Wirtschaft
Banken

Bundesrat will Steuerabzüge bei Bank-Bussen überprüfen

Fall CS

Bundesrat will Steuerabzüge bei Bank-Bussen überprüfen

14.06.2014, 10:0214.06.2014, 14:48

Im Wesentlichen verweist der Bundesrat auf einen Bericht, den er erst noch erstellen will. Es sei «sinnvoll, die Frage der steuerlichen Behandlung von Bussen oder finanziellen Verwaltungssanktionen natürlicher und juristischer Personen bei Bund und Kantonen vertieft zu prüfen», schreibt er in seinen am Freitag publizierten Antworten auf mehrere Vorstösse.

Den fraglichen Bericht verlangt SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer (BL) in einem Postulat, welches der Bundesrat bereits Ende April zur Annahme empfahl. Ob das Gesetz allenfalls geändert werden müsse, wolle er darin aufzeigen, schreibt der Bundesrat.

Was ist abzugsfähig, was nicht?

Der Nationalrat entscheidet am kommenden Mittwoch in einer «aktuellen Debatte», ob er den Vorstoss überweisen will. Was die steuerliche Abzugsfähigkeit von finanziellen Sanktionen betreffe, teile er die Haltung der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), wonach eigentliche Bussen mit Strafcharakter nicht abzugsfähig seien, heisst es darin.

Grundsätzlich abzugsfähig sind aber nach gängiger Praxis finanzielle Sanktionen, die den Charakter einer Gewinnabschöpfung haben, wie der Bundesrat feststellt. Nach Ansicht der CS wären demnach rund 800 Millionen Dollar der Busse in der Höhe von 2,8 Milliarden Dollar abzugsfähig. (egg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Desaströs»: Die Schweizer Industrie schlägt Alarm – weil Meloni einen auf Trump macht
Auch das noch: Nach dem Zollhammer des US-Präsidenten ist die heimische Industrie mit einem neuen Exportproblem konfrontiert. Auf dem Spiel stehen 1 Milliarde Franken.
Bemerkt hatte das Ungemach zuerst niemand, weder die zuständigen Bundesämter noch die Wirtschaftsverbände noch die Unternehmen. Erst als Anfang Januar die ersten Meldungen aus Italien eintrafen, wurde der Schaden für die Schweiz sichtbar, der mit dem neuen Finanzgesetz aus Rom droht. Ohne Anpassung wird der Schweizer Maschinenexport faktisch vom italienischen Markt ausgeschlossen.
Zur Story