Wirtschaft
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Migros will Globus, Depot, Interio und M-Way verkaufen



Globus soll in Zukunft nicht mehr Teil der Migros-Welt sein (Archivbild)

Gehört Globus bald nicht mehr zu Migros? Bild: KEYSTONE

Paukenschlag im Schweizer Detailhandel: Die Migros-Gruppe will schlanker werden und möchte die Warenhausgruppe Globus, das Möbelhaus Interio, den Einrichtungs- und Dekorationsspezialisten Depot sowie die E-Bike-Tochter m-way verkaufen.

Die Synergien der zum Verkauf stehenden Töchter mit dem Migros-Kerngeschäft seien «eher gering», begründet die Migros ihre Entscheidung. Die Unternehmen hätten ausserhalb der Migros-Gruppe bessere Erfolgsaussichten, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag: «Die Migros ist heute nicht mehr die beste Eigentümerin», wird Migros-Präsident Fabrice Zumbrunnen zitiert. Der Verkaufsprozess sei nun gestartet worden. Man suche «starke neue Eigentümer», die über das Know-how für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens verfügten.

Einen konkreten Zeitraum für den Verkauf nennt die Migros nicht: Der Verkaufsprozess von der Einleitung bis zu einem allfälligen Abschluss werde je nach Unternehmen «längere Zeit in Anspruch nehmen», heisst es aber. Für die Mitarbeitenden wie auch für die Kunden der Unternehmen seien in dieser Zeit keine wesentlichen Änderungen zu erwarten. Die eingeschlagene strategische Ausrichtung werde ausserdem unverändert weiterverfolgt.

Die Migros-Gruppe schärfe damit ihren strategischen Fokus. Sie setze auf eine verstärkte Profilierung im Kerngeschäft, den Ausbau des Convenience-Segments, der digitalen Vertriebskanäle und des Gesundheitsbereichs. Die Fachmärkte Do it + Garden, OBI, melectronics, micasa, SportXX und Bike World sollen weiterentwickelt werden.

In diesem Zusammenhang prüfe die Migros auch regelmässig die Zusammensetzung ihres Portfolios auf Akquisitionen und mögliche Verkäufe. Zudem will sie so Mittel freisetzen, um verstärkt in ihre strategischen Geschäftsfelder investieren zu können. (awp/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • TheKen 27.06.2019 13:10
    Highlight Highlight Synergien für Kerngeschäft gering : anders gesagt unrentabel
  • andrew1 27.06.2019 13:00
    Highlight Highlight Von mir ausgesehen geschehen im detailhandel die letzten jahre vorallem 2 sachen: 1. Die kunden werden preisbewusster und die konkurenz durch deutschland, aldi und co steigt. 2. Die hersrellerfirmen verkaufen produkte in die schweiz teurer als in der übrigen eu. Dadurch kommt der schweizer detailhandel stark unter druck und muss am falschen ort sparen. Nämlich bei den angestellten. Deshalb ist es wichtig Gegen unbegründete preisdifferenzierungen von hersteller und importeuren vorzugehen.
    • EarlofGrey 28.06.2019 11:07
      Highlight Highlight Häufig liegt es auch an den Schweizer Distributoren. Die Hersteller verkaufen die Waren meistens zu selben Preis an die Händler egal wo sich der befindet. Dann kommt ein Schweizer Vertrieb und sofort kostet der Einkauf derselben Ware locker 20% mehr ohne einen wesentlichen Mehrwert zu bieten. Und wenn man keine Firma im EU-Ausland gründen kann um wieder direkt mit dem Hersteller zu verhandeln ist man an den Schweizer Grosshändler gebunden.
  • karl_e 27.06.2019 11:21
    Highlight Highlight Ich frage mich ganz schüchtern, inwiefern die medbase zur Migros passt.
    • Kri Tik 27.06.2019 12:23
      Highlight Highlight Die Migros leidet wahrscheinlich an Halsnichtvollkriegitis. Dann passt so eine Geschäftsausrichtung prima.
    • stanislav.petrov 27.06.2019 15:32
      Highlight Highlight synergien für künftigen datenaustausch healthcare/retail. macht sinn (zumindest aus deren sicht)
  • Chili5000 27.06.2019 11:07
    Highlight Highlight Ich nehme euch den Globus ab, ich hole nur mal schnell mein Portmonaie aus meiner Hosentasche....
    • karl_e 27.06.2019 13:23
      Highlight Highlight Hoffentlich brauchst du nicht viel mehr als den einen symbolischen Franken. ;-)
  • delCibao 27.06.2019 10:57
    Highlight Highlight Die Migros Gesellschaft plant vorausschauend und versucht deren Beweggründe für den normalen Bürger als Harmlos darzustellen.
    Ein Gewinnorientiertes Unternehmen gibt nichts einfach so her, solange es damit noch gutes Geld verdienen kann. Es wird abgewogen, was die kommenden Jahre zu erwarten ist und ob eine einmalige Kapitaleinnahme höher zu bewerten ist als jährliche Gewinneinnahmen.
    Sicher ist, dass die nächste ganz grosse Wirtschaftskrise dank Billiggeld-Politik in 1-2 Jahren erwartet wird und soll die Mutter aller Krisen sein. Luxuswaren & Deko braucht dann keiner für lange Zeit.
  • Heinzbond 27.06.2019 10:45
    Highlight Highlight Ich würde mir gerne m way kaufen, wer würde mir mit dem Geld aushelfen?
  • G. Nötzli 27.06.2019 10:22
    Highlight Highlight Viel Spass einen Käufer zu finden, Retailmarkt ist seit Jahren am schrumpfen...

