Wirtschaft
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epa08314285 US President Donald J. Trump speaks during a press conference on the Coronavirus crisis in the Brady Press Briefing Room of the White House in Washington, DC, USA, 21 March 2020. Trump announced the activation of the National Guard in Califronia, New York, and Washington states to assist against the spread of COVID-19 coronavirus.  EPA/JIM LO SCALZO

Bild: EPA

Analyse

Nur für die Reichen? US-Senat verwirft Corona-Hilfspaket

Mit rund zwei Billionen Dollar will die Trump-Regierung die US-Wirtschaft vor einem Kollaps retten. Die Demokraten verlangen zunächst Zusicherungen, um zu verhindern, dass erneut nur die Reichen profitieren.



Dass die amerikanischen Wirtschaft dringend und rasch Hilfe braucht, ist über die Parteigrenzen hinweg unbestritten. In den letzten Tagen wurde deshalb unter der Leitung von Finanzminister Steven Mnuchin in aller Eile ein Paket in der Höhe von gegen zwei Billionen Dollar geschnürt.

Bereits am Sonntagabend hätte dieses Paket vom Senat verabschiedet werden sollen. Der erste Anlauf ist gescheitert. Anstatt eine Mehrheit von 60 Senatorenstimmen gab es ein Patt von 47 zu 47. Was ist schief gelaufen?

Sen. Elizabeth Warren, D-Mass., speaks to the media outside her home, Thursday, March 5, 2020, in Cambridge, Mass., after she dropped out of the Democratic presidential race. (AP Photo/Steven Senne)
Elizabeth Warren

Njet zum Hilfspaket: die demokratische Senatorin Elizabeth Warren. Bild: AP

Stein des Anstosses für die Demokraten war ein 500-Milliarden-Dollar-Fonds, aus dem das Weisse Haus und Mnuchin mehr oder weniger nach Belieben hätte Geld verteilen können. Das wollten die Demokraten auch in Krisenzeiten nicht schlucken. Senatorin Elizabeth Warren erklärt, weshalb:

«Wir sind zum Schluss gekommen, dass sie (das Weisse Haus und Republikaner, Anm. d. Red.) einen gigantischen Fond für Grosskonzerne kreieren wollen. Keine Hilfe für die Angestellten und keine Hilfe für die Spitäler, und das kann es ja wohl nicht sein.»

Die Kritik der Demokraten ist berechtigt. Das zeigt das Beispiel der amerikanischen Airlines. Sie haben nicht nur sehr fette Jahre hinter sich, sie haben dank Trumps Steuerreform noch ein reichliches Dessert oben drauf erhalten. Dank happigen Dividenden und massiven Aktienrückkäufen haben davon jedoch vor allem die Reichen profitiert. Sollen sie erneut die Profiteure sein?

Wunden aus der Finanzkrise werden wieder aufgerissen. Damals sind die Banken vom Staat gerettet worden. Die Banker, die den Schlamassel verursacht hatten, landeten nicht etwa im Gefängnis, sondern konnten bald wieder die gewohnten Boni einstreichen. Millionen von ärmeren Amerikanern wurden derweil aus ihren Häusern verjagt.

FILE -In this Thursday, Oct. 13, 2016 file photo, U.S. Sen. Richard Burr, R-N.C. makes a comment during a live televised Senate debate with Democratic challenger Deborah Ross at UNC-TV studios in Research Triangle Park, N.C., Thursday, Oct. 13, 2016. Polls show Burr and Democrat challenger Deborah Ross are running neck-and-neck in a race that could help decide control of the senate. (AP Photo/Gerry Broome, Pool)

Wird des Insiderhandels verdächtigt: Senator Richard Burr. Bild: AP/AP

Auch in der aktuellen Krise bahnen sich ähnliche Skandale an. So haben die beiden republikanischen Senatoren Richard Burr und Kelly Loeffler Aktien im grossen Stil verkauft, nachdem sie Insider-Informationen erhalten hatten, wonach eine Pandemie wahrscheinlich geworden sei. In der Öffentlichkeit verbreiteten sie derweil Happy News, wonach alles in bester Ordnung sei.

Streit um Hilfspakete und Insiderhandel-Skandale sind das Letzte, was die USA nun brauchen können. Die Lage hat sich dramatisch zugespitzt. Die jüngsten Zahlen zeigen, dass das Coronavirus in den USA noch schlimmer wüten könnte als in Italien.

