DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Defendant Derek Medina sits in Miami-Dade court, Tuesday Nov. 10, 2015, for opening statements in his murder trial, in Miami, Fla. Medina says he shot his wife in August 2013 in self-defense before allegedly posting a photo of her body on Facebook. Prosecutors say that Medina shot his wife coldly during an argument and that he was an accomplished boxer with little to fear from his wife. (Walter Michot/The Miami Herald via AP, Pool)

Derek Medina hatte seine Frau erschossen, die Leiche fotografiert und das Bild auf Facebook veröffentlicht.
Bild: AP/Pool Miami Herald

«Facebook-Mörder» in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt



Weil er seine Ehefrau getötet und ein Foto ihrer Leiche auf Facebook veröffentlicht hat, ist ein Mann im US-Bundesstaat Florida zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richterin Yvonne Colodny verkündet am Freitag in Miami das Strafmass.

Der 33-jährige Derek Medina habe mit seinem Facebook-Eintrag seine «Zukunft vorausgesagt», sagte Colodny: «Sie haben auf Facebook geschrieben, dass sie ins Gefängnis kommen werden, und da werden Sie hingehen.» Medina war bereits im November des Mordes schuldig gesprochen worden.

Eine Geschworenen-Jury wies seine Behauptung zurück, er habe im August 2013 aus Notwehr gehandelt. Der Mann hatte im Prozess angegeben, seine 27-jährige Frau habe ihn mit einem Messer bedroht. Ausserdem sei er jahrelang von seiner Frau misshandelt worden.

Der Anklage zufolge wollte die 27-Jährige ihren Mann verlassen. Nach der Ankündigung tötete er sie in der Küche des gemeinsamen Hauses mit acht Schüssen. Während der Tat befand sich auch die zehnjährige Tochter der Frau in dem Haus.

Der Fall hatte für grosse Aufmerksamkeit gesorgt, weil Medina die Leiche seiner Frau fotografierte und ein Bild auf Facebook veröffentlichte. In einem dazugehörigen Beitrag räumte er ein, seine Frau getötet zu haben. «Ich gehe ins Gefängnis oder bekomme die Todesstrafe für die Tötung meiner Frau», hiess es darin. «Ich werde die Misshandlungen nicht länger dulden, also habe ich getan, was ich getan habe, ich hoffe, ihr versteht mich.» Anschliessend stellte er sich der Polizei. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Diese Rechtsprofessorin nimmt es mit Amazon, Facebook und Co. auf

Amazon oder Facebook zählen zu den grössten und mächtigsten Konzernen der Geschichte. Doch in den USA bahnt sich eine Gesetzesreform an, die ihre Macht brechen will. Die Reform verändert auch das Shoppen in der Schweiz.

In den USA steht eine Schlacht bevor. Nach deren Ende werden die Regeln feststehen, welchen die amerikanischen Internet-Konzerne in den nächsten Jahrzehnten unterstehen. Diese Regeln werden auch im schweizerischen Alltag gelten. Wenn man etwa auf dem Online-Megashop Amazon nach Batterien shoppt oder nach Windeln.

Im Juni wurden letzte Vorbereitungen für diese Schlacht getroffen. US-Präsident Joe Biden setzte eine brillante Amazon-Kritikerin auf eine einflussreiche Position. Lina Khan leitet …

Artikel lesen
Link zum Artikel