Wirtschaft
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epa08247535 Emergency forces install an air dome equipped with medical supplies at Spallanzani hospital in case the number of people suffering from COVID-19 coronavirus increases, in Rome, Italy, 25 February 2020.  EPA/ANGELO CARCONI

Bild: EPA

Analyse

Wie Trump und Xi die Investoren in Panik versetzen

Weltweit crashen die Finanzmärkte. Schuld daran ist der Vertrauensverlust in die Führer der beiden Supermächte.



Der Höhepunkt der Coronavirus-Krise sei überwunden, die Zahl der Infizierten gehe stark zurück, erklären die zuständigen chinesischen Behörden. Doch wer will diesen Angaben trauen, nachdem China die Coronavirus-Epidemie zunächst vertuschen wollte und danach die Anzahl der Infizierten und Todesfälle trotz drastischer Massnahmen weiter nach oben stieg?

«Wir haben das Coronavirus unter Kontrolle», erklärte Donald Trump an einer Pressekonferenz auf seiner Indienreise. «Nur wenige Menschen sind angesteckt, und diese befinden sich bereits auf dem Weg zur Besserung.» Nur wer will einem Präsidenten glauben, der als notorischer Lügner bekannt ist und der noch vor kurzem behauptet hat, das warme Aprilwetter werde dem Virus den Garaus machen, und damit prahlte, ein Impfstoff sei demnächst verfügbar?

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Die amerikanischen Centers for Disease Control (CDC) warnen vor einer Epidemie. Video: YouTube/ABC News

Trumps Aussagen sind nicht nur frei von Fakten, sie stehen auch in krassem Widerspruch zu dem, was seine eigenen Fachleute erklären. So führte gestern Nancy Messonier, Direktorin des National Center for Immunization and Respiratory Diseases, vor den Medien aus:

«Es ist keine Frage mehr, ob, sondern wann es geschehen wird [ein massenhafter Ausbruch des Virus, Anm. d. Verf.]. […] Wir bitten daher die amerikanische Öffentlichkeit, sich vorzubereiten in der Erwartung, dass es schlimm werden wird. […] Die Disruption des Alltags kann heftig werden.»

Konkret erklärte Messonier, dass sich das Virus nicht mehr in der Familie, sondern in der Gemeinschaft ausbreite. Daher müsse man allenfalls die Schulen schliessen und die Kinder per Internet unterrichten. Arbeitnehmer sollten ebenfalls wenn möglich zuhause arbeiten und Konferenzen sollte man doch bitte ganz unterlassen.

Dies alles hinderte Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow nicht daran, alles unter den Teppich wischen zu wollen. «Ich glaube nicht, dass es eine wirtschaftliche Tragödie geben wird», sagte er in einem TV-Interview. «Wir haben alles fast vollständig im Griff.» Dumm bloss, dass Kudlow einst im Jahr 2007 ebenso vollmundig erklärt hatte, die Subprime-Krise sei gar keine Krise und die Banken hätten alles im Griff.

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Wiegelt ab: Larry Kudlow im CNBC-Interview. Video: YouTube/CNBC Television

Aktien- und Obligationenkurse richten sich an den Erwartungen an die Zukunft aus. Was Investoren daher noch mehr hassen als schlechte Nachrichten, sind widersprüchliche Nachrichten, weil sie dann keine vernünftigen Wetten auf die Zukunft abschliessen können.

In dieser misslichen Lage befinden sie sich derzeit. Deshalb rennen sie zum Ausgang und versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Keiner ist bereit, den Helden zu spielen und ein fallendes Messer mit blosser Hand auffangen zu wollen.

Die Folge davon sind weltweit fallende Aktienkurse in der Höhe von zwei bis drei Prozent. Montag und Dienstag wurden so die Gewinne dieses Jahres weggefegt; und die Talfahrt geht weiter. So ist der SMI, der Index der Schweizer Börse, schon am Vormittag wieder zeitweise bis zu zwei Prozent eingebrochen.