Das Land ist schlecht darauf vorbereitet. In New York, dem neuen Epizentrum von Covid-19, sind bereits alle Spitalbetten belegt. Bis das von Trump versprochene Armee-Sanitätsschiff eintreffen wird, werden noch Wochen vergehen.

Die Absurdität des amerikanischen Gesundheitssystem wird immer offensichtlicher. Millionen von Arbeitnehmern werden in den nächsten Tagen ihren Job verlieren. Weil ihre Krankenkasse an ihr Unternehmen gebunden ist, verlieren sie damit auch ihre Krankenversicherung – und das zu Zeiten einer Pandemie!

epa08314300 A bicyclist rides through Time Square in New York, New York, USA, 22 March 2020. This week New York Governor Andrew Cuomo issued a statewide shut down of all non-essential businesses and a ban on all non-solitary outside activities that is set begin on Sunday night in effort to stop the spread of the coronavirus.  EPA/Peter Foley

Bald schlimmer als Italien? Der menschenleere Times Square in New York. Bild: EPA

Derweil gibt es konservative Staaten wie Tennessee und Kentucky, die offenbar immer noch glauben, dass das Virus ein schlechter Scherz sei und sich weigern, die nötigen harten Massnahmen zu ergreifen. Ebenso ermuntern evangelische Pfarrer ihre Schäfchen dazu, sich weiterhin in den Kirchen zu versammeln. Gott werde es schon richten, trösten sie.

Dabei droht der Kollaps der Wirtschaft. Die Investmentbank Goldman Sachs prophezeit, dass das amerikanischen Bruttoinlandprodukt im zweiten Quartal um 24 Prozent schrumpfen werde. Finanzminister Mnuchin warnt von einer Arbeitslosenquote in der Höhe von mehr als 20 Prozent. Die Aktienkurse haben mehr als 30 Prozent von ihren Höchstwerten eingebüsst. Tendenz weiter fallend.

Und was macht der Präsident? Bis vor kurzem hat er die Gefahr des Coronavirus verniedlicht. Unvergessen sein Auftritt, wo er – begleitet von einer Wellenbewegung seiner kleinen Hände – vollmundig versprach, der Spuk werde im April «auf mirakulöse Weise» wieder verschwinden.

Nun will sich Trump als Kriegsherr profilieren. Sein Land «befinde sich im Krieg gegen einen unsichtbaren Gegner», erklärt er an den Pressekonferenzen, die er wieder täglich durchführt.

Selbstverständlich steht er selbst dabei immer im Mittelpunkt. Sein Vize Mike Pence – er ist eigentlich der Chef der Krisen-Taskforce – steht meist wie ein Ölgötze im Hintergrund, und wenn er sich einmal zu Wort meldet, dann bloss, um die herausragenden Taten seines Chefs zu lobpreisen.

epa08314287 US President Donald J. Trump speaks during a press conference on the Coronavirus crisis in the Brady Press Briefing Room of the White House in Washington, DC, USA, 21 March 2020. Trump announced the activation of the National Guard in Califronia, New York, and Washington states to assist against the spread of COVID-19 coronavirus.  EPA/JIM LO SCALZO

Steht wie ein Ölgötze hinter seinem Präsidenten: Vize Mike Pence. Bild: EPA

Ob die Amerikaner Trump seine Rolle als Kriegsherr abkaufen werden, bleibt abzuwarten. Zu lange hat er sie mit falschen Angaben in die Irre geführt. Ein Kriegspräsident muss zudem seinem Volk auch unangenehme Fakten unter- und gleichzeitig Empathie verbreiten. Dazu ist der pathologische Narzisst Trump schlicht nicht in der Lage. Seine Auftritte stehen nach wie vor unter dem Motto: «Ich allein kann es richten.»

Trumps Kriegsherr-Pose hat auch eine beängstigende Seite. Wie weit wird er in dieser Rolle gehen? In Ungarn hat Premierminister Viktor Orban Covid-19 dazu missbraucht, per Notrecht die Demokratie ausser Kraft zu setzen und sich diktatorische Macht zuzuschanzen. Das Parlament kann seine Weisungen nur noch durchwinken. Journalisten, die seine Massnahmen kritisieren, können für fünf Jahre ins Gefängnis geworfen werden.

In Israel klammert sich Premierminister Benjamin Netanjahu ebenfalls mit allen Mitteln an seine Macht und hat das Coronavirus zu einem kalten Staatsstreich missbraucht. Das könnte auch Trump auf dumme Ideen bringen.

Von «Es geht weg» bis «Okaaaay» – Trump über Coronavirus

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 24.03.2020 07:48
    Highlight Highlight Immer wird Einem hier vorgeworfen, man wolle die Corona-Krise für seine eigenen politischen und wirtschaftlichen Zwecke und Interessen instrumentalisieren.
    Dabei instrumentalisieren gerade Diejenigen, die solchermassen reklamieren, die Krise!
    Sie wollen nämlich, dass wir unsere Gehirnaktivitäten herunterfahren und Joga-mässig dasitzen und meditieren, währenddem sich draussen dramatische Dinge abspielen, die noch vor Kurzem niemand für möglich gehalten hätte!
    Die Veränderungen passieren -wie immer- im zweischneidigen, Janusköpfigen Sinne, und alle versuchen ihr Süppchen damit zu kochen...
  • homo sapiens melior 24.03.2020 04:44
    Highlight Highlight Er wollte in die Geschichte eingehen. Das wird er. Als dümmster Präsident der einst grössten Nation. Als Präsident des Untergangs. Und als Präsident der Toten.

    Überleben die USA diese Krise als Weltmacht? Oder war's das jetzt und China füllt das Vakuum?

    (Das Zeichen am Schluss der letzten beiden Sätze nennt man "Fragezeichen". Es kennzeichnet eine Frage und nicht eine Prognose oder Meinung.)
    • rodolofo 24.03.2020 07:57
      Highlight Highlight Mein Tip: Afrika wird gewinnen.
  • Barthummel 24.03.2020 00:27
    Highlight Highlight Man muss nicht weit über die Grenzen schauen, um ein mulmiges Gefühl zu bekommen. In Deutschland werden Familien auf dem Weg zu ihrem Ferienhaus von der Polizei angehalten und aufgefordert umzudrehen. In Luzern wird man um sechs Uhr Morgens alleine(!) im Auto auf dem Weg zur Arbeit ebenfalls von der Polizei kontrolliert und gefragt, ob man zwingend unterwegs sein muss. Was soll das?
    Es besteht in beiden Ländern keine Ausgangssperre!
    Es gilt in diesen Zeiten äusserst wachsam zu bleiben und nicht in einen Obrigkeitshörigkeit zu verfallen, in der wir naiv alles stillschweigen akzeptieren.
    • Stirling 24.03.2020 07:14
      Highlight Highlight "...nicht in einen Obrigkeitshörigkeit zu verfallen,..." gehts noch? Deine Rebellionn kannst du gern ein anderes Mal ausleben.
      Aber momentan gilt es ernst. Jede Bewegung und jedes Zusammentreffen von Menschen könnte ein Leben kosten.
      Es sind zwar aktuell nur Empfehlungen, aber wenn die Regierung anordnet, dann wäre es für dich besser, wenn du Obrigkeitshörig bist, sonst landest du ins Gefängnis.
    • rodolofo 24.03.2020 07:59
      Highlight Highlight Die Antwort von "Stirling" bestätigt Deine Befürchtungen...
    • Barthummel 24.03.2020 10:53
      Highlight Highlight @Stirling
      Ich weiss nicht, ob ich bei deinem Kommentar verzweifelt loslachen oder ungläubig weinen soll. Genau diese/deine unreflektierte, von Angst geprägte Haltung ist brandgefährlich für eine Demokratie und unsere Bürgerrechte!

      Ich empfehle dir, dich mit dem Thema etwas intensiver auseinanderzusetzen und dich gerade in diesen Zeiten, nicht ausschliesslich auf die Corona-News zu beschränken, sonder dich in Geschichte und Politik etwas weiterzubilden. Zeit dafür sollte ja reichlich vorhanden sein.





  • banda69 23.03.2020 22:28
    Highlight Highlight Man erinnere sich: Lauthals hat sich dieser Rechtspopulist als Mann des Volkes verkauft.

    Kommt mir irgendwie bekannt vor.
  • Beat-Galli 23.03.2020 21:40
    Highlight Highlight Wenn ein Besitzer oder Aktionär Hilfe für seine Firma beantragt soll zuerst mit seinem Privatvermögen helfen, so bis vielleicht 10mio (inklusiv den steuerbefreiten Gelder in irgendwelchen Hilfsfonds)
    Wenn dies der Fall ist, könnte eine Staatsrettung ok sein.

