönung ist bislang der Weltmeister-Titel im Einzel im Jahr 1989, als Waldner in der Dortmunder Westfalenhalle seinen Landsmann Jörgen Persson besiegt.

Unfassbare Schläge und perfekte Stoppbälle: Ein Highlight-Video mit herrlichen Punkten Waldners.

Höchst einseitiger Final

An die Olympischen Spielen in Barcelona reist Jan-Ove Waldner, den sie in der Szene ehrfürchtig «Mozart» nennen, als einer der Favoriten. Der Schwede spielt ein überragendes Turnier, gibt bis in den Final nur einen Satz ab. Dort steht Waldner etwas überraschend kein Gegner aus Asien gegenüber, sondern die Nummer 1 der Weltrangliste: Jean-Philippe Gatien aus Frankreich.

Die Affiche deutet also auf einen spannenden Final hin, doch er ist höchst einseitig. Waldner führt schon früh mit 2:0 Sätzen und auch als sich Gatien steigern kann, bietet der Schwede ihm Paroli. Nach nur gerade 26 Minuten und 47 Sekunden ist der Olympia-Final entschieden: Waldner gewinnt ihn mit 21:10, 21:18 und 25:23. Auf der Tribüne klatschen König Carl Gustav und Königin Silvia begeistert in die Hände.

Waldner gewinnt das einseitige Finale.

Superstar in China

Mit dem Olympiasieg wird Waldner zu einem der populärsten schwedischen Sportler seiner Zeit. Doch nicht nur in seiner Heimat ist er berühmt. In China, der unangefochtenen Weltmacht des Tischtennis, ist Waldner ein gefeierter Superstar. 2013 wird er im Reich der Mitte als erster Ausländer überhaupt mit einer eigenen Briefmarke geehrt. Alleine am Ausgabetag gehen 3 Millionen Exemplare weg.

Superstar in China: Waldners eigene Briefmarke.
Superstar in China: Waldners eigene Briefmarke.

Nach seinem Olympiasieg in Barcelona spielt das Ausnahmetalent, das mit 15 Jahren bereits Profi wurde, noch viele Jahre auf höchstem Niveau weiter. Waldner gewinnt im Jahr 2000 noch einmal eine Olympia-Medaille (Silber), er wird 1997 noch einmal Weltmeister und beendet seine Karriere erst im Februar 2016 als 51-Jähriger.

Waldner war auch ein Aufschlagkönig.

Chinas Dominanz

Männer

Frauen

Unvergessen
In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
Um nichts zu verpassen, like uns auch auf Facebook!

So dynamisch ist Tischtennis, wenn es Profis spielen

1 / 10
So dynamisch ist Tischtennis, wenn es Profis spielen und nicht wir in der Badi
quelle: x01095 / vivek prakash
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unvergessene Olympia-Momente: Sommerspiele

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Einer der grössten Olympia-Skandale: Kenteris und Thanou und der mysteriöse Töff-Unfall

12. August 2004: Sie sind die grossen griechischen Hoffnungsträger für die Olympischen (Heim-)Spiele in Athen. Doch statt für Edelmetall sorgen die Sprinter Konstantinos Kenteris und Ekaterina Thanou am Tag vor der Eröffnungsfeier für einen der spektakulärsten Skandale der Olympia-Geschichte.

Sommer 2004: Ganz Griechenland freut sich auf die Rückkehr der Olympischen Spiele nach Athen. Kein Wunder: Schliesslich hat der Gastgeber auch ein paar heisse Medaillenanwärter in den eigenen Reihen. Unter anderem die beiden Sprinter Konstantinos Kenteris, Olympiasieger über 200 Meter in Sydney 2000, und Ekatarina Thanou, die in Sydney über 100 Meter Silber gewonnen hatte.

Natürlich wollen die beiden Trainingspartner erneut aufs Podest. Der Hype um die Hoffnungsträger, die in Griechenland …

Artikel lesen
Link zum Artikel