Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Facebook will Zahl der Angestellten in Zürich verdoppeln



The facebook logo is pictured inside the facebook Chalet on the sideline of the 47th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Friday, January 20, 2017. The meeting brings together enterpreneurs, scientists, chief executive and political leaders in Davos January 17 to 20. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Der US-Internetkonzern Facebook will sein Büro in Zürich deutlich ausbauen. Die Zahl der Angestellten in Zürich von derzeit 80 Mitarbeitern solle mehr als verdoppelt werden.

Das sagte der Facebook-Chef für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Tino Krause, in einem Interview mit dem deutschen «Handelsblatt».

Die Facebook-Mitarbeitenden in Zürich seien heute vor allem im Bereich «Augmented Reality und Virtual Reality» tätig, sagte Krause. «Künftig werden dort mehr als doppelt so viele Menschen arbeiten, auch im Vertrieb», kündigte er an. Der US-Konzern ist in Zürich seit 2016 mit einer Niederlassung vertreten. Er hatte damals das kleine ETH-Spin-off «Zurich Eye» übernommen.

Anstrengungen für Datenschutz

Mit dem Ausbau in Zürich nehme auch die Bedeutung des deutschsprachigen Raums zu, sagte Krause im Interview. «Der deutschsprachige Raum ist für Facebook ein entscheidender Markt, nicht zuletzt, weil das Thema Datenschutz ganz entschieden von hier getrieben wird.» Der Schwerpunkt in Deutschland werde grossen Einfluss auf die Produktentwicklung in den USA haben, zeigte er sich überzeugt. «Meine Ambition ist ganz klar, dass unsere Region Vorreiter beim Thema Datenschutz ist.»

Bezüglich Datensicherheit ändere sich Facebook gerade «radikal», versicherte der Facebook-Manager. In diesem Jahr würden 3.7 Milliarden Dollar in die Sicherheit investiert, 30'000 Menschen kümmerten sich um Sicherheitsthemen. Das sei auch den Mitarbeitenden bewusst: «Jeder weiss: Facebook muss sicherer werden.»

Der US-Konsumentenschutzbehörde FTC, die Facebook im Sommer mit 5 Milliarden Dollar gebüsst hatte, habe der Konzern zugesagt, die Plattform und die «Abermillionen Zeilen Programmiercode» noch stärker auf Schwachstellen zu untersuchen. Das wirke sich auch auf den einzelnen Mitarbeiter aus. «Jeder wird sich per Unterschrift auf einem internen Dokument verpflichten müssen, die Daten und die Privatsphäre unserer Nutzer zu schützen - bei allem, was er tut und entwickelt.»

KI gegen Hasskommentare

Krause zeigte sich zudem gegenüber Regulierung im Zusammenhang mit «politischer Werbung» und «Hassrede» offen. Da könne Facebook allerdings auch etwas vorzeigen. «Allein im ersten Vierteljahr 2019 haben wir zum Beispiel in Deutschland 160'000 Hasskommentare gelöscht.»

70 Prozent davon entdecken Facebook inzwischen mithilfe neuer Technologien wie maschinellem Lernen, Computer Vision und Künstlicher Intelligenz. «Wir warten nicht mehr, bis jemand uns auf unzulässige Inhalte hinweist, sondern finden sie selbst.» Zudem arbeiteten das Recherchezentrum Correctiv und die Nachrichtenagentur dpa als «externe Faktenchecker» für Facebook, die die Verbreitung von Falschmeldungen verhindern.

Nach dem Attentat von Christchurch, das der Attentäter über Facebook übertragen hatte, kooperiere das Unternehmen auch mit Strafverfolgungsbehörden in den USA und Grossbritannien, um seine Künstliche Intelligenz (KI) zu trainieren. Zudem seien die Regeln für die Facebook-Live-Funktion verschärft worden. Aber Facebook sei «nicht allmächtig». «Wenn Leute mit krimineller Energie Inhalte verbreiten wollen, ist dies ein ständiger Wettlauf, dem wir uns stellen.» (aeg/sda/awp)