    Und sonst sollen die Reichen zusehen wie Ihr Besitz in Schall und Rauch ganz untergeht!!!
  • Daniel Martinelli 23.03.2020 19:00
    Highlight Highlight Der Senat sollte mal lieber schauen, dass sie diesen orangen Idioten los werden. Der bringt es noch fertig und zettelt mit China einen echten Krieg an - den er definitiv verlieren wird.
    Der Mann ist nicht mehr ganz dicht.
    • Alteresel 24.03.2020 17:43
      Highlight Highlight Na ja, der tropft schon lange!
  • Dominik Treier 23.03.2020 18:40
    Highlight Highlight Naja die USA sind nur Extrembeispiel eines Trends der die Gesellschaften aller Länder schon lange massiv belastet.

    Der Neoliberalismus führt in Kombination mit der Globalisierung zu massiven Machtgewinnen derer die Geld haben und die bürgerliche Mitte und Rechts, agierten seit Jahren wie deren Schosshündchen.
    Wer sich am meisten Lobbyisten zum Jammern leisten kann erhält am Meisten, dabei müsste es eher umgekehrt sein.

    Schlussendlich geht der Mittelstand zu den Rechtpopulisten, die irgendwelche Minderheiten beschuldigen obwohl oben einfach die Zeche nicht bezahlt werden.
  • Himan 23.03.2020 18:27
    Highlight Highlight Echt interessant finde ich folgendes...
    Roche hat eine Maschine die 4000 tests pro tag machen kann...

    Trump lobt die Roch; what a great company

    Usa lassen im schnellverfahren zulassung für eine Maschine durch welche schnelle resultate generiert.

    Frage an Herr Koch haben die Amis uns die Technik wegeklauft?
    • äti 23.03.2020 22:44
      Highlight Highlight Nun, du redest von einem Prototypen. Für 4000 Test braucht es ebensoviel Test-Sets. Die Schweiz macht pro Tag >6000 Tests.
    • homo sapiens melior 24.03.2020 04:39
      Highlight Highlight Die Schweiz macht jetzt auch mehr Tests, liefert aber auch an die USA. Es wäre sehr (!) dumm, eine solche Entwicklung in nur einer Nation egoistisch zurückzuhalten. CH gehört jetzt weltweit zu den Ländern, die am meisten testen.
      Abgesehen davon können nicht alle Teile für den Test in CH selbst hergestellt werden und andere Teile dafür sind aktuell gerade rarer. Sonst könnte man noch ein paar Tests mehr machen.
      Was die "Maschine" in den USA mit Roche zu tun hat, weiss ich nicht. Aber der Roche-Test zu Covid kann auf bereits existierenden Maschinen durchlaufen. Dafür braucht es keine neuen.
  • Gawayn 23.03.2020 18:07
    Highlight Highlight Clowns gehören in den Zirkus
    Donald in Kinderkomics
    Beide gehören NICHT ins Parlament!

    So lange die Wirtschaft brunmte, was keines Falls Trumpels Verdienst war,
    War es selbst für einen inkompetenten Irren wie Trump kein Problem den Presi zu mimen.

    Aber jetzt ist Weitsicht, clevere Planung und entschloßenes für das Volkswohl handeln gefragt.

    Kein Twitter kein bescheißen, auch keine verlogenen großen Reden in Gossensprache benötigt

    Tja Donaldchen... was nun?....
    • rodolofo 24.03.2020 08:06
      Highlight Highlight Dass die Leute Komiker und 3.klassige Schauspieler ins Präsidentenamt wählen, ist ja nicht neu.
      Und wenn die Autoritäten zu wenig komisch sind, sorgen Viktor Giacobbo und seine Komiker-Kollegen dafür, dass wir lustigere Doubles von ihnen erhalten, über die wir dann herzhaft lachen können.
      Dass man aber auch einen Clown und 3.klassigen Schauspieler, wie Donald Trump, immer noch lustiger doubeln kann, beweist Trevor Noah immer wieder aufs Neue.
      Trevor Noah for President!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 25.03.2020 06:42
      Highlight Highlight Eigentlich sollte man Trump durch Anthony Atamanuik ersetzen.
      Die Trumpisten würden es ohnehin nicht merken, die Politik würde sich schlagartig verbessern, während sich der Rest der Welt über eine großartige Trump-Persiflage amüsieren könnte. 😂
      Play Icon
  • BlickvonAussen 23.03.2020 17:57
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass Trump mit seinem Vorschlag durchkommt.

    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber."