Revelers dressed in coronavirus costumes march in the St. Anne parade through the Marigny on Mardi Gras Day in New Orleans, La. Tuesday, Feb. 25, 2020.  (Max Becherer/The Advocate via AP)

Das Coronavirus ist auch Fasnachtssujet in New Orleans. Bild: AP

Es ist wahrscheinlich, dass die Notenbanken versuchen werden, Gegensteuer zu geben. Doch ihre Optionen sind begrenzt: Die Zinsen befinden sich bereits auf einem historischen Tiefpunkt, und viel mehr quantitatives Easing geht auch nicht mehr.

Zudem ist fraglich, ob sich die Krise allein mit geldpolitischen Massnahmen eindämmen lässt. So befürchtet der Starökonom Nouriel Roubini in der «Financial Times»:

«Die Reaktion der Notenbanken wird sich verflüchtigen, wenn das Virus sich noch mehr ausbreitet und die wirtschaftlichen Folgen global werden.»

Genau dieses Szenario scheint Realität zu werden. Um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen, werden in Italien Städte isoliert, im Irak Demonstrationen abgesagt und in Japan die Durchführung der Olympischen Sommerspiele in Frage gestellt.

Wie schlimm es werden könnte, besagt ein wissenschaftlicher Artikel im renommierten Magazin «The Atlantic»: 40 bis 70 Prozent aller Menschen könnten vom Virus infiziert werden, so die alarmierende Prognose.

Nouriel Roubini

Sieht schwarz: Starökonom Nouriel Roubini.

Nicht nur die Vertrauenskrise setzt den Investoren zu. Langsam wird auch der Schaden der Epidemie für die globale Wirtschaft deutlich. Die globalen Versorgungsketten werden unterbrochen. Das bedeutet etwa, dass in Wolfsburg keine Autos mehr gefertigt werden können, weil der Scheibenwischermotor aus China nicht eingetroffen ist. Oder in Irland steht die Produktion von Laptops still, weil ein entscheidendes Teil aus Shenzhen fehlt. Betroffen sind auch die Rohstoffe.

Ob Öl, Stahl oder Sojabohnen, alle leiden unter sinkenden Preisen. Und dabei stehen wir vielleicht erst am Anfang einer Verelendungsspirale. Nouriel Roubini empfiehlt daher den Investoren, sich sehr warm anzuziehen:

«Der Schaden für China ist schwerwiegend, und die globale Versorgungskette ist ernsthaft unterbrochen. Dies in einer Zeit, in der China für 20 Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts verantwortlich ist, und nicht für 4 Prozent, wie dies zu Zeiten von SARS der Fall war.»

Das Coronavirus breitet sich in Italien aus

So sieht Lernen derzeit in China aus

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    Alle Leser-Kommentare
  • murrayB 27.02.2020 17:55
    Highlight Highlight Traurig wie Löpfe im Mainstream mitschwimmt... Leider machen die Medien in Europa viel zu viel Wirbel...
  • Antinatalist 26.02.2020 20:49
    Highlight Highlight Trump wird wohl leider recht haben. Es hätte so schön sein können. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. https://www.spektrum.de/news/impfung-gegen-coronavirus-geht-anscheinend-in-erste-testphase/1708504
  • lilie 26.02.2020 20:16
    Highlight Highlight Stimmt, der SMI ist eingebrochen. Aber er befindet sich immer noch höher als vor einem Jahr und auch als vor 5 Jahren.

    Es ist also Klagen auf sehr hohem Niveau.
    • [CH-Bürger] 26.02.2020 23:22
      Highlight Highlight @Lilie:
      >noch< ist er höher als vor 1 Jahr, ja... ☝🏻
    • lilie 27.02.2020 04:13
      Highlight Highlight @CH: Ja, und zwar um 1000 Punkte. Da liegt noch viel drin. Tatsache ist, dass der SMI in den letzten drei Monaten massiv zugelegt hat.

