Wirtschaft
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Legales Geschäft boomt

Der US-Cannabis-Umsatz ist 2,7 Milliarden Dollar high. Wird Dope bald auch hier legalisiert?



Der gemeine Europäer tut ja gerne so, als hätte er mit dem gewöhnlichen Amerikaner nichts gemein. Doch in Tat und Wahrheit schreibt uns Washington etwa über Facebook vor, was anstössig ist und was nicht: Prüderie und US-Moralvorstellungen kommen hierzulande gerne durch die Hintertür.

Doch das Prinzip der Vorreiterschaft der Vereinigten Staaten kann auch positiv sein – etwa wenn es um Marihuana geht. Weil in immer mehr Bundesstaaten Gras straffrei ge- und verkauft wird, steigt auch in Europa die Chance auf eine Legalisierung. Und in den USA herrscht in Sachen Haschisch und Co. Goldgräberstimmung.

In this Tuesday, Dec. 30, 2014, photo, Cannabis City clerk Will Bibbs, left, helps a customer looking over a display case of marijuana products at the shop in Seattle. A year into the nation’s experiment with legal, taxed marijuana sales, Washington and Colorado find themselves with a cautionary tale for Oregon, Alaska or other states that might follow suit: They’re wrestling not with the federal interference many initially feared, but with competition from their own medical marijuana systems or even outright black market sales. (AP Photo/Elaine Thompson)

Cannabis-Verkauf in Seattle. Bild: Elaine Thompson/AP/KEYSTONE

Satte 2,7 Milliarden Dollar hat die Branche laut «ArcView Research» im Jahr 2014 (legal) umgesetzt. Im Vorjahr waren es mit 1,5 Milliarden Dollar noch 74 Prozent weniger – kein anderer Industriezweig wächst in den USA schneller. «Es ist kaum vorstellbar, dass ein seriöser, aufmerksamer Geschäftsmann noch nicht über die Möglichkeiten dieses Marktsegments nachgedacht hat», fasst «ArcView»-CEO Troy Dayton zusammen.

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grafik: arcview research

Die Zahl der Konsumenten legaler Cannabis-Produkte wird für das Jahr 2014 auf 1,5 Millionen Personen geschätzt. Ihre Ware wird bis dato in vier Staaten legal verkauft: Colorado, Washington, Alaska und Oregon. In Washington DC ist die Legalisierung beschlossen, aber noch nicht umgesetzt. Bis 2020 werden 14 Bundesländer hinzukommen, so die Prognose. 

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grafik: arcview research

Hinzu kommen diverse Staaten, in denen Marihuana von Medizinern verschrieben werden darf. Den Löwenanteil des Umsatzes bestreitet deshalb mit Kalifornien ein Staat, in dem Cannabis nicht per se unproblematisch ist. Nur der Besitz kleiner Mengen ist straffrei, doch weil Kalifornien schon 1996 medizinisches Marihuana freigegeben hat, gibt es dort heute eine gewisse Kiff-Kultur.

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Glaubst du, Marihuana wird in der Schweiz irgendwann mal völlig legalisiert?

Es dürfte bloss eine Frage der Zeit sein, bis Lobbyvertreter der US-Cannabisindustrie erwirken, dass für den Export lästige Verbote in Europa fallen. Wer hierzulande gerne mal die «grüne Brille» aufsetzt, kann also beruhigt durchatmen und gaaaanz entspannt in die Zukunft schauen

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Dynamite Deluxe: «Grüne Brille». video: youtube/dizney

Wie dieser junge Mann, der besagte Ware zum ersten Mal probiert hat. 

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • smoe 26.01.2015 17:26
    Highlight Highlight Sämtliche Drogen legalisieren, Tausende Menschenleben retten.
  • Nico Rharennon 26.01.2015 13:50
    Highlight Highlight "Bis Lobbyvertreter"... Hoffentlich schaffen wir das auch ohne allzu starken kapitalistischen Beigeschmack! Wär ja noch schöner wenn dann die bündner Hanfbauern eingehen weil sie von den "Big Players" aus Kalifornien verdrängt werden.
  • Nivea Duschgel 26.01.2015 13:50
    Highlight Highlight Legalisiere, statt d' Jugend kriminalisiere
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 26.01.2015 13:40
    Highlight Highlight Los, los! Dies wäre im Moment das wahrscheinlich Beste Wirtschaftsföderprogramm überhaupt. Nur schon wirtschaftlich können wir uns im Moment Zeit ein Verbot gar nicht mehr leisten. Anstatt über Kurzarbeit und Lohnkürzungen zu diskutieren, legalize it!! Die über 2 Milliarden kann die Schweiz im Moment super gebrauchen. Das entspricht immerhin der Wertschöpfung der gesamten Biolandwirtschaft in der Schweiz.
  • Angelo C. 26.01.2015 13:35
    Highlight Highlight Gut erwähnt, die US-Vorreiterrolle bei der Legalisierung, es waren auch die USA, die uns vor Jahrzehnten dieses weltweite Verbot (welches auf völlig tatsachenverdrehten Aussagen Einzelner beruhte und überall devot ebenso brav und kritiklos übernommen wurde) eingebrockt hatten. Bis nun hier die letzten Moosrücken der SVP die Zeichen der Zeit erkannt haben, wird es wohl noch dauern, denn solange NR Fön/SZ Lachnummern von sich gibt, dass man von 10g Pot locker an die hundert Joints drehen könne und sich Bortoluzzi noch immer die ahnungslose Ehre gibt, solange wird sich hier wohl kaum wesentliches verändern. Dabei würde gerade diesen Beiden ein bewusstseinerweiternder Joint ganz gut anstehen. Und, bin ich jetzt noch immer "der grosse und uneingeschränkte SVP-Symathisant" ;-))?'
  • Zeit_Genosse 26.01.2015 13:29
    Highlight Highlight Der Katalysator brauch rund 10 Jahre von den USA bis in die Schweiz als Gesetzt. Und der Airbag wurde auch mit einigen Jahren Vorsprung in den USA gesetzlich eingeführt. Warum aber die USA beim Cannabis die Legalisierung forcieren, scheint nur damit zu tun zu haben, dass man den Konsum nicht aufhalten (verbieten) kann (gesetzlich durchsetzen), dass man ein riesen Business darin sieht und weil keine Studien gegen den Konsum von Cannabis überzeugt. Wird bald weltweit börsenkotierte "GreenDoctors"-Ketten geben und/oder der Handel im Internet weltweit aus den USA gesteuert? Schneller sind sie.
  • mister 26.01.2015 13:05
    Highlight Highlight Es wird Zeit, finde ich!
    • Angelo C. 26.01.2015 13:42
      Highlight Highlight Nachdem man unlängst recht glaubwürdig lesen konnte, dass über 500'000 Schweizer und zugewandte Orte hierzulande kiffen oder zumindest längere Zeit Joints geraucht haben, aber auch angesichts der Tatsache, dass Cannabis für zahlreiche Krankheiten die bessere Alternative zu gar manchen Pharma-Medis darstellt, ist es wirklich an der Zeit, dass sich die grundsärzlich dafür stehenden CVP, SP und Grüne endlich den Sack zumachen und sich im Parlament gegen ewiggestrige, die sich lieber mit dem ungleich schädlicheren Alkohol die Hucke vollsaufen, durchzusetzen vermögen. Diese lächerliche Hexenjagd bindet kostenträchtig und unnötig Polizei und Strafverfolgungsbehörden, die heutzutage doch wirklich ganz andere Prioritäten wahrzunehmen hätten, tztz!

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