Wirtschaft
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FILE - In this Monday, April 7, 2014 file photo, a flag bearing the company logo of Royal Dutch Shell, an Anglo-Dutch oil and gas company, flies outside the head office in The Hague, Netherlands. Royal Dutch Shell will cease exploration in Arctic waters off Alaska's coast following disappointing results from an exploratory well backed by billions in investment and years of work. The announcement that came on Monday, Sept. 28, 2015 was a huge blow to Shell, which was counting on offshore drilling in Alaska to help it drive future revenue. Environmentalists, however, had tried repeatedly to block the project and welcomed the news. (AP Photo/Peter Dejong, File)

Shell musste in den Niederlanden von 2016 bis 2018 seine Gewinne nicht versteuern – damit ist nun Schluss. Bild: AP/AP

Niederlande stoppen Steuertricks für multinationale Unternehmen



Grosse Konzerne wie Shell, Philips oder AkzoNobel müssen in den Niederlanden ab 2021 ihre Gewinne voll versteuern. Die bisherigen günstigen Regelungen für multinationale Unternehmen werden gestrichen.

Dies teilte das Finanzministerium am Dienstag in Den Haag bei der Vorlage des Haushaltsplanes mit. Die neue Regelung werde schätzungsweise 265 Millionen Euro pro Jahr einbringen, sagte das Ministerium.

Bisher können internationale Unternehmen Verluste im Ausland bei der Steuerbehörde in den Niederlanden geltend machen und ihre Steuer auf den Gewinn deutlich senken. Der Öl-Konzern Shell zum Beispiel hatte im Mai Medienberichte bestätigt, nach denen er von 2016 bis 2018 seine Gewinne nicht versteuern musste. Das war nach den geltenden Regeln legal.

Wegen solcher Regeln sind die Niederlande für viele Firmen attraktiv und einige haben ihren Sitz dorthin verlegt. Als Steuerparadies war das Land international in der Kritik. Die Mitte-Rechts-Koalition schliesst sich nun einer Initiative der linken und grünen Oppositionsparteien an.

Das Finanzministerium will auch Steuervermeidung und das Durchschleusen von Geldern in Steueroasen bekämpfen. So sollen heutige Regeln zur Senkung der Körperschaftssteuer abgeschafft werden. (sda/awp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 17.09.2019 22:13
    Highlight Highlight Niemand bezahlt gerne Steuern. Nun nutzen natürliche und juristische Personen Infrastrukturen vom Staat (Bund, Land, Kommune). Da ist es voll ok, dass man auch als Grosskonzern einen "Obolus" leistet.
  • B-Arche 17.09.2019 20:34
    Highlight Highlight Die Schweiz wird garantiert sofort Kampagnen fahren an diese Unternehmen ab 2021 doch in die Schweiz zu kommen wegen tiefer Stüüüür. Wollen wir wetten?
    • p4trick 17.09.2019 21:25
      Highlight Highlight Fun fact: wir zahlen alle in der Schweiz einiges weniger Steuern als in allen anderen Ländern plus verdienen auch noch mehr.
    • Grabeskaelte 17.09.2019 22:18
      Highlight Highlight Wir sind auch schon auf dem Radar von OECD etc aufgrund unserer Steuertricks. Wird glücklicherweise nicht mehr lange klappen davon zu leben, anderen was wegzunehmen.
  • hämpii 17.09.2019 20:08
    Highlight Highlight Yes baby, gleiches Recht für alle!

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