    In einer Demokratie ist Dummheit nicht verboten, dass heisst nicht, dass man dafür Sympathie empfinden muss. Es gibt ja immer noch die Bibel und die Nationalhymne als Trost. Für viele reicht das völlig zur Erfüllung des amerikanischen Traums.
  • Hanjo 23.03.2020 17:35
    Highlight Highlight Finde es aber zumindest mal schön, dass die religiösen Fundis sich selbst eliminieren wollen...
  • Em Den 23.03.2020 17:18
    Highlight Highlight Wie war das mit dem freien Markt nochmals?
    • 7immi 23.03.2020 18:23
      Highlight Highlight Der freie Markt regelt sich in normalen Zeiten grösstenteils selbst. In Krisen muss aber wie bei allen Systemen eingegriffen werden. Konkurrierende Systeme zum freien Markt benötigen auch in normalen Zeiten Eingriffe...
    • Dominik Treier 23.03.2020 18:50
      Highlight Highlight Der freie Markt und dessen heilige Selbstregulierung ist ein Mythos! Natürlich reguliert sich der Markt selbst, aber das muss in keinster Weise so geschehen, dass das ganze weiterhin verträglich für eine funktionierende Gesellschaft ist und das ist es auch oft nicht, denn der Markt funktioniert nur so logisch und berechenbar wie die Menschen, also gar nicht!
      Viel mehr kommt es sehr auf Ängste, Abhängigkeiten und Machtverhältnisse an und mit dem faktischen Arbeitszwang, den wir heute immer noch haben, kann auch kein Einzelner sagen, er mache in diesem zerstörerischen System nicht mit.
  • Holladihoo 23.03.2020 17:13
    Highlight Highlight Leute die in die geschlossene gehören, sollten nicht gewählt werden können.
  • solum 23.03.2020 16:57
    Highlight Highlight Das Corona-Virus und seine wirtschaftlichen Folgen wird weltweit wohl zu einer der grössten finanziellen Umverteilung führen. Ich bezweifle sehr, dass dies weder gerecht noch rational ablaufen wird.
    • 7immi 23.03.2020 18:26
      Highlight Highlight Eine Umverteilung ist objektiv betrachtet nie gerecht... Es gibt immer Gewinner und Verlierer.
    • Dominik Treier 23.03.2020 18:57
      Highlight Highlight Das stimmt aber so nicht! Natürlich ist eine Umverteilung gerecht und dazu muss sie nicht einmal perfekt und 100%ig genau nach irgendwelchen angeblichen Bedürfnissen ausgerichtet sein, denn das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun.

      Die Frage ob sie gerecht ist hängt nur damit zusammen, ob die die es am nötigsten haben genug bekommen um zumindest ein anständiges Leben führen zu können und ob die Ungleichheit die all die Probleme verursacht insgesammt reduziert werden konnte, ohne das jemand deswegen hätte seinen Lebensstandard unnötig einschränken müssen.
  • Scarrus 23.03.2020 16:47
    Highlight Highlight "Ob die Amerikaner Trump seine Rolle als Kriegsherr abkaufen werden, bleibt abzuwarten." Oh das werden die, zusammen mit einer fetten portion Pommes. BBQ Sauce kommt auch noch hinzu!
  • Herbibi 23.03.2020 16:11
    Highlight Highlight Ich hatte schon Hoffnung, dass Trump endlich begriffen hat, dass er jetzt seinem Volk helfen muss und kann. Er könnte mit weisen, gerechten und entschlossenen Massnahmen vielleicht sogar seine Präsidentschaft retten. Und er würde als der Retter in der Coronakrise in die Geschichte eingehen. Aber es sieht so aus, als würde er es auch diesmal vermasseln. (Tönt als wäre ich Trumpfan. Das nicht, aber ich mag Amerka)
  • Kiro Striked 23.03.2020 15:48
    Highlight Highlight Man darf hier aber nich vergessen:
    Das Ganze Amerikanische System, so wie es jetzt ist. Ist das Resultat von Jahrzehntelanger gewollter Korruption.

    Die Situation, so wie sie jetzt ist, haben sich alle Amerikaner seit Generationen irgendwo auch selbst angetan und das schlimmste? Immernoch wählen die Leute Menschen wie Trump.

    Immernoch ist man nicht weiter als ein nicht funktionierendes "2-Parteien" System. Ich finde es Traurig, für jeden "modern" denkenden Menschen dadrüben, aber alle anderen ernten jetzt einfach nur das, was man Jahrzehnte mit sich machen liess.
    • Todesstern 23.03.2020 21:54
      Highlight Highlight "Ist das Resultat von Jahrzehntelanger gewollter Korruption."

