Wirtschaft
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Eine Frau liest die NZZ im ICN Zug von Zuerich ins Tessin, aufgenommen am 26. Maerz 2012.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Steckt dahinter bald kein Kopf mehr? Bild: KEYSTONE

Die Medienwelt spielt verrückt

Der Fall NZZ oder Die Globalisierung frisst ihre eigenen Kinder

Das ehemalige Weltblatt wird zum Spielball von Provinzpolitikern.

Kauft die NZZ die «Basler Zeitung» und setzt dafür deren Chef Markus Somm an die Spitze? Oder kauft Christoph Blocher der NZZ die «Luzerner Zeitung» und das «St.Galler Tagblatt» ab und verlangt im Gegenzug, dass sein Adlatus Somm inthronisiert wird? Es gibt derzeit kein Gerücht rund um die NZZ, das nicht herumgereicht wird – und das Unheimliche daran ist: Alle wirken sehr plausibel. Was zum Teufel ist an der Falkenstrasse in Zürich los? 

Die NZZ ist mehr als eine Zeitung, sie ist eine Institution des Zürcher Bürgertums und der Wirtschaft. Die Eigentumsverhältnisse sind so geregelt, dass eigentlich nichts schief gehen sollte. Aktionär werden kann nur, wer sich als echter Liberaler ausweisen kann. Eine FDP-Mitgliedschaft ist zwar nicht unbedingt nötig, wird aber gerne gesehen. Der Besitz von Aktien ist begrenzt, aber NZZ-Aktien erwirbt man – oder genauer, erwarb man – ohnehin nicht des schnöden Mammons wegen. NZZ-Aktionär wurde man aus liberaler Überzeugung – und weil man an der Generalversammlung die richtigen Leute traf.

Die NZZ wurde lange vor der «schöpferischen Zerstörung» verschont

Die Eigentumsverhältnisse der NZZ waren so gesehen ein Widerspruch in den Begriffen. Ausgerechnet das Blatt, das wie kein zweites für freien Markt auf allen Stufen plädierte, war selbst durch vinkulierte Aktien und nicht gerade liberale Zutrittsbedingungen vor den Stürmen des Kapitalismus geschützt. Unfreundliche Übernahmen waren ausgeschlossen. 

Gefahrlos konnte man deshalb innerhalb der Festung an der Falkenstrasse von der «schöpferischen Zerstörung» im Sinne von Schumpeter schwadronieren. Der ehemalige NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler pflegte jeweils verächtlich abzuwinken, wenn man den Begriff Shareholder Value in Verbindung mit seinem Blatt brachte. Seine Sache war die Publizistik – und sonst gar nichts. 

Eine Bank mit einer eigenen Zeitung

Die seltsamen Eigentumsverhältnisse mögen paradox sein, sie erfüllen – genauer erfüllten – einen guten Zweck: Bei der NZZ musste man nie fürchten, dass der Sohn des Verlegers in jugendlichem Übermut Dummheiten machte, beispielsweise politische Experimente zuliess, die nicht NZZ-like waren. Die alte Tante war dank ihres breit gestreuten Aktionariats und ihres breiten Immobilienbesitzes zu einer sicheren Bank geworden, die eine Zeitung verlegte, die berechenbar war. 

Diese Mentalität hat sich auch auf die NZZ-Journalisten übertragen. Sie geniessen – genauer genossen – Freiheiten, die auf anderen Redaktionen undenkbar gewesen wären, aber sie genossen diese Freiheiten, weil man wusste, dass sie diese nicht missbrauchen würden. Die NZZ-Welt war bestens geregelt: Im Ausland und im Feuilleton gab man sich staatsmännisch und weltoffen, im Inland waren gelegentlich linksliberale oder grüne Farbtupfer erlaubt, so lange man nicht über die Stränge schlug. In der Wirtschaft herrschten Disziplin und ordoliberale Grundsätze.

