DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Coca-Cola produziert weiterhin Unmengen an Plastikmüll.
Coca-Cola produziert weiterhin Unmengen an Plastikmüll.
Bild: shutterstock

«Null Fortschritt»: Coca-Cola ist der grösste Plastikverschmutzer der Welt

09.12.2020, 08:0109.12.2020, 08:08

Plastikverpackungen von Süssigkeiten, Getränken und Chips sind in manchen Parks häufiger zu finden als schöne Grünwiesen. Überall liegt das herum, was Besucherinnen und Besucher nach dem Picknick nicht ordentlich entsorgen. Gerade jetzt, wo es das Essen mehr «to go» gibt, landen viele Verpackungen auf dem Boden anstatt im Mülleimer. Jährlich schaut sich die Bewegung Break Free From Plastic an, von wem der meiste Müll stammt und kürt darauf den Plastikverschmutzer des Jahres. Diesmal ist es der Coca-Cola-Konzern.

Für ihren kürzlich veröffentlichten Bericht untersuchte die Bewegung 55 Länder. In 51 davon stammt der meiste Plastikmüll von Coca-Cola-Produkten, darunter 13.834 Plastikflaschen. Auch in der Negativ-Rangliste vertreten: PepsiCo (5155 Flaschen) und Nestlé (8633 Flaschen). Die Unternehmen haben «Null Fortschritt» in Sachen Plastikmüllvermeidung gemacht, schreibt «Break Free From Plastic».

Für die Auswertung sammelten rund 15.000 Freiwillige weltweit knapp 350.000 Teile von Kunststoffverpackungen ein. 63 Prozent davon konnten Coca-Cola zugeordnet werden.

Der grösste Plastiksünder der Welt: Coca Cola.
Der grösste Plastiksünder der Welt: Coca Cola.
Bild: AP

Grüne Lösungsansätze

Emma Priestland von« Break Free From Plastic» kommentierte die Ergebnisse in einer Pressemitteilung: Die umweltverschmutzenden Spitzenkonzerne der Welt behaupten, hart an der Lösung der Kunststoffverschmutzung zu arbeiten, aber stattdessen stossen sie weiterhin schädliche Einweg-Plastikverpackungen aus.

Auch der Koordinator der South African Waste Pickers Association (SAWPA), Simon Mbata, äussert sich zu dem Bericht:

«Die Mehrheit des Plastiks, das wir finden, kann nicht recycelt werden. Wir finden es überall, im Abwasser und auf unserem Land. Wenn es vergraben wird, verseucht es unseren Boden. Was nicht recycelt werden kann, darf nicht produziert werden.»

Mögliche Lösungen für das Plastikproblem sind Mehrwegsysteme und Recycling, doch auch hier besteht Handlungsbedarf: In Deutschland beispielsweise werden momentan nur ungefähr 16 Prozent des Plastikmülls wiederverwendet, wie der Plastikatlas, herausgegeben vom BUND und der Heinrich-Böll-Stiftung, offenlegt.

Die Firmen, die auf dem Negativ-Ranking ganz «oben» liegen, geloben Besserung und verwiesen auf ihre Bemühungen, den Plastikabfall zu vermindern. Dem «Guardian» zufolge sagte ein Sprecher von Coca-Cola: «Weltweit haben wir uns verpflichtet, jede Flasche bis 2030 zurückzubekommen, sodass nichts davon als Abfall oder in den Ozeanen landet und der Kunststoff zu neuen Flaschen recycelt werden kann. Flaschen, die zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik bestehen, sind bereits in 18 Märkten weltweit erhältlich.»

Ein PepsiCo-Sprecher betont, das Unternehmen habe sich Ziele zur Reduktion des Kunststoffverbrauchs gesetzt und arbeite daran, diese umzusetzen. Nestlé wolle wiederum bis 2025 sämtliche Verpackungen wiederverwertbar oder wiederverwendbar gestalten und ebenfalls auf Recycling-Kunststoffe setzen. (saw/sb/watson.de)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer

1 / 7
Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer
quelle: ap/ap / str
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Vorbild: Ein Dorf in Japan recycelt 80% seiner Abfälle

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

MoneyTalks

Was du über «Meme-Stocks» wissen solltest

Ein neuer Anlagetrend oder reine Spekulation? Wie Kleinanleger die Aktienkurse beeinflussen, was «Meme-Stocks» sind, welche Möglichkeiten sie dir bieten und welche Risiken du kennen solltest.

Kurse von scheinbar hoffnungslosen Aktien rasen auf einmal ohne wirklichen wirtschaftlichen Grund wie eine Rakete Richtung Mond. Getrieben werden die Schwankungen durch KleinanlegerInnen, die sich in sozialen Medien wie Reddit zu sogenannten «Flash-Mobs» zusammenschliessen und über Online-Plattformen wie Robin Hood, e-Toro oder Trade Republic koordiniert Aktien kaufen und verkaufen und so die Kurse beeinflussen.

Was im Januar mit der Gamestop-Aktie zu vielen Schlagzeilen führte, passiert wieder …

Artikel lesen
Link zum Artikel