Wirtschaft
International

Pleite für Trump: US-Gericht bestätigt Zoll-Rückzahlungen an Firmen

Noch eine Pleite für Trump: US-Gericht bestätigt Zoll-Rückzahlungen an Firmen

Die US-Regierung hat im Rechtsstreit um ihre Zölle eine weitere Niederlage kassiert.
05.03.2026, 07:2305.03.2026, 07:23

Ein Richter am Gericht für internationalen Handel in New York entschied, dass Importeure Anspruch auf Rückzahlungen für bereits entrichtete Zölle haben, die das oberste US-Gericht jüngst für unrechtmässig erklärt hatte.

FILE - The United States Court of International Trade is seen in front of the Jacob K. Javits Federal building in this Wednesday, March 18, 2015, in New York. (AP Photo/Mary Altaffer, File)
Trump Tari ...
Das US-Gericht für Internationalen Handel in New York.Bild: keystone

Kläger war in dem konkreten Fall ein Unternehmen aus dem Bundesstaat Tennessee. Unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte Präsident Donald Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängt.

Der Supreme Court erklärte diese Zölle in einer wegweisenden Entscheidung im vergangenen Monat für rechtswidrig. Das Gesetz erlaube es dem US-Präsidenten nicht, eigenständig Zölle zu verhängen, urteilten die Richter. Ob die Regierung Zolleinnahmen an Importeure zurückzahlen muss, entschieden sie dabei nicht.

Mehrere Unternehmen, wie beispielsweise auch der US-Logistikkonzern Fedex, hatten daraufhin beim Gericht für internationalen Handel in New York Klagen gegen die Regierung eingereicht, um eine Rückerstattung bereits gezahlter Zölle durchzusetzen. Auch mehrere Schweizer Unternehmen haben angekündigt, Rückerstattungen einzufordern, darunter die Skimarke Stöckli, die Uhrenhersteller Breitling und Swatch, Sackmesser-Produzent Victorinox oder Schoggifirma Läderach.

Bereits unmittelbar nach dem Urteil des Supreme Courts wurde mit einer Welle an Rückforderungen solcher Zölle gerechnet. Nach Berechnungen der University of Pennsylvania geht es für den US-Staatshaushalt um etwa 175 Milliarden US-Dollar. Das entspräche etwa 2,5 Prozent des US-Haushalts. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
33 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
banda69
05.03.2026 08:20registriert Januar 2020
Man kann nur hoffen, dass das Kartenhaus des korrupten Rechtspipulisten bald zusammenbricht.

Trump hat gemeint, dass diese Rückzahlungen erst in einigen Jahren erfolgen können (wenn überhaupt). Genau das bringt die verbrecherische rechtspopulistische Politik auf den Punkt: Sich hemmingslos bereichern und grossen Schaden anrichten. Bezahlen tun die Anderen oder nachfolgende Generationen.
634
Melden
Zum Kommentar
avatar
The man who shot liberty valance
05.03.2026 08:16registriert September 2020
Nach Berechnungen der University of Pennsylvania geht es für den US-Staatshaushalt um etwa 175 Milliarden US-Dollar.

Yes 👍 hoffentlich taugen die Politiker da drüben wenigstens dazu, der Bevölkerung zu erklären, das nur sie alleine alles zahlen werden!
561
Melden
Zum Kommentar
avatar
butlerparker
05.03.2026 09:12registriert März 2022
Geschädigt sind ja vor allem die US Verbraucher. Die haben teilweise höhere Preise bezahlt + die Firmen kassieren jetzt die Zölle wieder ein. Das stablie Genie hat also die Importfirmen gesponsort auf Kosten der eigenen Bevölkerung. Ich bin mir nicht so 100% sicher, ob das seine Intension war.
251
Melden
Zum Kommentar
33
Hoffnung auf Verhandlungen im Iran-Konflikt
Im Iran-Krieg laufen Bemühungen zu einer Beendigung des Konflikts auf dem Verhandlungsweg. Das wichtigste in vier Punkten.
Die USA und der Iran stehen pakistanischen Sicherheitskreisen zufolge über ein mögliches Kriegsende in Kontakt. In dieser Woche seien zwischen beiden Konfliktparteien bereits zweimal Vorschläge übermittelt worden, hiess es. Auch Ägypten sei in Bemühungen involviert, den Krieg zu beenden. Teheran dementiert allerdings jegliche Art von Verhandlungen mit den USA vehement.
Zur Story