Die unbeliebtesten Grosskonzerne der Schweizer*innen

Social Media soll für unter 18-Jährige reguliert werden

Play Icon

Cambridge Analytica und der Facebook-Daten-Skandal

Im Cambridge-Analytica-Skandal zieht sich die Schlinge um Facebook zu

Link zum Artikel

Facebook legt Widerspruch gegen britisches Datenschutz-Bussgeld ein

Link zum Artikel

7 Lehren, die wir aus dem Facebook-Skandal dringend ziehen müssen

Link zum Artikel

Der Facebook-Skandal erzählt in 30 Cartoons

Link zum Artikel

Jetzt untersucht Facebook die Verbindungen eines Angestellten zu Cambridge Analytica

Link zum Artikel

Wegen Datenmissbrauch bei Trump-Wahlkampf: Facebook schmeisst Datenanalyse-Firma raus

Link zum Artikel

Firma verwendet für Trumps Wahlkampf missbräuchlich Daten von 50 Millionen Facebook-Usern

Link zum Artikel

Facebook steht vor dem Super-GAU – das musst du wissen

Link zum Artikel

Dirnen, Bestechung und Fake-IDs: Die finsteren Methoden von Trumps Facebook-Helfern

Link zum Artikel

Genf, Bern, Luzern: Proteste gegen Krieg in Syrien

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Cambridge Analytica und der Facebook-Daten-Skandal

Im Cambridge-Analytica-Skandal zieht sich die Schlinge um Facebook zu

10
Link zum Artikel

Facebook legt Widerspruch gegen britisches Datenschutz-Bussgeld ein

0
Link zum Artikel

7 Lehren, die wir aus dem Facebook-Skandal dringend ziehen müssen

29
Link zum Artikel

Der Facebook-Skandal erzählt in 30 Cartoons

6
Link zum Artikel

Jetzt untersucht Facebook die Verbindungen eines Angestellten zu Cambridge Analytica

0
Link zum Artikel

Wegen Datenmissbrauch bei Trump-Wahlkampf: Facebook schmeisst Datenanalyse-Firma raus

1
Link zum Artikel

Firma verwendet für Trumps Wahlkampf missbräuchlich Daten von 50 Millionen Facebook-Usern

30
Link zum Artikel

Facebook steht vor dem Super-GAU – das musst du wissen

58
Link zum Artikel

Dirnen, Bestechung und Fake-IDs: Die finsteren Methoden von Trumps Facebook-Helfern

24
Link zum Artikel

Genf, Bern, Luzern: Proteste gegen Krieg in Syrien

26
Link zum Artikel

Cambridge Analytica und der Facebook-Daten-Skandal

Im Cambridge-Analytica-Skandal zieht sich die Schlinge um Facebook zu

10
Link zum Artikel

Facebook legt Widerspruch gegen britisches Datenschutz-Bussgeld ein

0
Link zum Artikel

7 Lehren, die wir aus dem Facebook-Skandal dringend ziehen müssen

29
Link zum Artikel

Der Facebook-Skandal erzählt in 30 Cartoons

6
Link zum Artikel

Jetzt untersucht Facebook die Verbindungen eines Angestellten zu Cambridge Analytica

0
Link zum Artikel

Wegen Datenmissbrauch bei Trump-Wahlkampf: Facebook schmeisst Datenanalyse-Firma raus

1
Link zum Artikel

Firma verwendet für Trumps Wahlkampf missbräuchlich Daten von 50 Millionen Facebook-Usern

30
Link zum Artikel

Facebook steht vor dem Super-GAU – das musst du wissen

58
Link zum Artikel

Dirnen, Bestechung und Fake-IDs: Die finsteren Methoden von Trumps Facebook-Helfern

24
Link zum Artikel

Genf, Bern, Luzern: Proteste gegen Krieg in Syrien

26
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Die Schweiz hat im laufenden Jahr deutlich mehr Kriegsmaterial exportiert

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres haben Schweizer Unternehmen Kriegsmaterial im Wert von fast einer halben Milliarde Franken exportiert. Das sind rund 200 Millionen Franken mehr als in der Vorjahresperiode.

Letztes Jahr waren Waffen im Wert von 510 Millionen Franken exportiert worden. Dieser Wert ist im laufenden Jahr nun bereits nach neun Monaten fast erreicht, wie der am Dienstag veröffentlichten Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zu entnehmen ist. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel