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FILE - In this July 6, 2015 file photo, Donald Trump, left, talks the former New York City mayor Rudolph Giuliani at a fundraising event in the Bronx borough of New York. Giuliani, who earned the nickname

Bild: AP/AP

Analyse

Giuliani, Hearings, Syrien: Jetzt fliegt Trump alles um die Ohren

Gegen Trumps Anwalt wird ermittelt, die Hearings bringen täglich neues belastendes Material an den Tag – und die US-Nahost-Politik versinkt im Chaos.



Anwalt von Donald Trump zu sein, ist ein Hochrisiko-Job: Michael Cohen, Trumps ehemaliger Fixer, sitzt bereits im Knast. Rudy Giuliani, der neue Mann fürs Grobe, ist zumindest mit einem Bein im Gefängnis. Wie das «Wall Street Journal» berichtet, ermittelt das Southern District of New York (SDNY) wegen dubioser Finanzgeschäfte gegen Giuliani.

Dass Giuliani nun ausgerechnet das SDNY am Hals hat, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. In den Achtzigerjahren hat er nämlich als Chef dieser Institution geamtet und sich dabei als furchtloser Mafiajäger einen Ruf geschaffen. Jetzt ist er selbst im Visier der härtesten Strafverfolger der USA.

Dabei ist Giuliani bereits arg angeschlagen. Vergangene Woche wurden die beiden russisch-stämmigen Amerikaner Lev Parnas und Igor Fruman am Flughafen Dulles in Washington verhaftet. Die beiden waren mit einem einfachen Ticket nach Wien unterwegs. Offenbar spielen sie eine bedeutende Rolle in Giulianis Versuch, die Regierung in Kiew zu einer Untersuchung gegen Joe Biden zu zwingen.

Die Verhaftung von Giulianis mehr als zwielichtigen Kumpels war nicht die einzige «bad news» für den Präsidenten. An den Hearings vor dem Intelligence Committee des Repräsentantenhauses wird im Tagesrhythmus neues und belastendes Material zutage gefördert. Nachdem am Freitag die von Giuliani aus dem Amt gemobbte ehemalige US-Botschafterin in der Ukraine, Marie Yovanovitch, ausgesagt hat, war gestern Fiona Hill, Trumps ehemalige Russland-Expertin an der Reihe.

Beide Frauen nahmen kein Blatt vor den Mund. Obwohl ihre Aussagen vorläufig der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich sind, lassen sich die Umrisse erkennen. Offensichtlich hat es unter der Leitung von Giuliani eine Art Schattenkabinett gegeben, das die fragwürdigen Aktionen in der Ukraine geleitet hat.

Diesem Kreis angehört haben Aussenminister Mike Pompeo, Energieminister Rick Perry und Stabschef Mick Mulvaney. Eine tragende Rolle hat scheinbar auch EU-Botschafter Gordon Sondland gespielt, ein Hoteltycoon, der sich den Botschafterposten mit einer Millionenspende für Trumps Inaugurationsfeier erkauft hat. Sondlands Auftritt vor dem Komitee ist für den kommenden Donnerstag vorgesehen.

epa07920107 Former White House adviser on Russia Fiona Hill (C) arrives to be deposed behind closed doors amid the US House of Representatives' impeachment inquiry into President Trump, on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 14 October 2019. Hill, who appears after receiving a congressional subpoena, will face questions from three congressional committees on a whistleblower's complaint that alleged US President Donald J. Trump requested help from the President of Ukraine to investigate Joe Biden.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Hat kein Blatt vor den Mund genommen: Fiona Hill, Trumps ehemalige Russland-Beraterin. Bild: EPA

Nicht mit von der Partie war jedoch John Bolton, Trumps gefeuerter Sicherheitsberater. Obwohl er als Kriegstreiber gilt, wollte er von Giulianis dubiosen Machenschaften in Kiew nichts wissen. Im Gegenteil: Er hat gegenüber Fiona Hill von einem «Drogenhandel» gesprochen und Giuliani als «Handgranate» bezeichnet, die «bald explodieren und alle in die Luft jagen» würde.

