Der grösste Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg ist vorbei
Zwischen -3 und -6 Grad kalt war es in Berlin in den letzten Tagen. Der denkbar schlechteste Moment für einen Stromausfall. Genau so ist es aber passiert: Seit Samstag waren 45'000 Haushalte im Südwesten Berlins vom Stromnetz abgeschnitten. Nach Angaben der Firma Stromnetz Berlin handelte es sich um den längsten Stromausfall in der deutschen Hauptstadt in der Nachkriegsgeschichte.
Mutmasslich verübten Aktivisten der sogenannten «Vulkangruppe» am Samstag den Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.
Heute gingen auch in den letzten 25'000 Haushalten wieder die Lichter und Heizungen an. Aufnahmen zeigen, wie gespenstisch es in den vergangenen Tagen in den Stadtteilen im Südwesten ausgesehen hat:
Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Gegenden wurden dazu aufgefordert, bei Verwandten und Freunden in anderen Stadtteilen unterzukommen. Manche Leute, die es sich leisten konnten, gingen ins Hotel in andere Stadtteile. Pflegebedürftige Menschen und Personen, die in Heimen leben, wurden übergangsmässig in grossen Sport- und Mehrzweckhallen untergebracht, wo sie einigermassen warm gehalten werden konnten.
In der Ukraine Alltag
Was in Deutschland ein sehr ungewöhnliches Ereignis ist, ist für viele Menschen in einem anderen Teil Europas längst Alltag: Schon viele Winter müssen sich Menschen in der Ukraine ohne Strom durchschlagen. Das sind denn auch die Gedanken, die viele Menschen dazu in den sozialen Medien teilen.
(hde)
