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Bitcoin vs. Gold: Warum du dir diese Frage jetzt stellen solltest

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Bitcoin vs. Gold: Warum du dir diese Frage jetzt stellen solltest

Gerade in unsicheren Zeiten kommt die Frage häufiger auf: Soll ich jetzt in Bitcoin oder Gold investieren? Beide gelten als knappe Assets, doch ihre Eigenschaften und Funktionen unterscheiden sich deutlich. Hier ist, was du darüber wissen solltest.
16.04.2026, 14:0816.04.2026, 14:08
Olga Miler
Olga Miler

Es bleibt weiterhin dynamisch. Gerade als es schon nach Eskalation aussah, konnten sich doch noch alle zusammenraufen und auf eine fragile Waffenruhe einigen. Was in den wenigen Tagen zwischen dem Schreiben dieses Artikels und seiner Publikation passiert, weiss wirklich niemand. Aber wenn Unsicherheit zunimmt, tauchen bei mir in der Finanzberatung immer häufiger ähnliche Fragen auf. Eine davon ist derzeit besonders präsent: Sollte ich jetzt trotz der relativ hohen Preise noch Gold kaufen oder doch lieber auf den gerade günstig erscheinenden Bitcoin setzen?

Gold gilt seit jeher als klassischer Wertspeicher. Bitcoin dagegen ist im Vergleich zu Gold jung, digital und deutlich volatiler. Trotzdem werden beide immer häufiger gemeinsam diskutiert. Nicht, weil sie gleich wären, sondern weil sie auf unterschiedliche Weise dieselbe Frage beantworten können: Wie schützt du dein Vermögen in einer immer unsichereren Welt?

Die spannendere Perspektive ist deshalb nicht unbedingt Bitcoin oder Gold. Sondern: Welche Rolle kann jedes dieser Assets heute sinnvoll in deinem Portfolio spielen? Hier ein paar Gedanken und Fakten dazu.

Soll ich jetzt in Bitcoin investieren?

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Gold: Der klassische Wertspeicher

Gold hat etwas, das kaum ein anderes Asset besitzt: Vertrauen über Jahrtausende hinweg. Schon lange bevor moderne Finanzmärkte existierten, galt Gold als Zahlungsmittel, Wertspeicher und Wertmassstab.

Gold wird oft als Safe Haven Asset bezeichnet, also als Anlage, die in Phasen wirtschaftlicher oder geopolitischer Unsicherheit stabilisieren kann. Ein Grund dafür ist, dass Gold physisch existiert und nicht direkt an die Bonität eines Staates oder eines Unternehmens gebunden ist.

Zudem hat Gold reale Nutzung, etwa in Schmuck, Elektronik oder Medizintechnik, was zusätzliche Nachfrage schafft.

Der Preis von Gold schwankt zwar ebenfalls, in der Regel aber weniger stark als viele andere Anlageklassen. Während Aktien oder Kryptowährungen starke Bewegungen erleben können, gilt Gold im Vergleich als relativ stabil. Genau deshalb wird es häufig als Portfolio-Stabilisator genutzt. Allerdings kann Gold keine Zinsen oder Dividenden auszahlen.

Vorteile:

  • Wertbeständig
  • Der Goldpreis steigt in Wirtschaftskrisen und bei geopolitischen Unsicherheiten oft an
  • Physischer Besitz von Goldbarren und Goldmünzen bietet Sicherheit und Absicherung gegen Inflationsrisiken

Nachteile:

  • Keine regelmässige Rendite wie z. B. Zinsen oder Dividenden
  • Preisschwankungen
  • Währungsrisiko, da Gold oft in US-Dollar gehandelt wird; dies kannst du jedoch z. B. mit einem Zertifikat teilweise abfangen
  • Physisches Gold muss eingelagert werden, und je nach Grösse der Einheiten kann es schwer geteilt und verkauft werden

Bitcoin: Die neue Form von Knappheit

Bitcoin existiert im Vergleich zu Gold erst seit wenigen Jahren, hat sich aber von einem Experiment zu einer global diskutierten Anlageklasse entwickelt.

Der zentrale Gedanke hinter Bitcoin ist ebenfalls Knappheit: Die maximale Menge ist im Protokoll auf 21 Millionen Coins begrenzt.

Diese programmierte Begrenzung macht Bitcoin für viele attraktiv, besonders in einer Welt, in der traditionelle Währungen ständig ausgeweitet werden können.

Bitcoin ist vollständig digital und lässt sich weltweit transferieren, ohne auf Banken oder zentrale Institutionen angewiesen zu sein.

Studien zeigen, dass Bitcoin über die letzten Jahre zwar deutlich höhere Renditen erzielt hat als Gold, gleichzeitig aber auch wesentlich stärkere Rückgänge erleben kann.

Ein Beispiel aus der Analyse von Certuity: Zwischen 2020 und 2025 erzielte Bitcoin einen kumulierten Ertrag von rund 953 %, während Gold im gleichen Zeitraum etwa 100 % zulegte. Gleichzeitig waren bei Bitcoin Rückgänge von bis zu 80 % möglich, während Gold selten mehr als etwa 15 % verlor.

Vorteile:

  • Begrenztes Angebot: maximal 21 Millionen Coins
  • Marktleader, über 50 % des Kryptomarktes sind Bitcoin
  • Unabhängig von Staaten und Zentralbanken
  • Global handelbar, der Markt läuft rund um die Uhr, schnelle und relativ günstige internationale Transfers möglich
  • Kann zur Diversifikation im Portfolio beitragen
  • Wachsende Akzeptanz bei institutionellen Investoren

Nachteile:

  • Hohe Volatilität und starke Kursschwankungen
  • Risiko grosser Preisrückgänge, historisch bis zu rund 80 %
  • Regulatorische Unsicherheiten weltweit
  • Technologische Risiken, z. B. Börsen-Hacks oder Wallet-Verlust
  • Keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden

Was die aktuelle Marktlage zeigt

Seit Jahresanfang hat Bitcoin um fast 20 % an Wert verloren und liegt bei ca. 73'000 US-Dollar pro Bitcoin. Gold hat im gleichen Zeitraum um ca. neun Prozent zugelegt, die Feinunze Gold kostet ca. 4800 US-Dollar. Nach einer enormen Rally innert zwölf Monaten hat Gold um 50 % zugelegt. Bei Bitcoin war es weniger rosig: Dieser hat in den letzten zwölf Monaten um ca. 15 % verloren. (Daten: investing.com, 12. April 2026)

Vergangene Zahlen sind bekanntlich kein Indikator für die Zukunft. Die Prognosen sehen entsprechend unterschiedlich aus: Für Bitcoin gibt es gemischte Daten und Einschätzungen. So schätzt Binance den Bitcoin-Preis für Juli 2026 in einer Range von 84'564.26 US-Dollar bis zu einem Maximum von 123'204.72 US-Dollar. Skeptischere Analysen zeigen dagegen Indikatoren wie etwa On-Chain-Daten, die darauf hindeuten sollen, dass eine stärkere Aufwärtsbewegung erst später im Jahr 2026 oder sogar erst gegen Jahresende entstehen könnte.

Interessant ist auch eine Analyse, die von CoinDesk veröffentlicht wurde. Darin wird eine Untersuchung von Mercado Bitcoin beschrieben, laut der Bitcoin in Zeiträumen nach globalen wirtschaftlichen oder geopolitischen Schocks teilweise stärker performte als Gold und der S&P 500.

Für Gold schätzen verschiedene Prognosen weiterhin steigende Preise auf 5400 US-Dollar (Goldman) bis 6200 US-Dollar (UBS) pro Feinunze Gold, angetrieben etwa durch Käufe der Zentralbanken, ETF-Zuflüsse und potenzielle Zentralbank-Zinssenkungen.

Bitcoin, Gold oder BOLD?

Der entscheidende Punkt ist nicht unbedingt nur die erwartete Wertsteigerung. Gold und Bitcoin verhalten sich unterschiedlich, korrelieren nicht zwingend miteinander und können daher unterschiedliche Aufgaben erfüllen:

  • Gold kann als defensiver Baustein zum Schutz deines Vermögens beitragen, z. B. mit einem Anteil von bis zu 10 %.
  • Bitcoin kann als Wachstumstreiber dienen, z. B. in einer Beimischung von bis zu 5 %

Gold und Bitcoin reagieren oft unterschiedlich auf wirtschaftliche Entwicklungen. Gold profitiert häufig von Unsicherheit, Risikoaversion und fallenden Zinsen. Bitcoin hingegen kann stärker von Innovation, Liquidität und technologischen Trends profitieren.

Gerade diese Unterschiede können im Portfolio als Kombination interessant sein. Der Ansatz BOLD plädiert deshalb für eine Kombination aus Bitcoin und Gold und dafür, beides im Portfolio zu haben. Mehr dazu z. B. im Podcast mit Charlie Morris, Gründer und Chief Investment Officer von ByteTree, einem in Grossbritannien ansässigen Investment-Research-Unternehmen, das sich auf traditionelle und digitale Vermögenswerte spezialisiert hat. Wer keine Lust hat, das selbst mit z. B. ETFs zu kombinieren, kann sich den 21Shares BOLD ETP anschauen (ISIN CH1146882308, 0,65% TER).

Ich für meinen Teil setze auf eine langfristige Anlage in Gold mit ETFs und kaufe Bitcoin immer noch regelmässig jede Woche mit einem kleinen Betrag, um vom Durchschnittspreis-Effekt zu profitieren.

Und ihr? Habt ihr einen Favoriten, Bitcoin, Gold oder BOLD? Oder ganz etwas anderes?💰

Olga Miler ...
... war über zehn Jahre in verschiedenen Funktionen bei der UBS tätig, unter anderem hat sie dort das Frauenförderungsprogramm und den UBS Gender ETF aufgebaut. Danach gründete sie den unabhängigen Finanzbilder SmartPurse, eine Plattform, auf der sie digitale Kurse und Workshops zum Thema Finanzen anbietet. Seit fünf Jahren schreibt Miler den Blog «MoneyTalks», jüngst erschien ihr erstes Buch «Rich, Richer...Me!», ein humoristischer Finanzratgeber, im Beobachter Verlag.
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Bild: Evelyn Harlacher
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When Kolumne is killing love
Ja, shit hey. Ich war mir sicher, dass mich 3 mit offenen Armen empfängt und wir gemeinsam in den Sonnenuntergang reiten, während Wale ihre grössten Hits zum Besten geben. So ist es aber nicht. Nicht mal ein winzig kleines bisschen.
Ich hab's wirklich geschafft. Ich habe meine letzte Beziehung verarbeitet. Den letzten Satz glaube ich mir selber kaum. Aber es stimmt.
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