Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ratingagenturen

Trotz Steuerstreit mit den USA: Bestnote «AAA»für die Schweiz 



Die Schweiz bleibt für die Ratingagentur Standard & Poor's ein Musterschülerin. Die US-Agentur bestätigte am Freitag die Bestnote «AAA» mit stabilem Ausblick. Damit bleiben die Bundesobligationen eine sichere Anlage für Investoren.

Die hohe Bewertung verdanke die Schweiz einer gut aufgestellten, wettbewerbsfähigen und diversifizierten Wirtschaft, teilte Standard and Poor's (S&P) am Freitag mit. Das Land verfüge zudem über eine starke Aussenposition und sei geldpolitisch flexibel. Die Schweizer Behörden betrieben eine umsichtige Geldpolitik.

Steuerstreit als Herausforderung

Die Schweizer Wirtschaft sei in der Zukunft gut gegen einen möglichen makroökonomischen Schock gewappnet. Allerdings würden Verschiebungen im internationalen Finanzsektor und Steuerabkommen das Land schwächen. Das harte Vorgehen im Ausland gegen Steuersünder fordere den für die Schweizer Wirtschaft wichtigen Bankensektor heraus. Kleinere Banken, die stark im Hypothekargeschäft tätig sind, seien zudem bei steigenden Immobilienpreisen Risiken ausgesetzt.

S&P glaubt aber an die Zukunft des Bankenplatzes Schweiz. Weltweit habe die Bankenindustrie als einzige die höchste Punktzahl erreicht. Die Banken seien nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen und die Vorschriften  seien nach der weltweiten Finanzkrise verschärft worden.

Die Schweiz wird von allen drei grossen Ratingagenturen S&P, Moody's und Fitch mit dem höchsten Kreditrating ausgezeichnet. Nebst der Schweiz werden in Europa auch Deutschland, Grossbritannien, Schweden, Finnland und Norwegen von S&P mit einem Triple-A bewertet. Die Nachbarländer Frankreich (AA) und Italien (BBB) sind weniger kreditwürdig. Auch die USA erreichen nur ein AA+. (whr/sda)

Mehr zum Thema Steuerstreit

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Adonis 23.05.2014 12:54
    Highlight Highlight Na also! Der Kapitalismus funktioniert. Je krimineller die Banken, je ruhiger sich der Staat verhält, desto mehr AAA's gibts. Das goldene Kalb lässt grüssen, sofern dir etwas Goldstaub vom Kalb zufällt.. "nid schtürme". Augen zu und durch.

Interview

WEF-Chef Schwab: «Wenn wir nichts unternehmen, kommen die Veränderungen durch Gewalt»

Die Corona-Krise zeigt: Wir müssen den globalen Kapitalismus neu definieren, sagt Klaus Schwab, Chef des WEFs. Sonst komme die Veränderung mit Gewalt.

Seit Anfang des Jahres arbeitet Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums WEF, im Homeoffice. Noch nie habe er so viele Menschen getroffen wie in den vergangenen Monaten – aber eben nur virtuell, erzählt der 82-Jährige am Telefon.

Seit 50 Jahren lädt er Regierungschefs, Majestäten, Vorstandsvorsitzende, Menschenrechtler und Umweltaktivisten nach Davos, um sie ins Gespräch zu bringen. Im Januar 2021 wird es coronabedingt nur ein virtuelles Treffen geben. Das eigentliche Forum wurde auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel