Wirtschaft
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epa05021508 Ukrainian policemen arrest an activist of the women’s Movement FEMEN during their topless protest ‘Stop Homophobia’ in front of Parliament building in Kiev, Ukraine, 12 November 2015. The activists demands the Ukrainian parliamentarians to stop the discrimination of citizens’ rights by sexual orientation immediately, and to amend the Labor Code of Ukraine, in order to ensure the harmonization of Ukrainian legislation in the field of prevention and counteraction of discrimination with EU law.  EPA/SERGEY DOLZHENKO

Femen-Aktivistin in Kiew.
Bild: SERGEY DOLZHENKO/EPA/KEYSTONE

Wie das bedingungslose Grundeinkommen die Frauen befreit

Gerade Frauen werden von einem bedingungslosen Grundeinkommen profitieren. Zu diesem Schluss kommt ein kürzlich veröffentlichtes – und viel beachtetes – Essay in der «New York Times».



Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) erhält zurzeit mächtig Aufschwung. Verantwortlich dafür ist primär die sich abzeichnende Digitalisierung der Arbeitswelt. Wenn bald Roboter und intelligente Software unsere Jobs erledigen, so die Argumentation, dann bleibt gar kein anderer Ausweg als das BGE, um den Konsum und damit die Wirtschaft in Schwung zu halten.

Trotzdem bleibt das BGE umstritten. Nicht alle Frauen können sich etwa mit dem BGE anfreunden. Im Buch «Würde, bedingungslos» beispielsweise listet die «Arbeitsgruppe Grundeinkommen» unter der Schlagzeile «Kritische Einwände aus feministisch-ökonomischer Sicht» eine Reihe von Gegenargumenten auf.

«Wir bezweifeln, dass ein BGE Frauen auch von ihren nach wie vor de facto existierenden Aufgaben und Pflichten als Mütter, Betreuerinnen, und Pflegerinnen entlasten und ihnen Zugang zu anderen Tätigkeiten öffnen und damit ihre Positionen auf den Erwerbsarbeitsmärkten verbessern kann.»

Debattierclub Wide

Anstatt eines BGE fordern die Kritikerinnen eine Entlöhnung für die Gratisarbeit, die Frauen heute noch bei der Erziehung der Kinder und der Pflege von Eltern und Verwandten leisten. «Letztlich läuft der feministische Ansatz in unserer sehr mobilen und arbeitsteiligen Gesellschaft darauf hinaus, dass die zum Überleben notwendigen Arbeiten angemessen, d.h. deutlich höher als bisher bezahlt werden müssen.»

Die Amerikanerinnen freunden sich mit dem BGE an

Das BGE gewinnt auch in den USA immer mehr Anhängerinnen und Anhänger und wird breit diskutiert. In der New York Times hat kürzlich Judith Shulevitz aus feministischer Sicht das BGE analysiert und ist dabei zu anderen Resultaten gekommen als ihre Kolleginnen in der Schweiz.

Umfrage

Was hältst du von einem bedingungslosen Grundeinkommen?

  • Abstimmen

2,718 Votes zu: Was hältst du von einem bedingungslosen Grundeinkommen?

  • 56%Ich finde dies eine super Idee, ich werde bestimmt «Ja» stimmen.
  • 19%Ich halte gar nichts von dieser Idee, an der Urne gibt's von mir ein «Nein».
  • 24%Ich finde die Idee grundsätzlich gut, nur ist sie kaum umsetzbar.

Auch Shulevitz betont, dass Frauen sehr viel mehr Gratisarbeit in der so genannten Care-Ökonomie leisten, und fordert deshalb eine Kompensation:

«Es ist an der Zeit, so etwas wie Reparationsleistungen zu zahlen.»

Judith Shulevitz, New York Times

Gerade das BGE sei eine ideale Form dieser Reparationsleistungen, so Shulevitz, denn verschiedene Studien hätten aufgezeigt, dass ein BGE nicht dazu führen würde, dass man aus dem Arbeitsprozess ausscheide, sondern im Gegenteil die Erwerbstätigkeit zunehmen würde. Die Vorstellung, dass Frauen wegen eines BGE vermehrt an Haus und Herd gebunden würden, sei falsch – «und zudem scheint mir diese Argumentation als, nun, paternalistisch», schreibt Shulevitz.

Unter dem Titel «Zukunftsfähige Finanz- und Wirtschaftssysteme findet am 3. Februar ein Podiumsgespräch mit Prof. Giacomo Corneo, Prof. Thorstens Hens und Reto Ringger statt. Der Anlass wird von Olivia Bosshart moderiert und findet im Zunfthaus zum Neumarkt in Zürich statt. Beginn: 18.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 40 Franken.  

Ein Schritt hin zu einer gerechteren Gesellschaft

Gerade die ärmsten Frauen würden massiv von einem BGE profitieren, das hätten Experimente in Indien und in den USA ergeben. Das Fazit von Shulevitz ist deshalb glasklar: «Ein BGE würde uns ein bisschen mehr hin zu einer gleichberechtigten Gesellschaft führen. Der Zustupf würde es den Vätern erleichtern, ihren Sorgepflichten nachzukommen, wenn sie denn wollten. Mütter würden für ihre Pflegetätigkeit entschädigt und könnten trotzdem einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Eltern, die zuhause arbeiten, hätten ein bisschen Geld auf der Bank, mehr Einfluss in der Familie und mehr Respekt. Und wir alle hätten das Prinzip etabliert, wonach die Früchte der Liebe nicht ohne Preis sind, sondern dass es sich lohnt, dafür etwas zu bezahlen.»

Mehr zum bedingungslosen Grundeinkommen findest du hier:

BGE-Initianten im goldenen Tesla: «Das Grundeinkommen ist eine Initiative gegen Faulheit»

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Das bedingungslose Grundeinkommen ist der erste Schritt einer Reise ins Unbekannte

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Wir müssen jetzt ernsthaft über ein bedingungsloses Grundeinkommen sprechen

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Sie wollen ein Grundeinkommen: Die spinnen die Finnen – oder doch nicht? 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thinkdeeper 10.04.2016 12:17
    Highlight Highlight Richtig ist es, dass in unsere Gesellschaft sehr viel Freiwilligenarbeit geleistet wird, meist durch Frauen, die nie entschädigt wird und negativen Impact auf Beruf und Karriere haben. Mit einem BGE schaffen wir hier als Gemeinschaft eine kleine Gutmachung und einen Ausgleich.

    Wenn es uns zudem gelingt, durch Senkung der Lohnkosten zu Lasten von Kapitalgewinn und Konsumsteuern usw. wieder mit unsere Arbeitskraft international Wettbewerbsfähig zu werden, müsste dies sowohl im Interesse der lokalen und patriotischen Wirtschaftsunternehmen als auch der Arbeitnehmer sein.
  • Fräulein Fensterplatz 30.01.2016 00:48
    Highlight Highlight Ein zusätzlicher Aspekt welcher meiner Meinung nach immer wieder vergessen wird ist die Tatsache, dass Arbeitnehmer die ihre Tätigkeit gerne aus üben produktiver sind. Damit würden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ausgeschriebene Stellen würden mit Bewerbern besetzt die ein ehrliches Interesse an der Arbeit haben - die Betriebe müssten sich dann endlich auch attraktiver machen. Die erhöhte Produktivität bietet den Betrieben auch eine Möglichkeit ihre Qualitäten zu steigern.
    Zudem sind zufriedene Arbeitnehmer glücklicher, was sich wiederum enorm auf die Gesundheitskosten auswirkt!
    • Thinkdeeper 10.04.2016 11:36
      Highlight Highlight Genau so ist es. Die Gesundheitskosten tragen nicht die Arbeitgeber, sondern die Gemeinschaft.

      Niemand muss sich wegen des Lebensunterhalts in eine ungesunde Stelle mogeln. Leider haben aber viele Manager und HR-Verantwortliche immer noch ein antiquiertes Menschenbild und wollen Bücklinge, die "man formen kann", dem Filz angehören und nicht gefährlich werden. Also alles andere als ehrliches Interesse an echter Produktivitätssteigerung und Zufriedenheit der Mitarbeiter.
  • Basler Läckerli 29.01.2016 11:23
    Highlight Highlight Eine Frage; wie wollt ihr das BGE finanzieren?

    wenn man die Vorschläge der Initianten zugrundelegt wird uns das ca. 200 Milliarde im Jahr kosten.

    Das Sparpotential von ALV, IV; Ergänzungsleistungen, Prämienverbilliungen, AHV, Stipendien, Familienzulagen, Eo, Sozialhilfe etc. wird auf ca 60-70 mio. beziffert. Wie wollt ihr die Differenz bezahlen. Und bedenkt bitte, dass mehr Einnahmen nicht gerade eine Motivation darstellen mehr zu arbeiten und somit auch mehr Steuern zu zahlen.

    • Toerpe Zwerg 10.04.2016 13:59
      Highlight Highlight Da kommt nun das Buebtrickli ins Spiel. Die bestehenden Erwerbslöhne werden einfach bis 2500 eingesechnet. Heisst: Diese sollen konfisziert und rückvergütet werden. Heisst auch: Niemand, der über 2500 verdient, profitiert. Heisst auch, das Argument, dass es zukünftig viel zu wenige Jobs gäbe führt diese Finanzierungsrechung ad absurdum. Heisst auch: 40% Teilzeit arbeiten lohnt sich nie mehr. Damit werden genau bestehende Rollenbilder zementiert und Einverdienerhaushalte gestärkt.
  • Baccara - Team Nicole 28.01.2016 07:41
    Highlight Highlight Und wer bezahlt das? Das ist keine ketzerische Frage, sondern ganz ehrlich. Wer bezahlt nun allen ein Gehalt? Heute, wo das Geld schon für viele Dinge nicht mehr reicht, welche des Staates Aufgabe sind.
    • Thinkdeeper 10.04.2016 11:49
      Highlight Highlight @Baccara

      Sie und ich...jeder einzelne und die Unternehmen.
      Es war schon immer so und wird es immer sein.
      Wenn ich ein Produkt / Dienstleistung beziehe, bezahle ich die damit verbunden Löhne.
      Problematisch wird es, wenn alles "günstig" ist, weil keine fairen Löhne bezahlt werden müssen, weil an menschenunwürdige Arbeitsplätzen in Bangladesh ein T-Shirt für 20 Cent hergestellt und bei uns für 10€ verkauft wird, oder weil Maschinen es produzieren.
      Als Käufer und Konsument bin ich mitschuldig und kann dies nur über mein Kaufverhalten und die Mehrwertsteuer etwas ausgleichen.
    • Baccara - Team Nicole 12.04.2016 13:39
      Highlight Highlight ..eben. Und dann bleibe ich auch zu Hause, weils ich ja eh 2'500 für nix arbeiten bekomme und mach nur noch was mir gefällt. UND dann bekommen wir Probleme, weil ich ganz sicher nicht die einzige bin, die das macht..
  • fuegy 14.01.2016 13:30
    Highlight Highlight Ich finde es eigentlich eine super Idee, grundsätzlich...
    Aber ich habe das Gefühl, dass der Mensch als Spezies für so etwas nicht geschaffen ist oder zumindest noch nicht bereit ist. Solange Waren wie Autos, Smartphones, Kleidung u.s.w Status gelten machen wollen, denke ich, wird die Menschliche Natur Probleme bereiten. Für mich persönlich, wenn ich vom Staat Geld bekomme, mit welchem ich ein "gutes" Leben führen kann, warum dann mehr leisten? Siehe Generation Hartz IV in DE. Ich denke, in kleinem Rahmen und gelenkt und druchgesetzt wie im Oman, möglich. In CH/ EU: sorry, ehnder weniger...
    • maxy 14.01.2016 20:34
      Highlight Highlight Gerade für Luxusgüter wie Autos und Smartphones würde es extrem knapp werden mit nur dem Grundeinkommen. Die meisten Menschen verdienen deutlich mehr wie das vorgeschlagene Grundeinkommen, aber kaum jemand versucht deswegen den Beschäftigungsgrad zu reduzieren - die meisten wollen eben mehr. Die paar wenigen Leute die absolut nichts für die Gesellschaft tun wollen (und gleichzeitig mit sehr wenig zufrieden sind) die finden schon heute einen Weg.
    • Thinkdeeper 10.04.2016 12:09
      Highlight Highlight Wenn ich mich nicht für einen Job prostituieren muss, meine Meinung ohne Angst um Job und Existenz haben zu müssen, frei äussern kann, sind Demokratie, echte Meinungsfreiheit, Ethik und Moral gewährleistet. Die Generation Hartz IV wurde vom System geschaffen und stigmatisiert. Sie sind die wehrlosen, schwachen Opfer des Systems auf denen man herumhackt, systematisch abwertet und in die Depression treibt.
      Die meisten dieser Opfer wollen eingebunden bleiben und eine Ihrer Fähigkeiten entsprechende Lohnarbeit, auch Teilzeit, tun. Sie werden einfach nicht mehr gebraucht und angestellt.
  • Mamititti 13.01.2016 18:28
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz wieso es immer zu einem Mann gegen Frau ausartet. Frau und Mann sind doch beide für Ihre Entscheidungen und deren Folgen verantwortlich. Jeder ist seines Glückes schmied. Weniger jammern mehr schmieden
    • maxy 13.01.2016 18:59
      Highlight Highlight Es geht nicht um Mann gegen Frau, sondern um die Anerkennung dass unbezahlte Arbeit eben auch wertvoll ist für die Gesellschaft. Die Frau bleibt in ihrer traditionellen Rolle als Hausfrau von einem "Brotgeber" abhängig und "arbeitet nicht". Dieser Brotgeber bäckt in den meisten Fällen keine Brötchen noch pflanzt er Weizen an - die Zeiten sind vorbei.
    • Mamititti 13.01.2016 19:24
      Highlight Highlight Und klar sind unbezahlte Arbeiten auch wichtig, aber das ist kein wirklicher Grund diese zu entlöhnen (Vereinsarbeit, Freiwilligenarbeit, Putzen).
    • maxy 13.01.2016 20:13
      Highlight Highlight Das Grundeinkommen ist ja auch kein Lohn für diese Arbeit, sondern wird unabhängig davon ausgezahlt. Es ermöglicht diese nur. Es anerkennt dass jemand der nicht erwerbstätig ist nicht unbedingt dringend in irgend eine Massnahme gesteckt werden muss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bacchus75 13.01.2016 15:30
    Highlight Highlight Was mir an der Idee des Grundeinkommens so gefällt ist die Tatsache, dass man endlich mal wieder über etwas redet, was die Gesellschaft auf eine gute Art und Weise verändern könnte.

    Das hatte man irgendwie seit vielen Jahren nicht mehr. Damals bei der Einführung der AHV war das auch so. Bis dahin war es klar, dass der älteste Sohn den Hof übernahm und später die Eltern darin wohnen blieben (etwas einfach ausgedruckt). Das hat die Gesellschaft nachhaltig verändert.

    Wir müssen wieder Ideen verwirklichen die im ersten Moment utopisch klingen. Nur so entwickeln wir die Gesellschaft.
    • Luki Bünger 14.01.2016 00:59
      Highlight Highlight Word!
    • Thinkdeeper 10.04.2016 12:33
      Highlight Highlight Bravo!! Visionen brauchen wir!
  • Bonifatius 13.01.2016 15:11
    Highlight Highlight Danke für die Befreiungsidee, aber als Frau bin ich gegen das BGE, (1) weil es im realisierbaren Rahmen zu tief ist (s. Finnland), im richtigen Rahmen (also zwischen 2000-3000 Franken) nicht bezahlt werden kann. (2) Ich nicht verstehe weshalb reiche Leute das bekommen sollten, (3) Der "Büroapparat" nicht ab-, sondern eher aufgebaut werden müsste. (4) Die heutig tätigen Sozialwerke nicht nur Geld- sondern auch andere Dienstleistungen verrichten (Anteilnahme, Beratung, Umschulung etc.). (5) Die Menschen individuell sind und individuelle Hilfe benötigen!
    • Stephan Locher 13.01.2016 15:58
      Highlight Highlight Ein bedingungsloses Grundeinkommen hat nichts mit Sozialleistungen oder Hilfsangeboten zu tun, weshalb diese nach wie vor erhalten bleiben (müssen).