Die alte Tante findet ihren Platz in der digitalen Welt nicht mehr

Selbstverständlich ist die NZZ eine engagierte Kämpferin für die Globalisierung. Aus Überzeugung wurde regelmässig das Mantra des Freihandels heruntergebetet. Dabei wurde übersehen, dass man allmählich selbst ein Opfer der neoliberalen Revolution wurde. Topmanager und Spitzenbanker begannen, sich an «Wall Street Journal» und «Financial Times» zu wenden, wenn sie glaubten, etwas zu sagen zu haben. Sie sprechen inzwischen ohnehin meist Englisch. Bundesräte ihrerseits haben begriffen, dass «Blick» und «20 Minuten» und vor allem das Fernsehen für die Wiederwahl sehr viel wichtiger sind als ein etwas steifes Interview in der NZZ. Das Weltblatt fiel zwischen Stuhl und Bank, der Weltblatt-Lack begann zu blättern.

In der digitalen Welt findet die alte Tante ihren Platz nicht mehr. Ausgerechnet das Traditionsblatt hat sich als erste vom Print verabschiedet und lässt bald bei der Konkurrenz drucken. Von den Ausflügen in die Provinz erhoffte man sich einst eine Verbesserung des Cashflows, jetzt werden sie zu Klumpen am Bein. 

Ist der CEO ein Genie oder ein Hochstapler?

Die Ausflüge in die digitalen Medien haben bisher zu Crash-Landungen geführt. Auch die neue Führung gibt Rätsel auf: Der neue Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod ist Welscher und an der Limmat kaum bekannt. CEO Veit Dengler gibt Rätsel auf, die Einschätzungen reichen von Genie bis Hochstapler

NZZ - Druckerei in Schlieren (ZH) am Dienstag, 25. November 2014. Die NZZ-Mediengruppe will Konsequenzen aus dem Strukturwandel ziehen und ihre Flaggschiffe kuenftig im Druckzentrum der Tamedia drucken lassen. Von der geplanten Schliessung der eigenen Druckerei in Schlieren sind bis zu 125 Stellen betroffen.(KEYSTONE/Walter Bieri )

Wird bald geschlossen: NZZ-Druckerei in Schlieren. Bild: KEYSTONE

Wirtschaftlich gesehen ist der Niedergang der NZZ nicht erstaunlich. Printmedien im Allgemeinen und Tageszeitungen im Speziellen befinden sich in einer Todesspirale. Der Verweis auf «New York Times» und ihre Paywall-Lösung ist eine Illusion. In der Schweiz, ja möglicherweise im ganzen deutschen Sprachraum, spielt niemand in dieser Liga. Und selbst im angelsächsischen Raum sind Spitzentitel wie die «Washington Post» auf Mäzene wie Jeff Bezos angewiesen. 

Der Rückzug des liberalen Bürgertums

Nachdenklich, um nicht zu sagen traurig, stimmt die Tatsache, dass sich das liberale Zürcher Bürgertum die NZZ nicht mehr leisten will. Die paar Millionen – so meint man – müssten doch an der Limmat und entlang den beiden Seeufern locker einzutreiben sein. Doch der Vormarsch der neoliberalen Globalisierung ist gleichzeitig der Rückzug des liberalen Bürgersinns. Wie sagte doch Maggie Thatcher in Anlehnung an Friedrich von Hayek: «So etwas wie die Gesellschaft gibt es nicht.» 

Die Wirren um die NZZ zeigen, dass mittlerweile selbst innerhalb des Bürgertums der Gemeinschaftssinn verloren gegangen ist. Wenn es ums Bezahlen geht, lässt man gerne den anderen den Vortritt. Christoph Blocher ist bereit, auch wenn er weiss, dass er Geld verlieren wird. Im Gegensatz zum liberalen Bürgertum hingegen hat er eines begriffen: Ideen sind Macht.  

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Eine witzige Metapher twitterte @maxtransparenz



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58
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    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 19.12.2014 13:11
    Highlight Highlight Und wann kommt der Blick an die Reihe?
  • Schneider Alex 14.12.2014 06:39
    Highlight Highlight Wäre das so schlimm? Wir haben doch genug Mainstream-Medien. Da mag es doch ein paar kritische Medien vertragen!
    • Horseman 14.12.2014 20:17
      Highlight Highlight Alex,
      dein Statement ist kurz und greift definitiv viel zu kurz angesichts eines vielschichtigen gesellschaftlichen Wandels, den wir heute täglich in kleinen Schritten erleben
  • karl_e 14.12.2014 00:17
    Highlight Highlight @udjuke: hast Du Bern vergessen? Da war doch mal so ein komischer $VP-Umzug vor ein paar
    Jahren.



