Wirtschaft
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Zwei Passantinnen vor einer Mobilfunkzone mit allen drei Anbietern Orange, Sunrise und Swisscom nach dem Entscheid des Bundesamtes fuer Kommunikation (BAKOM) ueber die Vergabe der Mobilfunkfrequenzen am Donnerstag, 23. Februar 2012 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Das Unternehmen Mobilezone beschäftigt rund 800 Mitarbeiter in der Schweiz. Bild: KEYSTONE

Telekommunikation

Mobilezone schliesst Filialen in der ganzen Schweiz



Der Schweizer Telekomdienstleister Mobilezone will rund zehn Filialen schliessen. Mittelfristig rechne man noch mit 120 Shops, sagte Mobilezone-Chef Markus Bernhard in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» vom Mittwoch. «Wir schliessen nur Standorte, an denen wir Geld verlieren», so Bernhard. Als Grund für die Massnahme nannte der seit April tätige Chef rückläufige Umsätze aus Handy-Verkäufen.

«Nach der Boomphase vor vier Jahren ist eine Konsolidierung eingetreten», präzisierte der Kommunikationschef von Mobilezone, Gregor Vogt, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Profitabilität der Filialen müsse deshalb laufend überprüft werden. Während einzelne Geschäfte verschwänden, würden andere wiederum ausgebaut.

Welche Standorte vom Abbau betroffen sind, konnte Vogt nicht sagen. «Es ist noch nichts endgültig entschieden», sagte er. In den nächsten zwei bis vier Jahren werde es aber in allen Regionen der Schweiz Schliessungen geben. Die betroffenen Mitarbeiter sollen nach Möglichkeit in anderen Filialen beschäftigt werden.

Wachstum dank Fitness-Armbändern

Trotz des schwierigen Umfelds setzt Mobilzone weiterhin auf das Kerngeschäft, den Handy-Verkauf. «In diesem Jahr brechen wir den Fünfjahrestrend und werden den Umsatz voraussichtlich halten», sagte Bernhard im Interview. So dürften beispielsweise dank dem neuen Tarifmodell von Sunrise wieder mehr Leute Handys kaufen.

Zudem verfüge man über eine hohe Kompetenz bei Beratungen. Bei Konkurrenten wie etwa der Post würden Kunden «nicht so wie bei uns» beraten, sagte Bernhard. Dies sei insofern wichtig, da mehr als die Hälfte der Schweizer Handybenutzer mit einem nicht optimalen Preisplan unterwegs sei.

Nebst Telefonen fokussiert Mobilzone zudem vermehrt auf Zubehör. «Das Geschäft bringt hohe Margen», sagte Bernhard. Künftig verkaufe man insbesondere sogenannte Wearables: Smartwatches und Fitness-Armbänder. Auch sei geplant, gebrauchte Smartphones in den Filialen gegen Bargeld aufzukaufen. «So etwas macht bislang niemand in der Schweiz.»

800 Mitarbeiter in der Schweiz

Den Umsatzeinbruch im Kerngeschäft konnte Mobilezone im vergangenen Jahr kompensieren, indem das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschloss. 2013 kaufte Mobilezone die Telekomfirma TalkTalk sowie das Canon Repair Center. Weitere Zukäufe im Dienstleistungsbereich sind laut Mobilezone aber keine geplant.

2013 stagnierte der Umsatz von Mobilezone bei rund 328 Mio. Franken. Der Betriebsgewinn des Konzerns stieg um 2,8 Prozent auf 25,8 Mio. Franken. Der Reingewinn steigerte sich um 4,5 Prozent auf 22 Mio. Franken. Laut Angaben auf der Internetseite beschäftigt das Unternehmen rund 800 Mitarbeiter in der Schweiz. (sza/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MediaEye 09.07.2014 17:02
    Highlight Highlight so viel ich weiss, gehört ja "mobilezone" zur #swisscom und von daher war und ist ja nichts anderes zu erwarten gewesen.
    Vielleicht sollten all die telefonhändler auch ihre bisherige Klientel bdem esser behandeln als immer nur auf das Neukundengeschäft zu schielen!
    So ist etwa der Service und das Zubehör-Angebot für Geräte vor der Smartphone- und iphone-Aera unter jeder Sau und spottet jeder Beschreibung !!!!

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