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EU verbietet Firmen Vernichtung unverkaufter Kleidung

EU verbietet Firmen Vernichtung unverkaufter Kleidung

09.02.2026, 15:4309.02.2026, 15:43

Grosse Mode-Unternehmen in der EU dürfen nicht verkaufte Kleidungsstücke und Schuhe ab dem 19. Juli nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen vernichten. Ausnahmen gibt es etwa für beschädigte Waren.

Für mittlere Unternehmen soll die Regel ab 2030 gelten, wie die EU-Kommission mitteilte. Ausserdem müssen mittlere Unternehmen ab 2030 Informationen über nicht verkaufte Konsumgüter, die sie entsorgen, offenlegen. Grosse Firmen müssen dies bereits tun.

Laut der Brüsseler Behörde würden Unternehmen mit den Vorgaben ermutigt, ihre Bestände effizienter zu verwalten, Rücksendungen besser zu handhaben und Alternativen wie Weiterverkauf, Wiederaufarbeitung, Spenden oder Wiederverwendung zu prüfen – anstatt Lagerbestände zu vernichten.

Unternehmen sollen ermutigt werden, Rücksendungen besser zu handhaben.
Unternehmen sollen ermutigt werden, Rücksendungen besser zu handhaben.Bild: Shutterstock

Die Regeln sollen dazu beitragen, Abfälle zu reduzieren, Umweltschäden zu verringern und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen zu schaffen, die nachhaltige Geschäftsmodelle verfolgen, hiess es weiter.

Hintergrund ist, dass nach Kommissionsangaben jedes Jahr allein in Europa schätzungsweise 4 bis 9 Prozent der unverkauften Textilien zerstört werden, bevor sie überhaupt getragen wurden. Diese Abfälle verursachten rund 5,6 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, was fast den gesamten Nettoemissionen Schwedens im Jahr 2021 entspreche. Allein im deutschen Onlinehandel würden jährlich fast 20 Millionen zurückgesandte Artikel entsorgt. (hkl/sda/awp/dpa)

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