      Ja und der Rest der Welt ist so dumm und macht diesen Mist auch noch nach... 🤦‍♂️
  • Snowy 23.03.2020 15:45
    Highlight Highlight Und genau dies, dass die Pandemie als Vorwand zum Abbau demokratischer Rechte missbraucht wird, macht mir wirklich Angst.
  • Amboss 23.03.2020 15:20
    Highlight Highlight Da war ja aber noch eine bedeutende Anzahl Republikaner (6 von 53), die da auch nicht zugestimmt hat...
    Was war denn da los?
    • Philipp Löpfe 23.03.2020 15:55
      Highlight Highlight Ein paar sind in Quarantäne, z.B Ron Paul
    • Fichtenknick 23.03.2020 17:15
      Highlight Highlight Rand Paul, nicht Ron.
    • blueberry muffin 23.03.2020 17:38
      Highlight Highlight Gibt immer noch Republikaner, die gegen jegliche Staatshilfen sind. Und Rand Paul, der gegen jegliche Staatshilfen ist aber auch den Afghanistan Rueckzug reinquetschen will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Silie 23.03.2020 15:08
    Highlight Highlight Mal wieder so ein Beitrag wo ich auf ein paar konservative Analysten warte, die das Gebaren ebenfalls auseinander nehmen und die andere Seite der Medaille aufzeigen.

    Ich könnte mir ebenfalls vorstellen, dass die Demokraten sich nicht die Butter vom Brot stehlen lassen wollen. Es ist Wahljahr... Mal warten was die sagen.
    • FrancoL 23.03.2020 15:43
      Highlight Highlight Darum haben auch Republikaner sich da negativ eingebracht. Du hast eine eigne Logik.
    • Tag ohne Sonne 23.03.2020 15:46
      Highlight Highlight Sille eine ganz einfache Frage:
      Warum war es 47 - 47? Wenn doch die Reps 53 Sitze haben und die Dem 45 + zwei Unabhängige?
      Bedeutet doch das 6 Reps gar nicht Abstimmten. Warum wohl?
      Können Sie es mir sagen?
    • Herbibi 23.03.2020 15:51
      Highlight Highlight Diese konservativen “Analysten“ werden Sie garantiert auf Foxnews finden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 23.03.2020 14:57
    Highlight Highlight Jede Wette, dass das orange Grossmaul dieses Patt als Dolchstoss der unpatriotischen Demokraten gegen den grossen, nein grössten Feldherrn Donald dem Unerreichbaren darstellen wird.

    Aber mal ehrlich: So einen Plan zur Nothilfe sollte man nicht von einem empathielosen Banker wie Mnuchin erstellen lassen. Bin nicht überrascht, dass das Resultat selbst in einer Notlage keine Mehrheit findet. Komplett falsche Prioritäten - und Krisenmanagement als Gelegenheit zur Bereicherung: Das könnte dem Donald im November noch um die Ohren fliegen. Zu gönnen wäre es ihm.
    • Tag ohne Sonne 23.03.2020 15:43
      Highlight Highlight Aber die frage müsste doch sein. Warum ein Patt wenn doch die Reps eine Mehrheit im Kongress haben! Haben sich einige seiner Reps der Abstimmung enthalten?
      Aber wie es scheint will man lieber die DEM verteufeln anstatt sagen was Fakt ist. Das sogar seine Reps nicht hinter dem Rettungspacket stehen.
    • Magnum 23.03.2020 17:09
      Highlight Highlight 47:47 macht 94 - der Senat war nicht komplett, weil einige Mitglieder sich in Selbstquarantäne begeben haben. Ob von der GOP mehr nicht erscheinen konnten als von den Demokraten, entzieht sich meiner Kenntnis.

      Für den selbsternannten Kriegspräsidenten Trump ist das jedenfalls ein Schiffbruch noch vor dem Ablegen...
  • Lowend 23.03.2020 14:52
    Highlight Highlight Mir tun meine Amerikanischen Freunde leid! Keiner von denen hat Trump gewählt, aber nun müssen sie alle unter den Auswirkungen der tiefen Spaltung der USA leiden.