    Aber die neue Ausrichtung von Migros macht dennoch Sinn
    • delCibao 27.06.2019 11:10
      Highlight Highlight Es wird sicherlich ein spanischer K.O.nzern zuschlagen... oder vielleicht eine super Gelegenheit für Amazon, um seinen Markteintritt in der Schweiz zu stärken?
    • Xonic 27.06.2019 12:33
      Highlight Highlight El Corte Ingles 😍
    • G. Nötzli 27.06.2019 13:48
      Highlight Highlight @delCibao
      Amazon ist bekannt dafür nur einzusteigen, wenn Sie von Beginn an skalieren können. Dafür ist Globus zu klein und nur in der Schweiz.

      Könnte mir auch vorstellen, dass ein ausländischer Konzern zuschlägt (Chance das Coop oder Manor kauft ist gering). Hoffe allerdings, dass sich das Debakel wie bei Vögele nicht wiederholt
  • rundumeli 27.06.2019 09:40
    Highlight Highlight Versteh die M-Philosophie nicht ganz ... die m-way sind doch ein feiner image-träger für E-Bikes an bester Lage, während im bikeworld viel mittelmässiges rumdümpelt wie einst beim Sorgenkind exlibris.
    • karl_e 27.06.2019 11:20
      Highlight Highlight Das Design der Räder von m-way ist unterirdisch, aber m-way passt in dieser Hinsicht perfekt zur Migros, denn auch die M-Kleider, nebst zahllosen anderen Produkten, gehören in diese Kategorie.
    • rundumeli 27.06.2019 12:13
      Highlight Highlight muss ich dich enttäuschen, werter karl_e, gibts keine eigenmarke dort, aber fast alles von den günstigen cube bis hin zu den schweizer edelfirmen ... und ja das tolle ist, du kannst auch mal für einen halbtag eins austesten ohne viel schnickschnack ... und eine richtige ausfahrt machen ... konnte so schon einige freunde so von der sanften mobilität überzeugen.

      sowas steht einer genossenschaft gut an.
  • Berner_in 27.06.2019 09:35
    Highlight Highlight Wird höchste Zeit für die Korrektur dieser strategischen Fehlentwicklungen, in deren Folge Millionendefizite aus den Gewinne aus dem Detailhandel, wo der kleine Mann einkauft, gestopft werden müssen... Das ist und war nie im Sinne von Duttweiler...

    Unter genossenschafttlich verstehe ich, Gewinne an die Genossenschafter rückzuerstatten und/oder die Preise zu senken...
  • bärn 27.06.2019 09:23
    Highlight Highlight Wenig verwunderlich... gerade Globus hat bei der Migros Gruppe nichts mehr verloren... Arroganz und inexistenter Kundendienst kommt halt auf Dauer nicht gut. Habe jahrelang viel Geld dort hin gebracht, seit 2019 boykottiere ich diesen Laden konsequent. Vielleicht nicht überall so aber gerade Globus Bern Stadt... Servicewüste 1a
  • Scaros_2 27.06.2019 09:13
    Highlight Highlight Erst werden in der Ostschweiz etliche Mitarbeiter entlassen am Standort Ostschweiz.

    Dann erfährt man am nächsten Tag, dass die Migros das Gründenmoos nach auslauf des Vertrags nicht mehr weiter führen möchte

    Heute erfährt man das man schweizweit zusätzliche Marken verkaufen will.

    Hoppla! Würde ich mal sagen. Hier scheint doch arg was in Schieflage sein. Solche - fast schon - aggressive strategischen Änderungen macht man nicht "einfach so".


    Im Gegenzug muss man sich fragen: "Wenn die Migros das macht, was ist mit Coop? Die sind ja meinst Kopf an Kopf und kopieren sich gegenseitig :)
    • bebby 27.06.2019 10:23
      Highlight Highlight Nicht Coop, sondern Aldi und Lidl sind die ärgsten Konkurrenten von Migros. Dieselbe preisbewusste Kundschaft. Und dann erst noch das frischere Gemüse und Früchte.
    • Findolfin 27.06.2019 10:33
      Highlight Highlight Es wurden nicht nur am Standort Ostschweiz etliche Mitarbeiter entlassen, sondern überall in der Schweiz. Stichwort: Projekt Fast Forward.

      Und von der Klubschule weiss ich zufällig, dass die finanziell auch nicht gerade sehr gut aufgestellt ist.
    • Scaros_2 27.06.2019 11:03
      Highlight Highlight Ja und man bedenke, dass die M-Industrie noch ihr Projekt "One" hat dass das Ziel hat sämtliche ERP Systeme auf 1 einheitliches SAP heben will.

      Die Migros drückt insofern überall auf die Kosten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bärnerbueb 27.06.2019 08:56
    Highlight Highlight Lieber in das Immobilien Geschäft einsteigen, bringt halt mehr Geld :/

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