      Ausserdem gibts immer Panikverkäufe, wenn ein Index mal einen Knick kriegt. Psychologie ist ein Hauptfaktor an der Börse. Wenn dann die Realität nicht nachzieht, normalisiert sich alles wieder.
    • SpoonerStreet 27.02.2020 20:30
      Highlight Highlight Neben den Panikverkäufen sind auch die Verkäufe welche automatisch durch algorithmen gemacht werden wichtig zu betrachten. Diese Systeme können eine Abwärtsspirale beschleunigen.
  • Kaishakunin 26.02.2020 18:22
    Highlight Highlight Und der Gag dabei: Nouriel Roubini ist ja nicht erst seit kurzem bearish. Aber, wenn man's genug lang wiederholt, wird er halt irgendwann mal recht kriegen. Und sich dann wieder feiern lassen als 'the economist who saw it coming'. All die doomsday-guys nimmt man immer gern mal aus der Schublade, wenn's mal bisschen rumpelt. Im Westen nichts neues.
  • Julius Bär 26.02.2020 16:31
    Highlight Highlight Und ich habe mich schon gewundert, wo denn der obligate Wirtschaftscrash- bzw. Weltuntergangsartikel von Berufspessimist Löpfe bleibt ;-) Wäre jedesmal das eingetroffen was Sie prognostizierten, würde bei uns ja schon alles in Schutt und Asche liegen. Kurse schwanken eben und waren eh schon überbewertet. Vielleicht folgt noch eine grössere Korrektur, na und? Von Panikverkäufen oder "Talfahrt" kann Stand jetzt aber keine Rede sein. SMI zeigt sich heute vergleichsweise stabil. Etwas Besonnenheit würde gut tun... im Umgang mit Corona als auch bei Prognosen über anstehende Wirtschaftskrisen.
    • Schwar 27.02.2020 02:38
      Highlight Highlight Aber der Brexit ist schlimm, seit drei Jahren wechseln die Banken ihre Hauptsitze nach Frankfurt :)
  • Vesparianer 26.02.2020 16:16
    Highlight Highlight Langsam weiss ich gar nicht mehr, was wahr sein soll und was nicht. In den Medien liest man nur Panik-Sätze, aber dass es sich um eine etwas schlimmere Grippe handelt, wird irgendwie nicht mehr erwähnt. Dazu kommt, dass nicht alle Altersgruppen gleich gefährdet sind, davon liest man auch nichts mehr.
    Jeder Grippe-/Covid-Tote ist einer zuviel, aber die Panikmache, als ob die Apokalypse bevor steht, finde ich irgendwie unangebracht. Wünschte mir eine neutralere Berichterstattung der Medien.
    • Gawayn 26.02.2020 20:09
      Highlight Highlight Es ist auch nicht unbedingt das Szenario, wie bei der spanischen Grippe, rund 10% der Weltbevölkerung drauf gegangen sind.

      Aber sollten über 10% der arbeitenden Bevölkerung, wegen des Virus krank zu Hause liegen, kann es schon kritisch für die Wirtschaft werden...
      Hier wird von einem Szenario von über 40% Infizierten gesprochen.
      Das will ich mir gar nicht vorstellen. Fahrer im ÖV, Krankenpersonal Schulen, Ordnungskräfte etc...
    • Antinatalist 26.02.2020 21:04
      Highlight Highlight *eder Grippe-/Covid-Tote ist einer zuviel..."

      Also du willst, dass gar niemand mehr stirbt und sich stattdessen der Planet immer mehr mir Menschen befüllt.
      Oder ist deiner Meinung nach einfach ein Lungenkrebstod, Alzheimertod, Unfalltod, Herzinfarkttod oder welcher auch immer der bessere Tod und auch einer zuviel?
      Das ist natürliche Selektion und macht Sinn. Weil wir da aber ständig überall immer mehr reinpfuschen, haben wir überhaupt erst die Probleme, die uns jeden Tag in den News häppchenweise aufgetischt werden.

