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Video: watson/jara helmi / lea bloch

Sie begleitet Menschen durch die Trauer: Diana (26) will das Thema Tod enttabuisieren

Die 26-jährige Aargauerin Diana Werthmüller arbeitet als Trauerbegleiterin. Der Tod gehört also zu ihrem Alltag. Im Video erzählt sie, warum sie sich bereits so jung mit dem Thema beschäftigt und wie man am besten reagiert, wenn jemand trauert.
10.05.2021, 20:0011.05.2021, 15:15

Breiter könnte das Lachen nicht sein, mit welchem Diana Werthmüller ihre Gäste in der Innenstadt von Aarau begrüsst. Dann setzt sie an und sagt: «Ich arbeite als Trauerbegleiterin». Immer, wenn sie das sage, herrsche zuerst einmal Stille. «Die Leute fragen mich dann, weshalb ich mich in meinem jungen Alter bereits beruflich mit dem Tod befasse und Menschen im Trauerprozess begleite», sagt die 26-Jährige.

Doch der Berufswunsch kommt nicht von ungefähr: Im Teenager-Alter hat Werthmüller bereits den Verlust ihres Vaters erlebt und kurze Zeit später den Verlust eines anderen Familienmitglieds. «Beim Tod meines Vaters habe ich mich so einsam gefühlt und dachte, ich sei mit meinen Gefühlen allein.» Dieses Gefühl hat die Aargauerin denn auch dazu gebracht, die Ausbildung zur Trauerbegleiterin zu machen und andere Betroffene im Trauerprozess zu unterstützen.

Ihre Arbeit sei von Person zu Person sehr unterschiedlich. «Es kann ein Spaziergang sein, das Helfen beim Trennen von Gegenständen der verstorbenen Person oder bereits die Begleitung in den letzten Wochen vor dem Tod», so Werthmüller.

Wie man am besten reagiert, wenn eine Person im Umfeld trauert und wie sich ihre Sicht sie durch ihr Schicksal und ihren Beruf auf den Tod hat, erzählt Diana Werthmüller im Video:

Video: watson/jara helmi / lea bloch
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Die letzte Ruhestätte ist nicht automatisch der Friedhof

Video: srf

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Linus Luchs
10.05.2021 21:51registriert Juli 2014
In der Schweizer Stadt, wo ich wohne, gibt es ein neues, super modernes Spital. Ein Geriatriespital, das bitte "Universitäre Altersmedizin" genannt werden möchte.

In einem Geriatriespital sterben Menschen. Deswegen gibt es einen Abschiedsraum. Im 1. Untergeschoss. Mit direkter Verbindung zum Kühlraum. In diesem engen Abschiedsraum mit der Atmosphäre eines Luftschutzkellers können die Angehörigen Abschied nehmen.

Ich war erschüttert, als ich diesen Raum sah.

Ja, Trauer stört die Alles-gut-Kultur. Trauer findet im 1. UG neben dem Kühlraum statt.
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Butschina
10.05.2021 20:44registriert August 2015
Der Tipp mit dem normalen Umgang ist in jeder Trauersituation gut. Egal ob ein Verlust, eine Krankheit oder etwas anderes der Ursprung der Trauer ist beim Gegenüber. Wir Menschen haben viel zu oft Angst etwas falsches zu sagen und schweigen darum.
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