      Bloss der finanzielle Teil und somit die oft ungeliebte Kontrollfunktion würde wegfallen.
      Die Unterstützungsangebote könnten wieder vermehrt von Menschen genutzt werden welche dies zu schätzen Wissen und währen nicht mehr von "Zwangszugewiesenen" überfüllt wie dies Heute der Fall ist.
    • Stefan von Siegenthal 13.01.2016 16:02
      Highlight Highlight (2) Natürlich kann dies über Steuern und Sozialabbau finanziert werden und das wird es auch müssen. Das Wirtschaftszeitalter ist sich zur Zeit massiv am wandeln und entsprechend müssen in den nächsten beiden Dekaden die Auffangnetze anders strukturiert werden. Auch die AHV wurde bei der ersten Abstimmung haushoch abgelehnt, da sich die meisten Menschen sich so eine Anpassung nicht vorstellen konnten. Das wird beim BGE nicht anders laufen.
    • Thinkdeeper 10.04.2016 12:57
      Highlight Highlight @ Bonifatius
      1. Es soll nicht Lohnersatz sein sondern Existenz garantieren. Der Fokus ist auf sachgerechte Verwendung zu richten. Es entfallen in dieser Höhe die entsprechenden "Sozialleistungen".
      2. Reiche Leute ist eine Definitionssache. Denkbar wäre Einschränkungen.
      3. Sehe ich anders. Jedem Bürger seine BGE Kreditkarte. Entwürdigendes betteln, prüfen, verwalten, Machtmissbrauch und deren teuren Kosten entfällt.
      4 & 5 Dies wird zur Kernaufgabe.
      Heute ist es ineffizient" das Elend Verwalten" statt echte Hilfeleistung
      Das in Punkt 3 eingesparten Personal kann hier geschult werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kEINKOmmEnTAR 13.01.2016 15:00
    Highlight Highlight Wieso sollten wir damit beginnen Arbeiten für unsere Nächsten, unsere Liebsten bezahlen? Eine Gemeinschaft kann auch ohne dieses verdammte Geld auskommen!
    Eine Frau/Mann/Grosseltern erhalten immer eine Gegenleistung für ihre Arbeit. Ob das jetzt Schutz, Köstigung (=Essen), Gemeinschaft oder Pflege ist, ist unerheblich.
    • LandeiStudi 13.01.2016 17:34
      Highlight Highlight Ja, aber nicht monetäre Gegenleistung schafft Abhängigkeit, was zu Ungleichberechtigung führen (kann), darum siehe Artikel ergibt das BGE Sinn.
    • kEINKOmmEnTAR 13.01.2016 19:12
      Highlight Highlight Ich bin auch für das BGE, aber ich halte nichts vom Vorschlag dass derjenige der den Haushalt macht und die Kinder hütet extra Geld oder ähnliches erhält.
  • Toerpe Zwerg 13.01.2016 14:47
    Highlight Highlight Erst wenn diese Diskussion ehrlich gefuehrt wird, die Befuerworter also das "Bedingungslos" aus der Bezeichnung streichen, kann ueber ein Grundeinkommen Verhandelt werden.
    • borinod 13.01.2016 15:32
      Highlight Highlight Dass es nicht ganz ohne Bedingungen geht ist wahrscheinlich jedem BGE Befürworter klar. Bedingungslos sollte gelten für Schweizer- und in der Schweiz geborene Bürger.
      Für alle anderen gilt sowas wie: min 5 Jahre arbeiten in der Schweiz o.ä.
      Ausserdem darf man die Menschen mit einer Behinderung ja auch nicht vergessen. Aber die Idee ist aus meiner Sicht umsetzbar.

    • DerTaran 13.01.2016 18:05
      Highlight Highlight Bedingungslos ist gerade der Witz an der Sache, weil dadurch die Administration des existierenden Bedingte Grundeinkommens (Sozialhilfe) weg fällt.
    • Thinkdeeper 10.04.2016 13:15
      Highlight Highlight Das Wort Bedingungslos ist wohl schlecht gewählt, aber da es um eine Grundsatzentscheid geht tolerierbar.
      "Bedingungen" wird es sicher in der Ausarbeitung geben. Ich will nicht, dass das BGE zweckentfremdet wird und für Waffen, Drogen. Tabak, Alkohol, Suchtmittel oder sonstigen Luxus verwendet wird. Es kann auch nicht sein, dass geprasst und am Schluss wieder Sozialhilfe nötig wird. Das wurde heute im Sozialhilfe Bereich bereits sehr einfach und pragmatisch durch Verwendung eine kombinierte ID/Kredikarte mit eingeschränkter Bezahlung, gelöst.
  • Wolfsblut_2 13.01.2016 14:17
    Highlight Highlight Liebe Watson-Kommentatoren, Ihr seid anfangs Jahr von der Redaktion so sehr für Eure Intelligenz und Fairness belobigt worden. Woran liegt es eigentlich, dass Ihr mehrheitlich Blitze verteilt, wenn Frauenthemen angesprochen werden oder Kommentare offensichtlich von Frauen abgegeben werden?
    • trio 13.01.2016 14:45
      Highlight Highlight Ein Grossteil liest nur mit, kommentieren tut nur ein kleiner Teil 😉
      Ist aber schon schade, vielleicht weil ein Blitz anonym und einfach gedrückt ist. Vielleicht wäre es eine gute Idee, die Herzchen/Blitze öffentlich zu machen.
    • Stephan Locher 13.01.2016 16:02
      Highlight Highlight Meine Theorie ist, dass sich die Watsonuserbase seit Anfang Jahr sehr stark verändert hat.

      Ausserdem werden teils Kommentare nicht mehr angezeigt oder neue Artikel haben mehrere Wochen alte Kommentare, sprich es gibt zusätzlich noch technische Probleme.
    • TRL 13.01.2016 16:27
      Highlight Highlight Für Blitzchen und Herzchen muss man nicht eingeloggt sein; sprich jeder kann blitzen und herzen, nicht nur die Kommentatoren. Ausserdem passiert es mir manchmal beim scrollen mit dem Handy, dass ich ungewollt blitze - und das kann man leider nicht rückgängig machen... Denk dir einfach, die blitzen alle aus Blödheit wie ich :-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Orpheus & Eurydike 13.01.2016 13:59
    Highlight Highlight Die vielen Vorteile des BGEs sind grossartig, wenn die möglichen Nachteile richtig angegangen werden, ist die Umsetzung sogar realistisch.
    So könnte das Inflations- und Abflussrisiko verringert werden, indem die Beträge auf REKA-Cards geladen werden, die ausschliesslich in der CH eingesetzt werden dürfen.
    • Toerpe Zwerg 13.01.2016 14:29
      Highlight Highlight Und wieder eine bedingungslose Bedingung.
  • Lowend 13.01.2016 13:56
    Highlight Highlight Das wird den ewiggestrigen Schweizern aber gar nicht gefallen, wenn das bedingungslose Grundeinkommen ihre Frauen befreit.
    • Lowend 13.01.2016 14:53
      Highlight Highlight Lesen Sie bitte den Artikel, denn der handelt genau von den Freiheiten, welche Frauen durch das bedingungslose Grundeinkommen hätten und welche es den Männern erschweren würde, sich ein "Heimchen am Herd" zu halten.
    • Lowend 13.01.2016 15:47
      Highlight Highlight Wenn man Steuerabzüge, AHV/IV Renten, kantonale und kommunale Sozialausgaben, Beihilfen bis hin zu Löhnen von Sozialarbeitern und IV-Gutachtern, den Direktzahlungen an Bauern usw. in einen Topf gibt, käme schnell ein Betrag zusammen, welcher die Auszahlung eines Grundeinkommens ermöglichen würde. Die Frage der Finanzierung ist eine Scheinfrage, denn wenn alle persönlichen Unterstützungsgelder zusammengerechnet würden, dann wäre das Grundeinkommen vermutlich sogar ein wirtschaftlicher Erfolg und gegen die Machos, die die eigene Frau bestehlen, kann man es ja auf persönliche Konnten auszahlen.
    • Lowend 13.01.2016 17:01
      Highlight Highlight Wenn man davon ausgeht, dass pro Person ca. 2500.- und pro Kind 1250.- ausbezahlt würde, könnte man auf die anderen Sicherungssysteme verzichten. Das Grundeinkommen würde eben diese von ihnen genannten Auffangnetze ersetzen und genau daher sollte es auch so bemessen werden, dass ein einfaches Leben damit möglich ist und wer mehr braucht, muss dann halt auch für sich selber schauen inkl. PK, 3. Säule uä.. Zugegeben wäre die Umstellung auf ein solches System mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, aber wer nichts wagt, der nichts gewinnt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pipapo 13.01.2016 13:03
    Highlight Highlight Ich frage mich immer noch, wie denn das mit der Zuwanderung aussehen soll. Ich fürchte, ein BGE von 2'500.--/p sieht für so manchen in den meisten anderen Ländern recht verlockend aus und zieht entsprechend Leute an (man rechne hoch auf ganze Familien...). Wie soll das organisiert sein bzw aufgehen?
    • herschweizer 13.01.2016 13:45
      Highlight Highlight klar organisieren und einfach reglementieren ... evtl noch einfach eine Zweitwährung schaffen wie WIR REKA oder so die kein Zinsertrag bringt vieleicht noch mit Negativzins belegen... dann bleibst bei uns im Umlauf
    • Pipapo 13.01.2016 14:05
      Highlight Highlight Die Frage ist so nicht beantwortet.
    • Pipapo 13.01.2016 14:10
      Highlight Highlight Btw, lustige Antwort... Klar organisieren und einfach reglementieren... Äh, die Frage ist ja eben wie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerTaran 13.01.2016 12:51
    Highlight Highlight Obwohl ich eher Liberal-konservativ eingestellt bin glaube ich mittlerweile, dass das mit dem BGE klappen könnte. Im Prinzip könnte man sich damit fast die gesamte Sozial-Verwaltung einsparen. Wenn das Grundeinkommen kaum grösser wäre als die heutige Sozialhilfe und man das mit einer sinnvollen, moderaten Steueranhebung finanziert (Arbeit muss sich vor allem für die tiefen Einkommen weiterhin lohnen) dann würde ich es versuche wollen.
    • Lowend 13.01.2016 14:03
      Highlight Highlight Man müsste nur die vielen Abzugsmöglichkeiten streichen und an das Grundeinkommen anrechnen und schwups hätten wir sogar die berühmte Steuererklärung auf dem Bierdeckel, welche Bürgerliche so gerne hätten. Verdienst minus Grundeinkommen ergäbe direkt den zu versteuernden Verdienst und sogar der schlanke Staat wäre sofort möglich, weil die vielen Steuerbeamten, Sozialhelfer, AHV/IV-Kontroleure usw. beim Staat keine Arbeit mehr hätten.
    • maxy 13.01.2016 19:25
      Highlight Highlight @Lowend Und die Ergänzungsleistungen dazu, die viele beantragen müssen. Und die Prämienverbilligung könnte man auch einfach ins Grundeinkommen rechnen. Und die Arbeitslosenversicherung könnte freiwillig werden. Es gäbe noch ein paar Dinge zu vereinfachen, aber vor allem könnte man viele Abklärungen und Schwelleneffekte verhindern.
  • keplan 13.01.2016 12:35
    Highlight Highlight Und ich dachte immer Kinder hätte man freiwillig. Wieso ich jetzt die Pflege und Erziehung andere Kinder bezahlen sollte ist mir ein Rätsel. Wer Kinder will\wollte sollte mit den Konsequenzen, weniger Einkommen/mehr unbezahlte Arbeit. Für mich sind das alles keine stichhaltigen Argumente.
    • Mayadino 13.01.2016 13:06
      Highlight Highlight Du bezahlst schon für vieles, kranke, iv, ausbildungen, arbeitslose, warum sind kinder immer so 'schlimm'?
    • borinod 13.01.2016 13:14
      Highlight Highlight Dann dachten Sie falsch. In den meisten Fällen passiert das Kinderzeugen zwar freiwillig, aber in den wenigsten Fällen ist das Alleinerziehen freiwillig gewählt. Einfach mal die "Friede Freude Eierkuchen-Brille" abnehmen und nochmals nachdenken.
    • DerTaran 13.01.2016 13:33
      Highlight Highlight Und diese Kinder der anderen finanzieren und erarbeiten dir dann später deine Rente. Grundsätzlich sollten Familien keine AHV zahlen, ihren Teil haben Sie schon in die Kinder investiert die dich dann später versorgen, pflegen, betreuen, verarzten, für dich putzen usw. Ohne Kinder nützt dir dein ganzes gespartes Geld nichts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 13.01.2016 12:19
    Highlight Highlight War bisher klar gegen das Grundeinkommen. Wenn es die Frauen stärken soll, werde es mir nochmals genau anschauen.
  • borinod 13.01.2016 12:03
    Highlight Highlight Ich werde JA stimmen
  • Tropfnase 13.01.2016 11:51
    Highlight Highlight Finde ich eine gute Sache! So müssen sich viele Frauen nicht mehr von Sponsor zu Sponsor hangeln!
  • Gigi,Gigi 13.01.2016 11:50
    Highlight Highlight Wenn schon die Amerikaner zur Einsicht gelangen, dass dies eine gute Sache ist, dann müssten wir uns das auch gut überlegen. Und bitte keine Kommentare mit zu faul und so. Das bedingungslose Grundeinkommen würde auch die Stipendien, die Sporthilfe, die AHV, die IV und so weiter ersetzen. Und wenn jemand über dem Existenzminimum leben will, dann muss er arbeiten. Könnte sehr gut funktionieren, aber nur wenn die Grosskonzerne wie Google, Facebook inkl. unsere Banken bis hin zur FIFA entsprechend fair Steuern zahlen würden! Ich bin dafür!