      Der Covid-19-Tod ist wahrscheinlich noch einer der angenehmeren.
    • Schwar 27.02.2020 02:42
      Highlight Highlight Fies auch: Die Chance, an einem Nicht-Corona-Virus zu sterben, ist noch immer x-fach höher. Aber die haben so langweilige Namen wie "Grippe" und eignen sich nicht zum Politikerbashing :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 26.02.2020 16:08
    Highlight Highlight Das warme Wetter soll dem Virus den Garaus machen...? Hä? Der ist ja noch dümmer als ich befürchtet habe.
    • lilie 26.02.2020 20:54
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex: Tatsächlich werden viele Grippeviren in der Wärme weniger gut übertragen als in kalter, trockener Luft. Deshalb haben wir eine Grippesaison im Winter.

      Allerdings gibts das neue Virus noch zu wenig lange, um zu wissen, ob es saisonal auftritt oder nicht.

      Trump ist also nicht dumm, aber einmal mehr voreilig und undifferentiert.

      Hier ein ausführlicher Artikel von National Geographic zum Thema (zum Thema Virus, nicht zum Thema Trump 😅):

      https://www.nationalgeographic.com/science/2020/02/what-happens-to-coronavirus-covid-19-in-warmer-spring-temperatures/
    • DonChaote 26.02.2020 20:59
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex
      Viren „mögen“ normalerweise eher kalte und trockene bedingungen. Daher die grippewellen meist in der kälteren jahreszeit. Bei warmem wetter und der höheren uv strahlung sinkt normalerweise die übertragungswahrscheinlichkeit.
      Ob es bei dieser coronavariante auch so ist wird sich zeigen.
      Nicht immer einfach alles was man nicht versteht als dumm verschreien...
    • De-Saint-Ex 27.02.2020 06:21
      Highlight Highlight Nicht so schnell... es wird davon ausgegangen, dass es sich hier wie bei SARS verhält... diese Viren sind erst ab einer Lufttemperatur von über 30 Grad inaktiv... aber vielleicht ist Herr Trump ja plötzlich der Meinung, dass es um den Klimawandel noch schlechter bestellt ist als wie er‘s bis anhin leugnet?
  • Fritz N 26.02.2020 15:50
    Highlight Highlight Da krieg ich ja irgendwie gleich wieder richtig Lust die Internationale zu singen! :)
  • mutorintemporibus 26.02.2020 15:37
    Highlight Highlight „Montag und Dienstag wurden so die Gewinne dieses Jahres weggefegt; und die Talfahrt geht weiter. „