Nicht nur in der Ukraine-Affäre läuft es schlecht für Trump. Seine Nahostpolitik ist ein Debakel. «Was für ein Fiasko», erklärt das ihm sonst freundlich gesinnte «Wall Street Journal» in einem redaktionellen Kommentar. Die ihm weniger freundlich gesinnte «Washington Post» fasst das bisherige Geschehen in Syrien wie folgt zusammen:

«Unschuldige Leben sind verloren gegangen. US-Soldaten sind verraten worden. Blutrünstige Diktatoren wurden ermutigt. Gefährliche Terroristen sind freigekommen. Gespenstische Szenen spielen sich ab, und es wird mit grösster Wahrscheinlichkeit noch schlimmer werden.»

epaselect epa07919629 A wounded child injured in an alleged Turkish airstrike receives medical treatment at a hospital in Tal Tamr, northeastern of Syria, 13 October 2019 (issued 14 October 2019). Turkey has launched an offensive targeting Kurdish forces in north-eastern Syria, days after the US withdrew troops from the area.  EPA/STRINGER ATTENTION EDITORS: GRAPHIC CONTENT

Dieses Kind wurde bei einem türkischen Luftangriff verwundet. Bild: EPA

Es zeigt sich nun mit aller Härte, dass Aussenpolitik und ein Immobilienhandel zwei verschiedene Sportarten sind und dass Trump von der erstgenannten keine Ahnung hat. Was als schneller Deal mit dem türkischen Diktator Recep Erdogan gedacht war, hat zu einem für die USA höchst unvorteilhaften Ausgang geführt.

Alle führenden Zeitungen sind sich in der Beurteilung einig: Gewinner der unüberlegten Aktion Trumps, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen, sind Assad, Putin und die Ayatollahs im Iran. Verlierer sind ausgerechnet Saudi-Arabien und Israel, Trumps engste Verbündete im Nahen Osten.

Trump versucht nun eilig, den Schaden zu begrenzen. Seinen Finanzminister Steve Mnuchin lässt er Sanktionen gegen die Türkei verkünden, seinen Vize Mike Pence hat er vor Ort entsandt, in der Hoffnung, Erdogan zu stoppen. Bisher ohne erkennbaren Erfolg.

Vice President Mike Pence, with Treasury Secretary Steven Mnuchin, responds to a question outside the West Wing of the White House, Monday, Oct. 14, 2019, in Washington. The U.S. is calling for an immediate ceasefire in Turkey's strikes against Kurds in Syria, and is sending Pence to lead mediation effort (AP Photo/Jacquelyn Martin)
Mike Pence,Steve Mnuchin

Müssen es nun richten: Finanzminister Steven Mnuchin (hinten) und Vize-Präsident Mike Pence. Bild: AP

So paradox es klingen mag: Für die Republikaner ist das Syrien-Debakel ein kleiner Hoffnungsschimmer. Es erlaubt ihnen, Trump zu kritisieren, ohne umgehend in einen präsidialen Twitter-Sturm zu geraten. Selbst Senatsführer Mitch McConnell und Trump-Speichellecker Lindsey Graham üben in dieser Frage öffentliche Kritik am Präsidenten.

Die Erleichterung dürfte jedoch bloss von vorübergehender Natur sein. Der Auftritt von Giulianis wackerem Söldner-Duo Parnas und Fruman vor dem Intelligence Committee ist bereits aufgegleist.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Friedhofsgärtner 15.10.2019 21:38
    Highlight Highlight Hier das bisher beste Video zum Thema Impeachment und Ukraine das ich gesehen habe.

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  • Fischra 15.10.2019 20:20
    Highlight Highlight Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht., gäl Trumpel...
    • Albert Stpeck 15.10.2019 21:23
      Highlight Highlight Ich selbst breche seit der Amtseinführung.
  • Pastaboy 15.10.2019 19:51
    Highlight Highlight Versteht mich nicht falsch,habe nichts gegen ältere Leute . Genau das passiert wenn Debile ,Senile Personen meinen sie seien die grössten und schlausten. Irgendwann holt uns die Realität alle ein.
  • Juliet Bravo 15.10.2019 19:03
    Highlight Highlight Sondland ist nicht EU-Botschafter. Er ist US-Botschafter bei der EU.
    • adam gretener 15.10.2019 20:26
      Highlight Highlight Er ist aus der Sicht der Amerikaner ihr EU-Botschafter, schon richtig im Text.
  • stevemosi 15.10.2019 18:58
    Highlight Highlight Äh sorry: Unschuldige Leben sind verloren gegangen. US-Soldaten sind verraten worden. Blutrünstige Diktatoren wurden ermutigt. Gefährliche Terroristen sind freigekommen. Gespenstische Szenen spielen sich ab, und es wird mit grösster Wahrscheinlichkeit noch schlimmer werden. ».... America as usaual 🤷‍♂️🤷‍♂️
    • DaveKnobs 15.10.2019 20:03
      Highlight Highlight As usual? Sicher nicht. Natürlich waren die USA immer aktiv im Ausland, die Plumpheit Trumps Entscheidungen hat jedoch eine ganz neue Qualität und dies meine ich nicht in positivem Sinne!
    • laska 16.10.2019 09:13
      Highlight Highlight @DaveKnobs Trump und mit ihm die ganze Administration mögen tatsächlich plumper vorgehen als ihre Vorgänger. Aber besser war das Resultat für die von US-Kriegen und Umstürzen Betroffenen deshalb auch nicht wirklich.
  • Auric 15.10.2019 18:38
    Highlight Highlight ist es geflogen?

    Wird es fliegen?

    Träumt jemand das es fliegen wird?

    Ich freu mich WENN es fliegt, aber bis dahin bleibt die Flasche Schampus im Kühlschrank.
  • banda69 15.10.2019 18:31
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • schn wiedr 15.10.2019 18:22
    Highlight Highlight versteh irgendwie nicht die übermässige kritik an trumps aussenpolitik. die syrischen gruppen die erdogan helfen und vonislamisten unterwandert sind, wurden die nicht von den USA unterstützt bevor trump im amt war? warum gabs da nicht schon heftige kritik?
    • Basti Spiesser 15.10.2019 20:00
      Highlight Highlight Ja wurden sie, auch von europäischen Mächten. Zudem ziehen auch GB & F ihre Truppen aus Syrien ab.
  • Basti Spiesser 15.10.2019 18:20
    Highlight Highlight Trump hatte heute sicher auch goodnews, #exposecnn wird ihn gefreut haben.
    • Butzdi 15.10.2019 21:10
      Highlight Highlight Hm, russische Trollfarmen waren auch schon kreativer und erfolgreicher. Die Trump Forever Trottel werden weiterhin alles glauben was ihnen der Grand Leader erzählt, aber die kritischere Masse sowie die Independants sind weg. Es ist inzwischen den meisten klargeworden, dass Trump ein Witz ist.
    • Basti Spiesser 15.10.2019 21:55
      Highlight Highlight @swisskiss dan sin beide einseitig, das bestreite ich nicht einmal. Aber es geht nichtmal nur um Reps gegen Dems, sogar unter den demokratischen Präsi-Kandidaten gibts eine uneinseitige Berichterstattung.

      @Butzdi die Video und die Reaktionen der CNN-Mitarbeiter, oder der Versuch von Twitter das ganze zu zensieren, zeigt es eindeutig.
  • In vino veritas 15.10.2019 17:15
    Highlight Highlight Da wird Assad sich buklig lachen. Die Kurden müssen sich Assad nun unterordnen, damit sie nicht von den Türken überrennt werden. Assad drängt die Türken (mit russischer Hilfe) zurück und ist danach wieder der Herr im Haus. Die USA Interessen sich nicht für die Toten. Hauptsache, Trump kann ein Wahlversprechen einlösen. Und sei der Zeitpunkt noch zu dumm. Doch wie wird es dem nächsten Präsident ergehen? Trump hat gezeigt, dass die USA (wieder) nicht zu ihrem Wort stehen. Das werden sich allfällige Verbündete gut einprägen.
    • schn wiedr 15.10.2019 22:12
      Highlight Highlight und wie hätte es anders enden können? wieder mit einer amerikanischen dauerbesetzung? was hätten die kurden da rausgezogen? ein autonomes kurdistan? nie und nimmer. war nur eine frage der zeit bis sie wieder nter syrische kontrolle kommen. und besser assad als erdogan.
  • Stan_the_man 15.10.2019 16:54
    Highlight Highlight Was ich mich frage: Was passiert, wenn Trump vor Ablauf seiner Amtszeit impeached wird? Er könnte doch trotzdem wieder gewählt werden und hätte dann eine zweite erste Amtszeit - und rein theoretisch die Möglichkeit, für eine zweite bzw. dritte Amtszeit zu kandidieren (gut, das Alter...), oder liege ich da falsch?
    • INVKR 15.10.2019 18:52
      Highlight Highlight Ich meine gelesen zu haben, dass falls Trump tatsächlich durch den Senat abgesitzt wird (was doch eher unwahrscheinlich ist), er dann laut Verfassung nicht mehr kandidieren kann.
  • Karl Marx 15.10.2019 16:47
    Highlight Highlight Wenn Sie das sagen, muss es wohl Stimmen. Bis jetzt haben sie ja fast mit jeder Prognose recht gehabt.
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    • max julen 15.10.2019 17:27
      Highlight Highlight puhaa karl, da bin ich sprachlos!

      Play Icon


      noch nie gesehen? ignorant?
    • Ticasuk 15.10.2019 17:43
      Highlight Highlight Welche Prognose? Und welche Stimmen?
  • Noblesse 15.10.2019 16:47
    Highlight Highlight Woher Sie nur all die Infos haben? Drangheta Thurgau ist ja eine Bibelgruppe im Vergleich. Können Sie uns Hr. Löpfe auch sagen, wann in etwa zeitlich die Ablösung des Clananführers anberaumt ist?
    • Furio 15.10.2019 19:02
      Highlight Highlight Hr.Löpfe hat schon recht... Giuliani hat mit seinem RICO gesetz alle 5 Familien gesprengt.
    • Vanessa_2107 15.10.2019 19:48
      Highlight Highlight @Noblesse - woher er die Infos hat?Diese Frage ist aber nicht dein Ernst?Das alles ist gestern in Washington passiert.Die Zeugin wurde während 9 Std. hinter verschl. Türen "im House" vernommen?Das kriegst du mit indem du z.B.u.a. CNN, CNBC schaust,auf Twitter den News-portalen,Journalisten,Politikern, Trump folgst. Das sind nicht Behauptungen,die er sich aus den Fingern saugt,das sind Fakten+er schätzt dann die jeweilige Situation ein,einfach gesagt.Dann kann man Trumps+Giulianis Tweets lesen.Trump benutzt ja fast nur dieses Nachrichtenmedium. Da wirst du auch informiert.
  • AnnikKilledTheStage 15.10.2019 16:32
    Highlight Highlight "So paradox es klingen mag: Für die Republikaner ist das Syrien-Debakel ein kleiner Hoffnungsschimmer." .... Ich finde MAKABER passender als PARADOX. Wir reden hier von Menschenleben, welche mal wieder sinnlos einem Krieg zum Opfer fallen! Und an die Flüchtlinge, die folgen, will ich gar nicht erst denken! Sie werden dann noch grausam von uns Europäern angefeindet dank Schubladendenken der Bürgerlichen....
    • dasKorrektorat 15.10.2019 18:20
      Highlight Highlight Welches Debakel?
      In Syrien herrschte vor diesem Entscheid bereits Krieg. Übrigens unter Obama hat der angefangen. Diesen Krieg hat nicht Trump gestartet.
      Trumps Rückzug und dessen Folgen sind eine laufende Entwicklung - bisher vor allem mit Horrorszenarien in den Medien*.

      *natürlich gab es Tote. Das ist tragisch. Aber nur weil zuvor der Syrienkonflikt aus unseren Medien mehrheitlich verschwand, war nicht einfach Friede Freude Eierkuchen
    • _kokolorix 15.10.2019 23:22
      Highlight Highlight @dasKorrektorat
      Wenn man schon so einen hochtrabenden Nicknamen hat, sollte man etwas näher an der Wahrheit operieren. Dieser Krieg wurde mitnichten von Obama begonnen. Treibende Kraft hinter diesem Konflikt waren zum einen Assad mit Russland im Rücken und die Rüstungsindustrie der grossen EU Länder, welche ihre Regierungen nötigten die Opposition bewaffnen zu dürfen. Erst der kometenhafte Aufstieg des IS bewog Obama US Truppen nach Syrien zu schicken. Ohne diese Massnahme würde der IS immer noch grosse Teile von Syrien beherrschen, weil die Russen erstaunlich nachsichtig mit dem IS waren...
    • dasKorrektorat 15.10.2019 23:46
      Highlight Highlight @Input: Diese "Türkische Invasion" beschränkt sich aktuell auf den Abschnnitt einer Schnellstrasse (M4) und ein paar Hütten mit Ziegenhirten...

      @kokolorix: Sowieso. Und die "Rebellengruppen" die sich Mehrheitlich als Terroristen mit alternativen Namen ("Al Nusra Front" z.B.) herausstellten, die teilweise durch die USA beliefert wurden lässt du brav aus. ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 15.10.2019 16:14
    Highlight Highlight "Was als schneller Deal mit dem türkischen Diktator Recep Erdogan gedacht war, hat zu einem für die USA höchst unvorteilhaften Ausgang geführt."

    Nebst den USA hat der schnelle Deal für die Toten, die der Krieg bis jetzt forderte, es sollen mehrere Hundert sein, sowie für die 160'000 Menschen auf der Flucht, darunter 70'000 Kinder, einen "höchst unvorteilhaften Ausgang".

    Trump, Erdogan, Assad... – ihre brutale Selbstsucht bringt Tod und Leid über Hunderttausende Menschen. Sie müssten alle lebenslang hinter Gitter.
    • Dong 15.10.2019 16:49
      Highlight Highlight Der Syrien-Krieg wurde allerdings unter Obama losgetreten, der darf auf der Liste nicht fehlen!
    • reactor 15.10.2019 18:13
      Highlight Highlight @dong, etwas Auseinandersetzung mit dem Thema, zusammenhängendes Denken und nicht nur Platitüden platzieren wäre angebracht.
    • dasKorrektorat 15.10.2019 18:23
      Highlight Highlight @Dong: Pssst das würde ja heissen das Obama die Ausgangslage mit US Soldaten vor Ort und einem abhängigen Kurdistan zu verantworten hätte und Trump dieses Chaos ausbaden muss während er sein Versprechen Truppenabzug einhält.
      Das kann man doch nicht so deutlich sagen und einfache Weltbilder zerstören ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Smith 15.10.2019 16:09
    Highlight Highlight Also wenn ich das richtig sehe, dann sind es vorerst vor allem die Kurden, denen alles um die Ohren fliegt. (Und wer einmal aus erster Hand sehen will, wie das aussieht, wenn einem in Syrien alles um die Ohren fliegt, kann sich zufälligerweise genau jetzt im Kino den Film «For Sama» zu Gemüte führen.)
  • Da Fü 15.10.2019 16:03
    Highlight Highlight "..Gewinner", .."Verlierer"..
    In Syrien geht es um Menschenleben. Gewinner oder Verlierer sitzen im Weissen Haus.
  • zombie woof 15.10.2019 16:01
    Highlight Highlight Auch Teflon Don John Gotti hat x-mal Schwein gehabt, und zuletzt ist er dann doch im Knast gelandet. Ich hoffe Möchtegern Mafiosi Don Trump endet auch so.
  • Thinkdeeper 15.10.2019 15:57
    Highlight Highlight Ein ďurch und durch Korruptes System das so einen schlauen Idioten ohne Unrechtsbewustsein an die Macht bringt. Und wie er selber gesagt hat, wenn man dies in den USA will muss man nur für die GOP kandidieren, diese sind blöde genug dies zu unterstützen.


  • bcZcity 15.10.2019 15:35
    Highlight Highlight "Trump verliert die Wahl gegen eine Frau, er wird danach als privat Person verurteilt und im Knast von mexikanischen Flüchtlingen beim Duschen gestört."

    Ach shit, ich habe schon wieder Fieber!

    • Gegu 15.10.2019 16:11
      Highlight Highlight ...ich träume auch gerne👍🏼
    • stolca 15.10.2019 19:02
      Highlight Highlight @bcZcity

      Mit "beim Duschen gestört" meinst Du wohl "Grab him by his p***. You can do anything."?
  • Lowend 15.10.2019 15:30
    Highlight Highlight The Daily Show hat heute die beste Erklärung für Trumps wirre Politik geliefert.

    Trump denkt gar nicht, er habe die Wahl gewonnen. Er denkt, er habe Amerika gekauft.

    https://twitter.com/TheDailyShow/status/1184095937054068737
  • Scrat 15.10.2019 15:25
    Highlight Highlight Hoffentlich fliegt ihm alles um die Ohren - und er aus dem Amt! Besser noch Heute als erst Morgen...
  • Dr. Unwichtig 15.10.2019 15:17
    Highlight Highlight Gegenthese: Nachdem es vorübergehend so ausgesehen hat, als würde Trump auf Grund der Ukraine-Affäre tatsächlich substanziell an Rückhalt in der Bevölkerung verlieren, haben sich die Umfragewerte mittlerweile wieder stabilisiert. Das Schicksal von Verbündeten im Nahen Osten hat auch nach dem 1. Golfkrieg keinen US-Amerikaner wirklich interessiert - das Trump versucht, seine Wahlversprechen einzuhalten, dürfte ihm eher sogar Zuspruch bringen.

    Kurz: einmal mehr sieht es für Trump nicht ganz so düster aus, wie viele sich das wünschen würden....
    • Miguel70 15.10.2019 17:05
      Highlight Highlight America first, das wollen seine Wähler und genau das macht Trump...
      Aber das mit dem „make America great again“ wird bei seiner Aussenpolitik gründlich in die Hosen gehen, zum Leidwesen vieler anderer...
      Vernetztes Denken ist bei ihm wohl gar nicht ausgeprägt. Schnellschüsse aus der Hüfte und Twitter Schimpftiraden sind das einzige was er kann, einfach traurig
    • adam gretener 15.10.2019 17:23
      Highlight Highlight Er hat kein Problem mit seinen Wähler, aber ein massives mit der Justiz.