    • demokrit 13.01.2016 12:32
      Highlight Highlight Es ist immer wichtig, nachzufragen, was unter einem BGE konkret verstande wird und wie hoch der Betrag ausfallen soll. Das hat Herr Löpfe leider oben unterlassen. In den USA dürfte wohl eher eine negative Einkommenssteuer gemeint sein.
  • Mayadino 13.01.2016 11:46
    Highlight Highlight Ich finde die Idee sehr interessant, nur noch nicht ganz ausgereift und durchdacht, bzw. momentan etwas wirklichkeitsfremd.
  • Marc A. 13.01.2016 11:33
    Highlight Highlight Nett gemeinter Versuch das mit dem BGE. Nützt aber unter dem Strich nicht viel, da die Konsumentenpreise bei einer Umsetzung ziemlich schnell anziehen würden. Rein ökonomisch und von der Kaufkraft her gesehen praktisch ein Nullsummenspiel für die BGE-Bezüger, währenddessen die Alten und der Mittelstand durch die erhöhte Inflation mit ihren Ersparnissen bluten müssten.
    • Marc A. 13.01.2016 11:40
      Highlight Highlight @Rhabarber - nein bin kein Hellseher, aber Anhänger von logischen Denkprozessen, gepaart mit Interesse an ökonomischen Zusammenhängen.
    • Marc A. 13.01.2016 12:05
      Highlight Highlight @Rhabarber - wenn viele Familien auf einen Schlag mehr Geld zur Verfügung haben - die Summe aller Güter welche wir konsumieren bleibt aber in etwa gleich, steigen automatisch die Preise. Und das geht in diesem Fall nicht schleichend, sondern schlagartig. Das hat nichts mit Hellseherei zu tun - aber mit mathematischen Zusammenhängen. (Ich gehe davon aus, dass durch das BGE die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes nicht beeinflusst wird). Heisst aber umgekehrt z.B. für einen Senioren, dass er sich weniger leisten kann mit all dem Geld, welches er sich ein Leben lang gespaart hat.
    • Stefan von Siegenthal 13.01.2016 12:47
      Highlight Highlight @Marc Wer sagt denn, dass das BGE so umgesetzt würde wie du dir das vorstellst? Mal abgesehen davon, dass es noch gar kein Einführungskonzept geben kann ist es durchaus sinnvoll, dass die Löhne um den BGE Betrag entsprechend gekürzt werden. Damit ist auch der Wirtschaft gedient und bleibt der Grundidee treu: Ein Grundeinkommen zu sichern für jedermann. Es werden auf diese Weise nicht alle Leute gleichzeitig mehr Geld haben. Aber ist schon klar, dass du das gerne so siehst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ucm 13.01.2016 11:10
    Highlight Highlight Das Zunfthaus zum Neumarkt ist übrigens in Zürich.
    Bin Gespannt, wie die Abstimmung ausgehen wird. Allerdings rechne ich nicht mit einer Annahme der Initiative.
    • Tobi-wan 13.01.2016 11:38
      Highlight Highlight Natürlich wird es abgelehnt. Die Schweizer lehnen ja auch mehr Ferien ab. *sick*

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Der Grossverteiler hat geschlechterspezifische Suppen für Kinder lanciert. Und damit einen Aufschrei in den sozialen Medien provoziert. 

Bei der Migros wird jetzt nach Geschlecht gegessen. Der Grossverteiler hat passend zum Kälteeinbruch genderspezifische Beutelsuppen für Buben und Mädchen lanciert. 

Für die Girls gibt's die «Glamour Queens»-Suppe, die im rosa Prinzessinnenkleid daherkommt und natürlich auch noch vegan ist. 

Für die Jungs und künftigen Fussballstars gibt es die blaue «Soup for Champions», inklusive in Bouillon schwimmender Fussball-Pasta. Die Suppe ist nicht vegan.

Die Migros hat also genderspezifische …

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