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Trotz Griechenkrise: Der UBS-Präsident sieht Licht am Ende des Euroschwäche-Tunnels

05.07.2015, 06:1805.07.2015, 16:19

Trotz Turbulenzen um Griechenland zeigt sich UBS-Präsident Axel Weber zuversichtlich für die Zukunft der europäischen Wirtschaft. Er rechnet mit einer Erholung in der Eurozone in den kommenden zwei Jahren. Das dürfte den Druck auf den Schweizer Franken abschwächen.

Das Problem des starken Schweizer Frankens löse sich «letztlich nur, wenn Europa zu neuem Wirtschaftswachstum und neuer Dynamik gelangt», sagte Weber in einem Interview, das in der Zeitung Zentralschweiz am Sonntag erschien. Eine solche Erholung dürfte laut Weber bald einsetzen.

«Es besteht also Hoffnung, dass sich im kommenden Jahr einige Probleme lösen könnten. Das würde auch den Druck auf den Schweizer Franken reduzieren.»
Axel Weber

«Die politischen und die fiskalpolitischen Massnahmen, die ergriffen wurden, zeigen erste Wirkung», sagte er. Europa sei im ersten Quartal stärker gewachsen als die USA. «Es besteht also Hoffnung, dass sich im kommenden Jahr einige Probleme lösen könnten. Das würde auch den Druck auf den Schweizer Franken reduzieren.»

Gutes Zeugnis für die SNB von UBS-Präsident Weber.
Gutes Zeugnis für die SNB von UBS-Präsident Weber.Bild: KEYSTONE

Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stellt Weber, der vor seinem UBS-Engagement Präsident der Deutschen Bundesbank war, ein gutes Zeugnis beim Umgang mit dem starken Franken aus. Sie habe in den vergangenen Monaten gut gearbeitet. «Der Entscheid, den Mindestkurs aufzuheben, war aus meiner Sicht richtig.» Auch die Negativzinsen zeigten Wirkung. Diese dürften aber nicht zu lange bestehen bleiben.

Zweifel am Swiss Finish

Weiter äusserte sich Weber zur Bankenregulierung. Er sei dafür, dass die Schweiz zu den Ländern mit den besten internationalen Standards zählen solle. «Ob die Schweiz nun immer noch einen Schritt weiter gehen soll und einen sogenannten Swiss Finish anstreben muss, das bezweifeln wir», sagte er.

«Absolut gute Sache»: CS-CEO Thiam über Regulierungen.
«Absolut gute Sache»: CS-CEO Thiam über Regulierungen.Bild: SUZANNE PLUNKETT/REUTERS

Am Samstag hatte sich der neue Chef der Credit Suisse, Tidjane Thiam, auffallend wohlwollend zur Regulierung geäussert, die sonst in Bankenkreisen immer wieder wegen hohen Kosten kritisiert wird. «Sie ist grundsätzlich eine absolut gute Sache», sagte Thiam. Zu Details äusserte er sich indes nicht. (kad/sda)

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Mit der Gründung ihres Gemeinschaftsunternehmens haben AZ und NZZ ihre Kräfte gebündelt und damit den Grundstein gelegt für eine erfolgreiche Weiterentwicklung ihres Regionalmediengeschäfts sowie den Aufbau einer starken Marktposition von CH Media im Entertainment-Bereich. Die ursprüngliche Vereinbarung unter den Partnern sah vor, dass AZ mittelfristig die Mehrheit an CH Media übernehmen kann, während NZZ die Möglichkeit zustand, ihren Anteil an AZ zu verkaufen. Die beiden Aktionäre haben in den letzten Monaten partnerschaftlich über die zukünftige Governance und die Eigentumsverhältnisse von CH Media verhandelt. Dabei wurde entschieden, dass AZ die Mehrheit an CH Media übernimmt und NZZ ihren Anteil auf 35 % reduziert. Mittelfristig steht es beiden Aktionären frei, die restlichen NZZ-Anteile zu kaufen respektive zu verkaufen.

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