      Also ich frage mal ehrlich: Ihr Trumpisten, wollt ihr oder könnt ihr diesen Sachverhalt nicht kapieren.
    • Dr. Unwichtig 15.10.2019 19:32
      Highlight Highlight adam gretener: Die Frage hier ist „Wie sicher sitzt Trump noch im Sattel?“. Und so lange er den Rückhalt der Wähler nicht verliert, verliert er auch nicht den der GOP und das Impeachment verläuft im Sande. Wie weit die Vergehen strafrechtlich relevant sind, wird sich noch zeigen. Für eine Amtsenthebung muss auch keine Straftat nachgewiesen werden. Es braucht „nur“ die erforderlichen Stimmen im Senat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 15.10.2019 14:58
    Highlight Highlight Eigentlich müsste ja auch Barr mit einem Bein im Gefängnis sein.
  • MarGo 15.10.2019 14:51
    Highlight Highlight Merci für die Zusammenfassung, Herr Löpfe!
    Sieht ganz gut aus für uns... :D
  • Donald 15.10.2019 14:36
    Highlight Highlight Löpfes 742er Artikel über Trumps Untergang... :)
    • Walter Sahli 15.10.2019 14:59
      Highlight Highlight 1'738 Kommentar in dem auf die Anzahl der kritischen Artikel über Trump von Löpfe hingewiesen wird...:(
    • Eskimo 15.10.2019 15:25
      Highlight Highlight @Walter Sahli
      Kritisch? Das nennt man Besessenheit...
    • Walter Sahli 15.10.2019 16:06
      Highlight Highlight Besessenheit? Es ist die Pflicht der Medien, die Korruption der Mächtigen aufzudecken und zu thematisieren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • P.M aus W 15.10.2019 14:36
    Highlight Highlight Man kann nur hoffen das Trump, der offensichtlich völlig ausser Kontrolle geraten ist wegen dem Impeachment, nicht noch ein weiteren Krieg beginnt im Iran oder Venezuela.
    • balzercomp 15.10.2019 15:27
      Highlight Highlight Davor hat er viel zu viel Angst.
    • Butzdi 15.10.2019 21:04
      Highlight Highlight Kriege werden vom Parlament beschlossen.
    • Jan Ulrich 15.10.2019 22:47
      Highlight Highlight Trump hat noch keinen Krieg begonnen, aber einen nicht verhindert.
  • Bruuslii 15.10.2019 14:34
    Highlight Highlight "In den Achtzigerjahren hat er [guiliani] nämlich als Chef dieser Institution geamtet und sich dabei als furchtloser Mafiajäger einen Ruf geschaffen."

    jetzt lässt sich auch erahnen, wie er das geschafft hat. er hat wohl schon damals mit seinen eigenen schergen seine konkurenz aus dem weg geschafft.
    • darkshadow 15.10.2019 15:12
      Highlight Highlight Er hat gar nichts geschafft, die meisten Anklagen sind nämlich im Sand verlaufen, da er nicht einmal Beweise sammeln kann. Nur die Festnahmen waren sehr medienwirksam. Verurteilt wurde kaum einer. Ein sorry zwei Möchtegern die von dem politischen Parkett keine Ahnung haben... Dumm ist da nur der Vorname... aber halt, Trump ist ja ein stabiles Genie und erkennt ja sorgar eine Giraffe :D
  • Heinzbond 15.10.2019 14:30
    Highlight Highlight Nun ich bin gespannt ob es zu Lebzeiten des greatest president ever noch eine echte juristische Aufarbeitung der casa trump gibt, oder ob er sich mit seinem Spiel an der macht zu halten nicht den Bogen uberspannt und endet wie manch anderer Diktator...
  • Chrigi-B 15.10.2019 14:21
    Highlight Highlight Soso, die Journis analysieren den trumpschen Untergang herbei....

    Ihr tut dies seit Beginn seiner Amtszeit (gewisse seit dem Tag nach der Wahl) und keine eurer Analysen ist nur annähernd eingetroffen😂😂😂😂

    Was brauchen städtische US und Europa Journalisten?

    1 Monat Rundreise durchs "Heartland" der USA.
    • wasps 15.10.2019 15:10
      Highlight Highlight Wer jetzt nicht schnallt, dass dieser Kerl zu nichts taugt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Bei uns wäre dieser saubere Herr längst hinter schwedischen Gardinen verschwunden.
    • fuzzy dice 15.10.2019 15:13
      Highlight Highlight Um was zu erkennen? Dass es eine ungebildete ländliche Bevölkerung gibt, die wider allen Fakten und ihren eigenen Interessen (!) blind dem Donlad folgen?
    • Therealmonti 15.10.2019 15:33
      Highlight Highlight Da schreibt offenbar einer, der Bescheid weiss, wie es um das Heartland der USA bestellt ist - oder auch nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasps 15.10.2019 14:20
    Highlight Highlight Eng, enger, Nadelöhr, Löpfe. In einem gebe ich Ihnen Recht: Der Rückzug der US-Truppen aus Syrien könnte ihm das Genick brechen. Alles andere ist alter Kaffee.

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