Wirtschaft
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ARCHIV --- ZU DEN UMSATZZAHLEN VON SWISS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein Airbus der Fluggesellschaft Swiss startet ueber dem Firmenlogo vom Flughafen Zuerich Kloten, am Montag, 4. Juni 2012. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Bild: KEYSTONE

Harte Konkurrenz von Golfstaaten

«Es kann sein, dass es die Swiss in zehn Jahren nicht mehr gibt»



Eine Bar im Flugzeug, von jedem Sitzplatz Zugang zum Gang oder eine Dusche im Firstclass-Bereich – was die Flotten der Golfstaaten-Airlines anbieten können, ist für die Swiss in weite Ferne gerückt.

Wie der Swiss-Chef Harry Hohmeister gegenüber SRF sagt, seien die Schweizer Rahmenbedingungen Schuld am geringen Wachstum der Fluggesellschaft. «Wir sehen heute schon, dass die Swiss in den letzten zwei Jahren praktisch nicht mehr gewachsen ist.» Hohmeister betont, «wenn sich an nichts schrauben lässt, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass hier die Standort-Voraussetzungen für globalen Wettbewerb nicht mehr stimmen».

A picture taken on May 4, 2014 in Abu Dhabi shows the Lobby of the new A380 aircraft of the United Arab Emirates airline carrier Etihad Airlines. Etihad Airways will be targeting premium high-yielding passengers as the company announced that its Airbus A380 will offer hotel-style bedrooms. AFP PHOTO /KARIM SAHIB

Mehr Luxus für weniger Geld, Flugzeug der Etihad-Airline Bild: AFP

Während in der Schweiz hohe Sicherheitsstandards, Flughafengebühren und ein Nachtflugverbot Normalität sind, profitieren Airlines wie Etihad, Emirates und Qatar Airways in ihren Heim-Destinationen von massiven Steuererleichterungen. So ist es ihnen möglich, besseren Service zu günstigeren Preisen anzubieten.

Swiss appelliert an Politik

In einem Bericht an das Bundesamt für Zivilluftfahrt schreibt die Swiss von einer Bedrohung des gesamten Luftverkehrssystems der Schweiz durch die Golfstaaten-Airlines. Die Politik müsse dringend die Rahmenbedingungen verbessern, um die geplanten Swiss-Investitionen von sechs Milliarden Franken bis 2019 tätigen zu können.

Falls die Bedingungen nicht geändert werden, könne es sein, «dass es die Swiss in zehn Jahren nicht mehr gibt», wie der Aviatik Experte Andreas Wittmer zu SRF sagte. (jas)

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Offen gesagt

«Liebe Frau Amherd, wir müssen reden ...»

Sollte die Schweizer Stimmbevölkerung die Beschaffung neuer Kampfjets Ende September auch im zweiten Anlauf ablehnen, wäre das gut für die Schweiz. Sie könnte dann die längst überfällige sicherheitspolitische General-Debatte führen.

Liebe Frau Amherd

Herzliche Gratulation zu den jüngsten «Polls», wie man in Amerika sagen würde. 58 Prozent der Stimmberechtigten gedenken laut einer Tamedia-Umfrage, den Kredit für die Kampfflugzeuge mit «Ja» oder «Eher Ja» anzunehmen.

Aber wie sagt man so schön? «It's not over, until it's over», und solche Abstimmungsbarometer wirken ja eher mobilisierend auf das Lager, das gerade im Rückstand ist.

Für Sie hoffe ich natürlich, dass Sie Ihr erstes grosses Geschäft als Verteidigungsministerin …

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