Wirtschaft
Schweiz

Studie zur Arbeitszufriedenheit in der Schweiz

Vanessa Schaer, Auszubildende Fachfrau Gesundheit EFZ (FaGe), links, bringt die Blutdruckmanschette am Arm der 88-jaehrigen Bewohnerin Astrid Baumann an, rechts, an einer Medienorientierung der Kanton ...
Pflegeberufe sorgen für grosse Zufriedenheit.Bild: keystone

Wenn du glücklich sein willst im Job, dann solltest du diese Arbeit machen

Einen Grossteil unserer Zeit verbringen wir unter der Woche bei der Arbeit. Da hilft es, wenn sie dir auch Spass macht und dich erfüllt. Dieses Ziel erreicht du mit diesen Jobs am ehesten.
05.05.2026, 08:1405.05.2026, 09:20

Berufstätige in der Pflege sind gemäss einer neuen Studie führend bei der Arbeitszufriedenheit. Acht von zehn Beschäftigten gaben an, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.

Bei der Vereinbarkeit mit dem Privatleben scheint es aber noch Verbesserungspotenzial zu geben. Insgesamt attestierte die Studie des Forschungsinstituts Sotomo, die am Dienstag veröffentlicht wurde, der Pflegebranche die höchsten Zufriedenheitswerte. Dabei konnten kaum Unterschiede nach Geschlecht festgestellt werden.

Anders aber beim Alter: Ältere Arbeitnehmende empfinden laut der Studie häufiger ein Gefühl der Erfüllung und des Stolzes. Dieses Gefühl sei für ein erfülltes Arbeitsleben mitunter entscheidend.

So viel Stolz empfinden Arbeitnehmende

Der Studie zufolge empfindet fast die Hälfte der Erwerbstätigen bei ihrer Arbeit viel oder sehr viel Stolz. Wieder erreichten hier die Pflegeberufe besonders hohe Werte.

Und auch bei der Bewertung der Jobsicherheit führten Pflege und Medizin – gefolgt von sozialen Berufen, dem Baugewerbe und der öffentlichen Verwaltung..

Mit dem Lohn allein ist es nicht gemacht

Wichtig für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz seien aber nicht nur die Sinnhaftigkeit und Erfüllung im Beruf. Auch strukturelle Rahmenbedingungen müssen gemäss der Studie gegeben sein. Diese bewerteten Berufstätige aus der Pflegebranche weniger positiv. Insbesondere bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben soll es laut Studie hapern.

Auf eine gute Work-Life-Balance legte fast die Hälfte der befragten Erwerbstätigen (47 Prozent) Wert, wie es weiter hiess. Fast ebenso wichtig schienen ihnen abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben zu sein (44 Prozent) sowie die Möglichkeit, Positives bewirken zu können (38 Prozent). Der Lohn sei den Befragten nicht unwichtig, belege aber erst den vierten Platz.

Quelle und Daten
Die Studie wurde im März 2026 im Rahmen der Kampagne «Mach Karriere als Mensch» vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführt. Hinter der Kampagne stehen die Trägerorganisationen Artiset, Spitex Schweiz und OdASanté. Unterstützt wurde sie vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Für die Umfrage wurden mehr als 4300 Erwerbstätige in der Schweiz sowie Pensionierte befragt.

(fox/sda)

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    The Barbarian
    05.05.2026 08:27registriert Oktober 2025
    Ich habe nichts gegen Arbeit. Im Gegenteil, ich arbeite gern, wenn Arbeit Sinn hat, Können verlangt und etwas hervorbringt.
    Aber genau hier beginnt der Witz: Aus meiner Bereitschaft zu arbeiten wird plötzlich die moralische Pflicht, jemand anderen reich zu machen. Mein Einsatz wird «Leistung» genannt, sein Gewinn «unternehmerischer Erfolg», mein Anteil daran «durchschnittlicher Lohn». Man lobt die Arbeitenden als Rückgrat der Gesellschaft, während man ihnen erklärt, dass das Rückgrat bitte nicht am Kopf sitzen soll.
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