Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Pharma-Riese Bayer legt überraschend deutlich zu



epa08251756 An exterior view of the German pharmaceutical company Bayer headquarters before the Bayer's balance press conference in Leverkusen, Germany, 27 February 2020.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Bild: EPA

Bayer hat zum Jahresauftakt sein Ergebnis überraschend kräftig gesteigert. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) legte im ersten Quartal um gut zehn Prozent auf 4,39 Milliarden Euro zu, wie der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern am Montag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 4,1 Milliarden Euro erwartet.

Der Umsatz erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro, währungsbereinigt stand ein Plus von sechs Prozent zu Buche. Zulegen konnte Bayer vor allem in der Agrarsparte und im Pharmageschäft.

Die Coronavirus-Pandemie habe in einigen Geschäftsfeldern zu einer stark gestiegenen Nachfrage, teilweise zu einer Bevorratung geführt. Allerdings werde das Geschäft durch die Einschränkungen im Zuge der Pandemie zum Teil auch negativ beeinflusst.

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Jahresprognose liessen sich noch nicht verlässlich bewerten, erklärte Bayer. Bislang hatte der Konzern für 2020 mit einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzplus von etwa drei bis vier Prozent auf rund 44 bis 45 Milliarden Euro und einem Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns auf rund 12,3 bis 12,6 (Vorjahr: 11.5) Milliarden gerechnet. Die Prognose entspreche «nach wie vor den Zielvorgaben des Unternehmens», hiess es.

In den USA ziehen sich unterdessen die Vergleichsverhandlungen im Zuge der Glyphosat-Klagewelle angesichts der Viruskrise weiter hin. In diesen habe es Fortschritte gegeben, bevor sich das Verfahren wegen des Ausbruchs der Pandemie erheblich verlangsamt habe. Vorstandschef Werner Baumann bekräftigte, Bayer ziehe eine Einigung nur in Betracht, wenn diese wirtschaftlich sinnvoll und so strukturiert sei, dass künftige Fälle effizient zum Abschluss gebracht würden. Das gelte «mehr denn je vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Rezession und teils erheblichen Liquiditätsherausforderungen». Bis Ende Juni seien derzeit keine Jury-Verfahren zur Verhandlung angesetzt.

Bayer sieht sich in den USA inzwischen mit rund 52'500 Klägern wegen der angeblich krebserregenden Wirkung der gyphosathaltigen Unkrautvernichter des US-Saatgutriesen Monsanto, den die Leverkusener für rund 63 Milliarden Dollar übernommen hatte, konfrontiert. Anfang Februar waren es noch etwa 48'600. (aeg/sda/awp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind die zehn reichsten Schweizer 2019

Frust statt Lust - Nebenwirkungen der Antibabypille

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Impfen ist ein Milliardengeschäft – so viel verdienen die grossen Hersteller damit

Alleine die beiden Firmen Pfizer und Moderna gehen von Umsätzen für die Coronavakzine von knapp 27 Milliarden Dollar aus. Derweil werden in ärmeren Ländern bis im Sommer nur gerade 3 Prozent der Bevölkerung geimpft.

Viele wundern sich noch immer. In weniger als einem Jahr wurden mehrere Impfstoffe gegen Corona entwickelt. Der bisherige Rekord in der Herstellung eines Impfstoffs beträgt vier Jahre. Dabei geht vergessen, wie viel staatliche Gelder in die Entwicklung gesteckt wurden. Schätzungen gehen von 86.5 Milliarden Euro aus, wie eine Studie der Kenup Foundation zeigt, einer europäischen Nichtregierungsorganisation.

Allein die USA haben über 13 Milliarden Dollar investiert, die EU und Grossbritannien …

Artikel lesen
Link zum Artikel