DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Cuba's President Raul Castro greets members of the National Assembly at the start of a session in Havana, December 20, 2014. Stepping out of his legendary brother's shadow, President Raul Castro has scored a diplomatic triumph and a surge in popular support with the deal that ends decades of open hostility with the United States.    REUTERS/Stringer (CUBA  - Tags: POLITICS)

Der kubanische Staatschef Raúl Castro Bild: STRINGER/REUTERS

Tauwetter 

Staatschef Castro: Kubas Volk dankt den USA für den Neustart



Die historische Annäherung zwischen Kuba und den USA hat nach Worten von Staatschef Raúl Castro die Bevölkerung des Karibikstaats besonders gefreut. «Das kubanische Volk bedankt sich für diese gerechte Entscheidung von US-Präsident Barack Obama», sagte Castro am Samstag vor dem kubanischen Parlament.

Zugleich betonte er, dass mit dem US-Wirtschafts- und Handelsembargo das Hauptproblem zwischen beiden Ländern bestehen bleibe. Das sozialistische Kuba sei bereit, konstruktiv und auf Augenhöhe mit den USA zu verhandeln, sagte der 83-jährige Castro weiter. 

Ziel sei die völlige Normalisierung der bilateralen Beziehungen. Sein Land werde aber seine Prinzipien nicht aufgeben. Der jüngere Bruder von Revolutionsführer Fidel Castro hat stets Reformen am kubanischen Einparteiensystem abgelehnt.

MIAMI, FL - DECEMBER 20: A protester holds an American flag and a Cuban one as she joins with others opposed to U.S. President Barack Obama's announcement earlier in the week of  a change to the United States Cuba policy stand together at Jose Marti park on December 20, 2014 in Miami, Florida. President Obama announced a move toward normalizing the relationship with Cuba after a swap of prisoners took place.  (Photo by Joe Raedle/Getty Images)

Bild: Getty Images North America

Kein Wandel «über Nacht»

US-Präsident Obama sagte am Samstag voraus, dass es durch den von ihm vollzogenen Politikwechsel einen Wandel in dem Karibikstaat geben werde. Der Wandel durch Annäherung werde allerdings nicht «über Nacht» eintreten.

Kuba sei «noch immer ein Regime, das seine Bevölkerung unterdrückt». Eine Reise von ihm nach Havanna oder ein Besuch des kubanischen Staatschefs Raúl Castro in den USA stehe derzeit nicht zur Debatte.

Obama versprach zudem, gemeinsam mit dem Kongress über eine vollständige Aufhebung der 1962 von den USA gegen Kuba verhängten Handelsblockade zu beraten. Das Embargo bezeichnete er als «kontraproduktiv beim Erreichen der von uns verfolgten Ziele».

Die Regierungen Kubas und der USA hatten am Mittwoch verkündet, dass sie ihre diplomatischen Beziehungen nach mehr als 50 Jahren Unterbrechung wiederaufnehmen werden. Der Neustart zwischen den beiden ideologischen Gegnern wurde weltweit als Meilenstein gefeiert. Das seit 1962 geltende US-Embargo bleibt aber vorerst bestehen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Der tiefe Fall des Hipster-Nazis Richard Spencer

Der ehemalige Chefideologe der Alt-right-Bewegung ist pleite – und getraut sich nicht mehr auf die Strasse.

Nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten versammelte Richard Spencer die Seinen in Washington und hielt eine feurige Rede. Sie endete mit dem Ausruf «Heil Trump». Verschiedene seiner Anhänger hoben dazu ihre Hände zum Hitler-Gruss.

Ein Video dieses Anlasses ging viral und machte Spencer kurzfristig zu einer nationalen Figur. Zuvor hatte er sich schon als Chefideologe der Alt-right-Bewegung profiliert. Diese Bewegung kann man auch als Hipster-Nazis bezeichnen. Sie treten nicht kahl geschoren …

Artikel lesen
Link zum Artikel