    Sie schreiben mir, wie verrückt einige Menschen in dieser Krise schon geworden sind. Während die einen helfen, wo sie können, kaufen die anderen die Gun Shops leer! Muss echt beängstigend sein!
    • Auric 23.03.2020 15:34
      Highlight Highlight Die haben alle "Nine meals to anarchy" gelesen
    • Lowend 23.03.2020 16:00
      Highlight Highlight Trump Wähler die lesen? Der Witz ist gut! 🤣
    • roger_dodger 23.03.2020 16:38
      Highlight Highlight Trump hat ja gesagt wir sind im Krieg, die einen Amis interpretieren dass halt direkt! Das haben Sie nun davon dass jeder Vollpfosten eine Waffe kaufen kann, wird vielleicht wenns hart kommt mehr Schusswaffentote als Corona-Tote geben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tag ohne Sonne 23.03.2020 14:42
    Highlight Highlight Sorry, aber wenn ich so was lese, geht mir der Hut hoch!
    Bundesstaaten die nicht tun wollen, Prediger die glauben mit Beten könne man sich vor Corona Schützen!
    Das hat man bei der Pest auch gedacht und dann war 2/3 der Gemeinde weg!
    Das die Dem Trump und die Regierung Verdächtigen nur die Reichen Finanziel helfen zu wollen. Das Verstehe ich bestens. Bis jetzt hat Trump für seine Armen Wähler nichts gemacht ausser Erzählen wie toll er für sie sei. Aber eben nur Lafere statt liefere!
  • Neemoo 23.03.2020 14:41
    Highlight Highlight "Trumpel" das wird dein Genickbruch sein!
    • Auric 23.03.2020 15:43
      Highlight Highlight du liest zuviele Beiträge von @Loepfe
    • Scaros_2 23.03.2020 15:46
      Highlight Highlight Nein wird es nicht. Die glauben ihm am schluss noch, dass es die Demokraten waren.
    • NullAchtFünfzehn 23.03.2020 17:12
      Highlight Highlight @Mr. Goldfinger: Man wird doch wohl noch hoffen dürfen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 23.03.2020 14:31
    Highlight Highlight Nicht mit einem Impeachment aus dem Amt gehoben..

    ..aber vom Covid-19 schlussendlich aus dem Amt gejagt.

    Denn,
    wie will ein Hohlkopf die USA durch eine Pandemie führen, wenn er einfachste Zusammenhänge nicht auf die Reihe kriegt.
    • lilie 23.03.2020 16:15
      Highlight Highlight Deine Worte in Gottes Ohr, liebster @N.Y.P.!

      Wenn bloss das Chaos, das der SARS-CoV-2 in den USA anrichten wird - die sind deutlich hinter Europa her, und selbst bei uns ist der Peak noch nicht erreicht - nicht dazu führt, dass die Leute sagen: Jetzt bloss kein Wechsel, das gibt nur noch mehr Unruhe!

      Dieser Virus rüttelt die Welt in jeder Hinsicht mehr auf als es auch die am grössten angelegte Klimajugendaktion jemals schaffen wird. 😳
    • N. Y. P. 23.03.2020 16:53
      Highlight Highlight @lilie,
      ich bin wirklich, wirklich richtig froh, bin ich hier in der Schweiz. Unsere Exekutive macht einen richtig guten Job zur Zeit.
      Ich hoffe, die Legislative funkt jetzt nicht rein und lässt den BR ihren Job tun.

      Was es nach der Pandemie aber zu klären gilt : Ist der Föderalismus bei einer Pandemie eher hinderlich, als förderlich ? Ich denke hinderlich.

      Auch sollten die Strukturen (noch) besser optimiert werden, wenn dann in 20 oder 30 Jahren der nächste Supervirus auftaucht.

      Auch was die finanzielle Hilfe betrifft, sind wir auf dem linken Fuss erwischt worden.
    • lilie 23.03.2020 17:29
      Highlight Highlight @N.Y.P.: Ich teile deine Meinung. Ich finde, der Bundesrat macht das fantastisch. Der Virus wird nicht einfach zu besiegen sein, vielleicht sogar gar nicht. Und am wenigsten die Schweiz allein. Aber wir tun unser bestes, in unserer Art.

      Ich halte den Föderalismus insofern für sinnvoll, als dass die besonders betroffenen Kantone schon früh eigene Massnahmen ergreifen konnten. Zudem musste der BR nicht alles allein entscheiden.

      Warum findest du ihn eher hinderlich?

      Und warum sind wir mit der finanziellen Hilfe auf dem falschen Fuss erwischt worden? Da scheints keine Probleme zu geben. Oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 23.03.2020 14:27
    Highlight Highlight Das Coronavirus ist ein echter Eignungstest für die Tauglichkeit von Politikern.

