Wirtschaft
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Stresstest nur mit Auflagen bestanden: Credit Suisse mit neuem Problem in den USA



Die Grossbank Credit Suisse (CS) hat den zweiten – wichtigeren – Teil des US-Stresstests nur mit Auflagen bestanden. Dies teilte die US-Notenbank Fed am Donnerstag (Ortszeit) mit. Insgesamt mussten sich 18 grosse Finanzinstitute der Prüfung unterziehen.

Tidjane Thiam, CEO of Switzerland's bank Credit Suisse (CS), reacts during the general assembly at the Hallenstadion in Zurich, Switzerland, Friday, April 26, 2019. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Probleme in den USA: Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam. Bild: KEYSTONE

Das Urteil «bestanden mit Auflagen» bekam die CS, weil die US-Aufseher mit der Schweizer Grossbank nicht ganz zufrieden waren. Sie bemängelten Schwächen im Prozess der Kapitalplanung. Die Credit Suisse kündigte noch in der Nacht auf Freitag an, die Mängel bis zu Fristsetzung im Oktober beheben zu wollen.

Die UBS bestand den Stresstest der Amerikaner ohne Auflagen. Die Deutsche Bank, bei der Experten gewisse Zweifel am Bestehen des Tests geäussert hatten, kam bei dem zweiten Teil des US-Stresstests diesmal ebenfalls ohne Auflagen durch. Der Test der US-Tochter des grössten deutschen Geldhauses habe gezeigt, dass das Institut deutliche Fortschritte erzielt habe, hiess es.

Rückgewinnung von Flexibilität

Damit kann der Finanzkonzern aus den Vereinigten Staaten künftig wieder Geld zur Muttergesellschaft in Frankfurt überweisen, ohne die Fed fragen zu müssen. Im vergangenen Jahr war die Bank als einziges Institut durchgefallen und hatte seitdem diese Bedingung erfüllen müssen.

Die Ergebnisse der ersten Runde der jährlichen Belastungsprobe waren vor einer Woche veröffentlicht worden. Insgesamt mussten sich dieses Mal 18 in den USA aktive in- und ausländische Institute der Prüfung stellen, im vergangenen Jahr waren es noch 34 gewesen.

Mit dabei waren auch die Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley, JP Morgan und die Bank of America. Aus dem Ausland wurden neben Deutscher Bank und Credit Suisse auch deren Schweizer Konkurrentin UBS, die kanadische Toronto-Dominion-Bank und den US-Ableger der britischen Barclays Bank unter die Lupe genommen. (sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • TheOnlyZeus 28.06.2019 10:35
    Highlight Highlight Einfach nur schlimm diese Bank. Und das sage ich als früherer Mitarbeiter.

    Das Schlimmste: es gefiel mir alles in allem wirklich gut. Hatte gute Leute im Team, gute Atmosphäre. Aber Weiterentwicklung etc. kann man (mittlerweile) vergessen. Gibt pro forma einen PDP (Personal Development Plan), der natürlich keine wirkliche Bedeutung hat.

    Schlussendlich wurde ich, wie so viele, "aus Umstrukturierungsgründen freigesetzt". Obwohl es einige gute Leute dort hat, wünsche ich der Bank alles Schlechte.

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