USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A restaurant displays a poster supporting the Yes vote, in the Caple Street area of Dublin in Ireland May 18, 2015. Irish voters are set to back the introduction of gay marriage by a margin of as much as two-to-one and become the first country to approve the policy in a national plebiscite, a series of polls have indicated.  REUTERS/Cathal McNaughton

In den USA sagen immer mehr Menschen "Yes" zur Homoehe. Dieses Bild stammt allerdings aus Irland. Bild: CATHAL MCNAUGHTON/REUTERS

Noch nie war die Zustimmung für die Homoehe in den USA so hoch wie jetzt



Die Zustimmung für die Homoehe hat in den USA einen neuen Höchststand erreicht. 60 Prozent der US-Bürger befürworten das Recht gleichgeschlechtlicher Paare auf Heirat. Dies ist der höchste Wert seit der ersten Befragung zu dem Thema im Jahr 1996.

Innerhalb eines Jahres sei die Zustimmung um fünf Prozentpunkte angestiegen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup hervorgeht. «Vor zwanzig Jahren haben nur 27 Prozent der Amerikaner die Homoehe befürwortet, 68 Prozent lehnten sie ab», erklärten die Meinungsforscher. Eine Mehrheit der Befürworter sei erstmals im Jahr 2011 verzeichnet worden.

Die USA gleichen bei der Heirat von Schwulen und Lesben einem Flickenteppich: Während 13 Bundesstaaten gleichgeschlechtliche Eheschliessungen nicht anerkennen, stieg die Zahl der Staaten mit Homoehe auf zuletzt 37. Derzeit befasst sich der Oberste Gerichtshof in den USA mit dem Thema. Eine Entscheidung des Supreme Court wird bis zum Ende des Sitzungsjahrs im Juni erwartet.

Schweizer Bischof sorgt für Empörung

Für Empörung sorgte in der Schweiz am Dienstag der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey. In einem Interview mit der Walliser Zeitung «Nouvelliste» bezeichnete er Homosexualität als «heilbar». Die Lesbenorganisation Schweiz zeigt sich schockiert.

Le prevot du Grand-Saint-Bernard, Jean-Marie Lovey, le nouvel eveque de Sion pose devant le portrait du Pape Francois, lors d'une conference de presse sur la nomination de nouvel eveque de Sion, ce mardi 8 juillet 2014 a l'eveche de Sion. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bischof Jean-Marie Lovey. Bild: KEYSTONE

Die Aussagen machte Lovey weniger als einen Monat vor der geplanten Gay Pride in Sitten am 13. Juni. Die Walliser Zeitung publizierte ein Interview mit dem Bischof auf einer Themenseite zur Vereinbarkeit von Kirche und Homosexualität.

Der Walliser Oberhirte betont dabei, dass das menschliche Wesen von Natur aus in männlich und weiblich geschlechtlich differenziert sei. Auf die Frage, ob er Homosexualität als Krankheit bezeichne, antwortet Lovey: «Nein, es ist eine Schwäche der Natur.»

Der Beweis dafür sei, dass es ein Leiden gebe bei der Person, welche Homosexualität lebe, und ihrem Umfeld. Aber das ändere weder an der Menschlichkeit und der homosexuellen Person etwas, noch an deren Würde.

Diese Aussagen des Bischofs von Sitten würden zur Abweisung anstiften, hielt Barbara Lanthemann, Generalsekretärin der Lesbenorganisation Schweiz, fest. Sie hofft, dass der Bischof in einem Geist der Beruhigung der Lage einige Wochen vor der Pride Worte der Korrektur dieser «bewussten verbalen Entgleisung» finden werde. (feb/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Obama veröffentlicht seine Memoiren – und beschreibt Trump als «völlig hemmungslos»

Das Land der Verheissung ist ein Mythos, der so gar nicht zur amerikanischen Gegenwart passen will. Wenn Barack Obama (59) den ersten Band seiner zweiteiligen Memoiren über seine Zeit im Weissen Haus so betitelt, setzt er damit einen Kontrapunkt gegen die Regierungszeit von Donald Trump.

Das 768 Seiten starke Buch «A Promised Land» ist nach ersten Vorabmeldungen amerikanischer Medien in weiten Teilen eine Kritik an Entwicklungen der US-Politik seit 2008. Es erscheint am Dienstag kommender …

Artikel lesen
Link zum Artikel