    Wie schrecklich, dann habe ich nur noch so viel Vermögen wie an Silvester und morgen vielleicht so viel wie am Chlausentag?
  • Brockoli 26.02.2020 15:20
    Highlight Highlight Kann man den Medien ebenfalls einen Teil der Schuld anlasten? Die jährliche Grippe rafft jedes Jahr viele mehr Personen dahin als der Newcomer Covin 19, wenn man den Medien glauben will (siehe z.B. 20 Min heute mit dem Aufhänger von wegen es könnten hier bis zu 30'000 Menschen daran sterben), aber wenn es um die Medien geht könnten wir schonmal die Sommerferien absagen, weil wir eh schon alle tot sein werden.
  • saukaibli 26.02.2020 15:17
    Highlight Highlight Das Problem ist nicht der Virus, sondern die übertriebene Reaktion der Regierungen. Nur um es mal ins Verhältnis zu setzen. Die Klimaveränderung bedroht Hunderte von Millionen Menschen, es wird aber kaum etwas dagegen getan. Angenommen 70% der Menschheit würden von Covid-19 infiziert und 1% davon sterben, dann sind es immer noch keine 60 Mio. Tote. Trotzdem ist die ganze Welt im Panikmodus wegen dem Virus. Nur um davon abzulenken, dass beim viel gefährlicheren Thema Klimakatastrophe von den Regierungen absolut nichts unternommen wird?
    • kusel 26.02.2020 15:29
      Highlight Highlight Im Moment haben sie recht. Die Situation kann sich aber ändern und verschlechtern. Viren können mutieren und gefährlicher werden. Ich denke es ist falsch auf Panik zu machen, aber es ist auch falsch, es zu verharmlosen.
    • saukaibli 26.02.2020 16:43
      Highlight Highlight @kusel: Jeder Corona-, Rhino- oder Influenzavirus hat das Potential sich zu einem gefährlichen Erreger zu entwickeln. Bei der jährlichen Grippewelle steht auch nicht alles still, obwohl Influenza-Viren schon Abermillionen Menschen gekillt haben, z.B. 1918. Die Erfahrung zeigt auch, dass sich solche Viren mit der Zeit an ihre Wirte anpassen, sie also weniger schädigen, denn Viren wollen sich ja auch nur vermehren, tote wirte sind da eher kontraproduktiv. Dass ganze Regionen abgeriegelt werden ist völlig unverhältnismässig wenn man die Gefährlichkeit von Covid-19 betrachtet.
  • Todesstern 26.02.2020 15:05
    Highlight Highlight An allen Ecken und Enden wird geschrien und rennen die Leute hysterisch im Kreis.
  • Mutbürgerin 26.02.2020 14:51
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass alle Institutionen ihre Glaubwürdigkeit verloren haben. Allen voran die Medien, die in den letzten Jahren nach links gerutscht sind und vor allem Beeinflussungsjournalismus betreiben. 30-50% der Bevölkerung sind gar nicht mehr empfänglich für Informationen durch den Staat oder die Medien. Da glaubt man eher Youtubern oder der eigenen Filterblase.
    • Magnum 26.02.2020 16:30
      Highlight Highlight Wow, Mutbürgerin: Jetzt machst du schon in den Kommentaren zur schwer zu leugnenden Führungskrise rund um das Coronavirus eins auf Medienbashing?

      Am besten liest du People's Daily oder Global Times: Echte alternative Fakten aus dem Propganda-Universum von Peking. Da kommen Dir keine gutmenschligen Meinungsschreiberlinge in die Quere, die deine vorgefassten Meinungen nicht bestätigen.

      Alternativ kann ich die Berichte von Lea Deuber empfehlen, die auf Sueddeutsche.de erscheinen und vom Tagi zweitverwertet werden: Nahe dran und dennoch kritisch und distanziert.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 26.02.2020 23:35
      Highlight Highlight Und wieder nutzt sie die Gelegenheit um über die Medien und die Linken zu fluchen.
      Bleibt doch einfach nur ein einziges mal beim Thema und versuche es nicht für deine politischen Botschaften zu missbrauchen. Wäre echt mal eine Verbesserung.
      Die Wutbürgerin, nicht Magnum.
  • äti 26.02.2020 14:46
    Highlight Highlight Schön, der Virus hat auch was Gutes an sich.
  • Magnum 26.02.2020 14:30
    Highlight Highlight Die englische Sprache kennt den Ausdruck «whistling on the graveyard». Genau dies machen Trump, Kudlow und Peking: In Verkennung der Realität wird beschönigt, was das Zeug hält. Derweil stehen die Förderbänder der arbeitsteiligen, globalisierten Wirtschaft seit Wochen still. Und das gilt nicht nur für fertige Konsumgüter, sondern auch und in verstärktem Masse für spezialisierte Zulieferer. So schnell wird sich die Produktion nicht wieder einrenken. Das Geschäftsjahr 2020 ist für viele schon Ende Februar verhagelt.
  • Couleur 26.02.2020 14:26
    Highlight Highlight Da ist wieder sehr viel Drama in diesem Artikel. Erstens crasht bis jetzt rein gar nichts. Was wir erleben ist höchstens eine Korrektur, die auch ohne Virus nach dem unverhältnismässigen Anstieg nach der letzten Korrektur vor über einem Jahr überfällig war. Ich habe mehrere Crashes erlebt und die Bewertung der Aktien, die in den letzten Monaten erreicht wurden, ist alles andere als gesund. Aufgrund der Negativzinsen stiegen auch Otto Normalverbraucher mit ETFs sehr aggressiv in den Markt ein und giessen monatlich nach. Der Markt wird mit oder ohne Virus sehr bald massiv korrigieren.
  • El Mac 26.02.2020 14:04
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • sheshe 26.02.2020 13:53
    Highlight Highlight Ich bin gespannt, ob dies der Wirtschaft endlich die Augen öffnet und nicht nur aus reinen monetären Gründen ausgelagert wird, sondern solche Faktoren miteinberechnet werden.