  • Bruno von Wartau 13.12.2014 09:28
    Highlight Highlight Wenn der möglichst schnelle Untergang der Schweizer Medien das Ziel ist, dann nur weiter so! Meinungseinfalt ist der Tod der Demokratie. Und das wäre dann das negativste Vermächtnis des Königs vom Verherrlisberg.
    • Bruno von Wartau 13.12.2014 13:05
      Highlight Highlight Wenn die NZZ ein linkes Einheitsmedium ist, dann sollten Sie vielleicht einmal eine lesen und nicht nur dem Stammtisch nachplappern.
    • phreko 13.12.2014 14:46
      Highlight Highlight Sewi, reicht dir die regelmässige Portion Verschwörungstheorien in der Schweizerzeit nicht?
  • Steely_Dan 13.12.2014 06:52
    Highlight Highlight Ja, dann werd ich mich wohl nach einer andern Zeitung umsehen müssen.
  • poesie_vivante 13.12.2014 02:33
    Highlight Highlight Eric Gujer als Chefredaktor der NZZ wäre der Untergang dieses Blattes. Er tritt die Tradition der gutschweizerischen ausgewogenen Berichterstattung mit beiden Füssen und schreibt stets proamerikanisch und pro-NATO.

    Da wäre Markus Somm eine viel bessere Wahl. Er ist ein Intelektueller, der den Überblick behält und seinen Mitarbeitern nicht vorschreibt, welches politische oder idiologische Spektrum sie journalistisch zu bedienen haben.
    • flyingdutch18 13.12.2014 12:12
      Highlight Highlight Sommer ist genauso ungeniessbar wie Gujer. Sommer hat einmal im Fernsehen allen Ernstes gesagt, die Linkshänder gehörten an die Wand gestellt, wenn eine Volksinitiative das fordert und sie vom Volk angenommen wird.
    • flyingdutch18 14.12.2014 16:27
      Highlight Highlight Mein Nexus 7 hat aus Somm den Sommer gemacht. Der Sommer, auch der diesjährige, ist VIEL besser.
  • True_Story 12.12.2014 23:21
    Highlight Highlight Liest jemand von euch NZZ.ch? Warum nicht? AHA, zu wenig konkurrenzfähig im Vergleich zu Watson, 20min, Tagi etc.!
    Der aktuelle Chefredation wird genötigt zu gehen, weil die Online-Redaktion der NZZ unter seiner Führung einfach nicht konkurrenzfähig ist.
    Schlicht: Er hat das Wb 2.0 Zeitalter verschlafen.
    Alle anderen Gründe sind reine Spekulation.
    • EvilBetty 13.12.2014 08:35
      Highlight Highlight Sag mir doch eine PrintZeitung die das Web nicht verschlafen hat.
  • Frau Dingsi 12.12.2014 22:04
    Highlight Highlight Aufhören! Jemand sollte diesen irren, durchgeknallten Krawallanten rechts von der FDP mal endlich sagen, sie mögen sich eintun. Kein Tag vergeht ohne ihr primitives Mobbing! (oder hat das vermögende liberale Bürgertum zu sehr von neoliberalen Deregulierungsexzessen der letzten 30 Jahre profitiert?)
    • udiuke 13.12.2014 09:21
      Highlight Highlight Ich weiss jetzt nicht so recht, wer hier die Krawalanten sind. Habe noch nie einen Saubannerzug der SVP durch die Stadt marschieren sehen. Das diese Nacht waren glaube ich Anhänger des anderen politischen Spektrums.
    • udiuke 13.12.2014 12:35
      Highlight Highlight In Ihrer Welt möchte ich leben. Wenn es ungemütlich wird, dann sind es also versuchte Ablenkungsmanöver. Ich habe in der Arena noch nie Farbbeutel fliegen sehen und die Einrichtung wurde meines Wissens auch noch nie demoliert in der Arena. Aus dieser Warte heraus gesehen, ein netter Um- und Ablenkungsversuch Ihrerseits.
    • phreko 13.12.2014 14:49
      Highlight Highlight Die einen fackeln Autos ab, die anderen den Rechtsstaat. Was uns teurer wird, können wir ja bei unseren Nachbarn nachfragen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • quark 12.12.2014 22:01
    Highlight Highlight warum nicht? Donald Duck gehört ja auch Disney und hat nix ausser Lustigem produziert
  • Denis Nordmann 12.12.2014 21:17
    Highlight Highlight These 4 scheint mir nicht völlig unplausibel. Was sagt die NZZ dazu?