    Bis heute haben Trump, Netanyahu, Orban, Duterte und Xi Jinping den Test ebenso wenig bestanden wie die Regierung Italiens, die sich zum Tanzbären Chinas degradieren lässt. Auch für Boris Johnson sieht es finster aus. Eine grosse Klappe und Populismus ersetzen kein Urteilsvermögen und Augenmass.

    Ganz ehrlich: Der Bundesrat macht verglichen mit diesen Polit-Horrorclowns seine Arbeit sehr passabel. Substanz statt Show.
    • FrancoL 23.03.2020 15:55
      Highlight Highlight Ja Magnum wenn man da zb IT mit der Schweiz vergleicht und vom chinesischen Tanzbären spricht, dann den BR lobt dann ist das schwer verständlich oder Du hast keine grosse Ahnung von der italienischen Politik. Am Schluss könnte Ich mir gut vorstellen dass der Verlauf der Pandemie in IT und der Schweiz sich kaum unterscheidet. IT hat praktisch die gleichen Stufen wie die Schweiz in der Bekämpfung eingesetzt. IT leidet mehr nicht wegen den Entscheiden, sondern wegen dem maroden System im Gesundheitswesen. Und betrachten wir das Tessin, so ist der gleiche Verlauf offensichtlich.
    • Yolo 23.03.2020 16:23
      Highlight Highlight Populismus ist auch nur als Schönwetterprogramm tauglich.
    • johnnygonewild 23.03.2020 16:38
      Highlight Highlight Ja. Der Bundesrat macht aktuell einen guten Job, insbesondere Alain Berset und Ueli Maurer haben am Freitag sehr überzeugt: Vernünftige und praktikable Massnahmen treffen. Und gesunden Menschenverstand walten lassen.
      Ehrlichkeit statt grosse Ankündigungen, die nicht zu Ende gedacht sind.
      Die Folgen einer Ausgangssperre und eines wirtschaftlichen Total-Shutdowns wären langfristig viel schwerwiegender: psychologisch, kollektiv, wirtschaftlich.
      Die Schweiz hat das Potenzial, die Strategie des BR umzusetzen. Die allermeisten von uns setzen es ja um. Und darauf können wir stolz sein.
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  • De-Saint-Ex 23.03.2020 14:22
    Highlight Highlight Und dann wundert man sich über all die kursierenden Verschwörungstheorien? Wie bei einem Verbrechen muss auch hier die Frage gestellt werden müssen... wer profitiert von dieser Krise? Würde mich zumindest nicht wundern, wenn dies den Beginn einer neuen Welt“Ordnung“ darstellt.
    • T13 23.03.2020 15:07
      Highlight Highlight Generell profitieren vorwiegend die reichen von solchen Umständen.
      Kleine Unternehmen / Unternehmer können die finanzielle belastungen oft nicht tragen was zu freien Plätzen aum Markt führt.
    • Juliet Bravo 23.03.2020 16:09
      Highlight Highlight Sorry De-Saint-Ex, aber du verfällst genau auch der Logik von Verschwörungstheorien. Zuerst mit der leidigen Qui bono (wem nützts) Frage und dann mit dem Kampfbegriff der VTLer: Neue Weltordnung.
    • De-Saint-Ex 23.03.2020 16:51
      Highlight Highlight Und der Abbau von demokratischen Rechten weltweit... kein Problem? Weltordnung nur ein „Kampfbegriff? Nun, in der Schweiz hat sich das Parlament selbst aus dem Rennen genommen (oder vor der Verantwortung gedrückt?). Das Narrativ dieser Krise wird entweder überhaupt nicht hinterfragt, und wenn doch, dann gleich als Verschwörungstheorie abgetan. Sorry, aber mir werden hierzu viel zu wenig Fragen gestellt. Führt bei mir nun mal zu einem unguten Gefühl. That‘s all I‘m saying.
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  • Walter Sahli 23.03.2020 14:17
    Highlight Highlight Aber Herr Löpfe, wenn Ihr Test so negativ gewesen wäre, wie der von Trump - Ärzte sagen, so einen perfekt negativen Test hätten sie noch nie gesehen! Er sei grossartig negativ gewesen! Und gross und schön negativ! - würden Sie auch glauben, dass Sie den Virus alleine überwältigen können.
    • lilie 23.03.2020 18:43
      Highlight Highlight @Walter Sahli: Der Test war wahrscheinlich so negativ, dass er nur mit einer irrationalen Zahl dargestellt werden konnte. 😜

Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

Was haben die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in den letzten Wochen geleistet?Viele erleben, dass ihr Berufsalltag …

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