    Wir hatten jetzt 10 Jahre Boom, in Zukunft gehe ich davon aus, dass die Hochkonjunktur in kürzeren Abständen gebremst wird.

    Auch wenn es teurer ist, eventuell wäre es doch besser, wieder selbst zu produzieren...
    (Die sozialen Faktoren mal bewusst ausser Acht gelassen)
    • peakposition 26.02.2020 15:14
      Highlight Highlight Die Weltgeschichte zeigt uns immer wieder, wie gut wir aus Fehlern lernen...
    • kusel 26.02.2020 15:27
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass sich viel ändern wird. Es hat zu viele, welche immer noch mehr haben wollen.
    • De-Saint-Ex 26.02.2020 16:03
      Highlight Highlight „Wieder“ selber produzieren? Hast Du eine Ahnung, wie lange es gehen würde, bis z.B. eine Schweiz die Produkte, die sie benötigt und jetzt importiert selber produzieren könnte? Und wie sie das bezahlen solle? Wenn Importe UND Exporte wegfallen? In der Theorie hört sich noch manches gut an. Die Praxis sieht in diesem Fall ganz anders aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Selbst-Verantwortin 26.02.2020 13:47
    Highlight Highlight Die Wirtschaft ist am Ende einer der längst Aufschwung-Phasen und bewegt sich nun mal zyklisch.
    Der Virus schafft grosse Unsicherheit.
    Jetzt dies Trumpel anzulasten ist wie wenn man die letzten 4 Jahre Aufschwung alleine ihm zuschreiben würde.
    Wenn man alles durch die Trump-Brille sieht, wird’s pathologisch.
    • redeye70 26.02.2020 15:21
      Highlight Highlight Sollte die Lieferkette zusammenbrechen erleben wir vlt. das Ende der globalisierten Wirtschaft mit China als Produzent. Mir soll es recht sein. Die Ausrichtung der Produktion alleine auf ein Land nur aus Profitgründen war von Anfang an eine Dummheit sondergleichen. Niemand dachte an Versorgungssicherheit.
    • Wetterleuchten 26.02.2020 17:23
      Highlight Highlight TRUMPEL klingt perfekt!
    • Chrigi-B 26.02.2020 17:23
      Highlight Highlight Korrektur:

      "Die Ausrichtung der Produktion alleine auf eine Wirtschaftsdiktatur nur aus Profitgründen war von Anfang an eine Dummheit sondergleichen."

      Un nein, es ist nicht nur eine Dummheit, sondern eine absolute Schweinerei sondergleichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Now 26.02.2020 13:46
    Highlight Highlight Herrlich, es werden Horrorszenarien mit unterbrochenen Lieferketten und folgenden Engpässen von nahezu allen Gütern beschrieben..und das Problem sind Investoren? fallende Aktienkurse? nicht die öffentliche Ordnung?

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