    Dass hingegen ein Multimilliardär still und heimlich Aktienpakete zusammengekauft haben soll, kommt mir bei der Vinkulierung der NZZ-Aktien allerdings sehr abenteuerlich vor, vgl.
    http://www.nzzmediengruppe.ch/aktionaere/vinkulierung/
  • udiuke 12.12.2014 20:50
    Highlight Highlight Das ist Ihre gefärbte Sicht der Dinge, Herr Thiriet. Das ist natürlich Ihr gutes Recht. Nur lassen Sie mich dann auch etwas gefärbt gegenargumentieren: Ich habe absolut kein Problem damit, dass auch mal Einfluss von rechter Seite bei den Medien genommen wird. Schliesslich ist es ja ganz normal, wenn grosse Medien von Links gesteuert werden. Beispielsweise bekennender Linker und Eurosympathisant De Weck bei der SRG, Res Strehle, 68er und Linksaktivist beim Tagi. Haben Sie damals auch so rebelliert, als die beiden die leitenden Positionen der besagten Medien angetreten sind? Eben. Cool down.
    • Malesh 12.12.2014 21:25
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um links oder rechts! Es geht darum, dass Blocher und sein Netzwerk ziemlich zielstrebig Medienhäuser aufkaufen. Das ist ein recht grosser Unterschied und gefährdet meiner Meinung nach die Medienfreiheit. Das wär' genauso inakzeptabel, wenn es von Linker Seite herkäme.
    • dickmo 12.12.2014 21:52
      Highlight Highlight Strehle hat mich angestellt. Und de Weck war sicher die bessere Wahl als Rohner.
      Mit Rebellion hat meine Einschätzung nichts zu tun. Ich lese lieber 100 Leitartikel von Somm als einen von Spillmann. Alles was ich sage ist: Bei Blocher und Zeitungen muss man mit allem rechnen.
    • udiuke 12.12.2014 22:32
      Highlight Highlight @malesh: Immer wenn man Tatsachen zur linkslastigen Medienlandschaft aufführt, geht es plötzlich nicht mehr um link-rechts. Es gefärdet auch die Medienfreiheit, wenn ein De Weck mit "Steuergeldern" das Programm nach seiner persönlichen Sicht zu Service Public gestaltet.

      &dickmo: "Strehle hat Mich angestellt". Und jetzt? Was sagt das aus? Dass Du bis an Dein Lebensende keine Aussagen über ihn machen darfst?
      Als Ex P-Mitarbeiter gebe ich Dir in einem Punkt recht. Man hatte damals die Wahl zwischen Pest und Cholera bei der SRG. Aber Deine Aussage zu De Weck sagt gleich viel aus wie die zu Strehle, nämlich nichts.


    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 12.12.2014 18:31
    Highlight Highlight Wird die NZZ durch die Regionalmedien (SG/LU) zwangsbeatmet? Kann sie noch alleine überleben? Die Regionalmedien wurden gerade in einer Division zusammengefasst, machen publizistisch zur NZZ keinen Sinn. Bilden nur ein betriebswirtschaftlicher Asset mit Tendenz zum Klumpen. Die Berater raten zur Schärfung der Marke NZZ und zum Abstossen der Regionalmedien, die jetzt noch einen Wert haben (geschmückte Braut).

    A) BAZ zur NLZ und SGTB dazukaufen und auch auf BErn bei Tamedia schauen (Weko?) - Ist eher unwahrscheinlich, aber möglich.

    B) NLZ und SGTB der BAZ (Blocher) verkaufen. Tamedia geht wegen WEKO nicht. Spült Geld für Akquisitionen in die Kasse und jetzt wäre ein guter Zeitpunkt.

    C) NZZ wird ausländisch (vielleicht mal später).

