Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Protest gegen Massenentlassung

Tausende Arbeiter streiken in brasilianischem VW-Werk

07.01.15, 04:49
(FILE) Picture taken on May 14, 2013 showing German President Joachim Gauck (C) posing with some employees during a visit at the Volkswagen (VW) company plant --celebrating its 60 years in Brazil-- in Sao Bernardo do Campo, southern Sao Paulo. The 13,000 employees of the VW plant started on January 6, 2015 an indefinite strike to protest against the dismissal of 800 workers.     AFP PHOTO / NELSON ALMEIDA

Erst im Mai vergangenen Jahres war der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck zu Besuch im nun bestreikten VW-Werk Sao Bernardo do Campo im Süden Sao Paulos. Bild: AFP FILES

Rund 7000 Arbeiter in einer Volkswagen-Fabrik in Brasilien sind aus Protest gegen die Entlassung von 800 Kollegen am Dienstag in einen unbefristeten Streik getreten. Zum Ausstand im Werk in São Bernardo do Campo nahe der Metropole São Paulo hatte die Gewerkschaft der Metallarbeiter der Region aufgerufen.

Ihren Angaben zufolge waren 800 Mitarbeiter schriftlich darüber informiert worden, dass sie nach dem Jahreswechsel nicht mehr auf ihre Posten zurückkehren könnten. Der Gewerkschaft zufolge sind 1300 weitere Jobs in der Fabrik gefährdet.

In dem Werk arbeiten rund 13'000 Menschen. VW do Brasil bestätigte die Entlassungen. Die Belegschaft habe alternative Vorschläge abgelehnt. Der Autobauer erklärte, der Automobilsektor in Brasilien sei in den vergangenen zwei Jahren geschrumpft und begründete die Entlassungen mit den gefallenen Verkaufs- und Exportzahlen. Demnach ging der Absatz in Brasilien im vergangenen Jahr um rund 7 Prozent zurück.

Auch bei der brasilianischen Filiale von Mercedes-Benz kam es zu Entlassungen. Die Gewerkschaft gab an, es seien 244 Mitarbeiter entlassen worden. Das Unternehmen bestätigte dem Nachrichtenportal G1, es habe Kündigungen gegeben, die jedoch unter der angegebenen Anzahl lägen. (trs/sda/afp/dpa)



Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

90 Prozent der Schweizer pendeln – über die Hälfte von ihnen mit dem Auto

2016 waren 9 von 10 Erwerbstätigen in der Schweiz Pendlerinnen bzw. Pendler, also Personen, die zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes ihr Wohngebäude verlassen. Dies entspricht rund 3,9 Millionen Menschen.

Hiervon arbeiteten 71% ausserhalb ihrer Wohngemeinde – deutlich mehr als noch im Jahr 1990 (59%). Entsprechend durchziehen heute weitaus grössere Pendlerströme das Schweizer Mittelland und die Alpentäler als noch vor wenigen Jahrzehnten.

Der Kantonsvergleich zeigt, dass Basel-Stadt und Zug gemessen …

Artikel lesen