    D) NZZ verkauft alles was nicht mit NZZ zu tun hat. Investiert in eine Int. Ausgabe und kooperiert international.

    E) Neuer CEO, weil nur digital und digital Portfolio-Verbreiterung die Marke NZZ verwässert und NZZ.at nicht ausreicht. int. Manager? NZZ.com (one brand).

    F) NZZ postet FuW und/oder Bilanz und stärkt Wirtschaftsfokus

    G) NZZ und FAZ gehen zusammen

    H) nichts passiert (wahrscheinlich)

  • poesie_vivante 12.12.2014 17:25
    Highlight Highlight Konzise wie exzellente Kommentare zur NZZ liefert von Zeit zu Zeit das Journalistenurgestein Gian Trepp auf seinem Blog:

    http://gtrepp.blogspot.com/?m=1

    Einfach NZZ in die Suchleiste eingeben.
  • Robin in da Hood 12.12.2014 16:03
    Highlight Highlight Von Niedergang zu sprechen, scheint mir doch etwas überhöht! Auch im Online-Bereich ist NZZ immer noch sehr gut dabei (am meisten Online-Abos)...
    Nur weil Chefredaktor zurücktritt und die Journi-Kollegen wilde Verschwörungen spinnen, muss man noch nicht den Teufel an die Wand malen.
    Einmal tief durchatmen und dann etwas nüchterner betrachten – das hilft manchmal...
  • Jazzomaniac 12.12.2014 14:10
    Highlight Highlight Es braucht gar nicht Somm. Stv. CR René Zeller, guter Kumpel von Zmörgeli und gern gesehener Gast äh Journalist bei SVP-Parteitagen ist vermutlich ebenfalls in der Pole-Position. Nur redet niemand von ihm. Sondern von Luzi Bernet (zu brav), Eric Gujer (versteht nichts von Online) und anderen.
  • Alnothur 12.12.2014 13:56
    Highlight Highlight Also ob über 18'000 NZZ-Digitalabos wirklich ein Fehlschlag sind - naja, nicht wirklich. Es kompensiert zwar nicht ganz die Print-Verluste, ist aber doch ganz ansehnlich.
    • udiuke 12.12.2014 15:40
      Highlight Highlight Hier mal ein paar Vergleichszahlen zur Nutzung der Onlineangebote von NZZ und Watson (alle Werte April bis November 2014, Quelle Net-Metrix Audit):

      Ø Unique User / Monat: NZZ 1'977'125, Watson 665'000
      Ø Visits / Monat: NZZ 10'104'196, Watson 3'055'624
      Ø Page Impressions: NZZ 44'294'476, Watson 10'834'815
      Ø Use Time: NZZ 00:05:07, Watson 00:04:51

      Und das wohlgemerkt mit einer Paywall bei der NZZ.
      Ich weiss jetzt nicht, wer als reine Onlineplattform den schlechteren Job macht.

      Solange man als online-only-Medium unterwegs ist und schlechter dasteht, einfach mal stillhalten, Herr Löpfe.
    • Oberon 12.12.2014 19:53
      Highlight Highlight Die Zahlen sprechen da eher für Watson, warten wir mal ab wie es in 12 Monaten aussieht.

      Zusätzlich hat die Qualität von der NZZ wirklich abgenommen und das ist mittelfristig gesehen stärker zu berücksichtigen.


  • sheimers 12.12.2014 12:46
    Highlight Highlight Immerhin tut dieser Möchtegernberlusconi etwas für die Umwelt: Er reduziert den Papierverbrauch seiner Zeitungen. ;-)
  • Thomas Binder 12.12.2014 12:19
    Highlight Highlight Im "Zeitalter des Narzissmus" am höchsten klettern die geschmeidigen Windfahnen und wer Geld braucht, droht käuflich zu werden. Als NZZ-Leser seit 45 Jahren fände ich es extrem schade, wenn nun auch noch die liberale alte Tante mit einem "Blocher" Suizid beginge.
    Cave: "Je höher der Affe klettert, desto besser sieht man seinen Hintern."
    (Willi "Ritschard-Bichsel")
  • karl_e 12.12.2014 11:13
    Highlight Highlight $VP und FDP unterscheiden sich ohnehin nur noch in Nuancen. Die Basis der $VP wird aber sicher nicht vom BLICK zur NZZ wechseln, es sei denn, sie schreibt so, dass sie auch vom Volck verstanden wird. Eine NZZ auf Blick-Niveau, das wärs!
  • Gleis3Kasten9 12.12.2014 10:59
    Highlight Highlight Schlimm genug schickt mir Somm regelmässig eine Portion Altpapier direkt in den Briefkasten, getarnt als Kompaktausgabe der Basler Zeitung, jetzt soll der Kerl auch noch die NZZ übernehmen?
    • Le_Urmel 12.12.2014 13:06
      Highlight Highlight Es gibt eine "Negativ"-liste bei der BaZ. Ich habe mich darauf setzen lassen. Die Kompaktzeitung landet nicht mehr im Briefkasten, dafür ab und zu das "normale" Blatt
  • Christian Denzler 12.12.2014 09:59
    Highlight Highlight Ein weiteres Propagandablatt für den Herrliberg-Führer? Das wäre dann ein News-App mehr, dass bei mir gelöscht würde. Gut gibt es Infosperber. Ich möchte unabhängigen Journalismus und keine SVP-Zeitungen. Schlimm genug dass 90% der Zeitungen bürgerlich gesteuert sind.
    • Hugo Wottaupott 12.12.2014 10:53
      Highlight Highlight es gibt ja auchnoch das SRF ;)
    • Alnothur 12.12.2014 11:18
      Highlight Highlight Infosperber und Journalismus? Hatten Sie einen Clown zum Frühstück?
    • bitzeli 12.12.2014 11:24
      Highlight Highlight Also Watson gehört mit dem teilweise lächerlichen linken Geschwafel sicher nicht dazu.
  • Adonis 12.12.2014 09:33
    Highlight Highlight Die Bananenrepublik scheint nicht mehr fern! Frohe Weihnachten!
    • bitzeli 13.12.2014 14:44
      Highlight Highlight @islairgendöpis Ich habe nichts gegen freie Meinungsäusserung. Sogar du darfst hier deinen Käse erzählen ;-)
  • Boniek 12.12.2014 09:14
    Highlight Highlight Die NZZ in den Händen der Reaktionären. Es kommt hoffentlich nicht so weit.
  • Kza 12.12.2014 09:00
    Highlight Highlight Somm ist ein Marktschreier Blochers. Ihm fehlt nicht nur die Unabhängigkeit, sondern auch das Format, um Chefredaktor der NZZ zu werden.
  • PatCrabs 12.12.2014 08:43
    Highlight Highlight Und es geht immer so weiter, bis wir in unserer Medienlandschaft irgendwann italienische Verhältnisse haben..
    • Jol Bear 12.12.2014 21:12
      Highlight Highlight ... ein verklausulierter Aufruf zur Förderung des Frühitalienischen in der Primarschule?
  • EinePrieseR 12.12.2014 08:12
    Highlight Highlight Wenn Somm kommt, dann kündige ich mein Abo bei der NZZ, auch wenn es schade wär. Die Hoffnung stirbt zuletzt..
    • satyros 12.12.2014 12:09
      Highlight Highlight Es wäre wohl der Tod der NZZ. Wer soll das noch lesen?
  • kettcar #lina4weindoch 12.12.2014 08:01
    Highlight Highlight Ich bin mir sicher, die Wählerbasis der SVP ist genau das Publikum, welches fleissig Abos löst für die NZZ... Vielleicht ist es wie im Leben: Auch dort müssen alte Tanten irgendwann sterben.
  • hektor7 12.12.2014 07:57
    Highlight Highlight Es zeigt sich immer deutlicher, dass Blocher und seine Jünger für die Schweizer Printmedien die noch grössere Gefahr darstellen als die Digitalisierung.
  • Shlomo 12.12.2014 07:20
    Highlight Highlight Tja, wenn sich die FDP weiter von den rechtsnationalen einlullen lassen will soll sie doch.
  • picu 12.12.2014 07:19
    Highlight Highlight Offenbar würde die NZZ gut zu Markus Somm passen, wenigstens was Seine Wendehalsmentalität angeht.

«Blick am Abend» wird nicht mehr gedruckt – 11 Jobs gestrichen

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