Wirtschaft
Schweiz

Vollgeld-Initiative laut Bundeskanzlei formell zustande gekommen

Hansruedi Weber, Praesident des Vereins Monetaere Modernisierung (MoMo), Mitte, zusammen mit als Berufsleute, Willhelm Tell, Helvetia und anderes verkleidete AktivistInnen reichen bei der Bundeskanzle ...
Am 1. Dezember reichten die Initianten die Unterschriften ein. Bild: KEYSTONE

Vollgeld-Initiative laut Bundeskanzlei formell zustande gekommen

24.12.2015, 11:0403.04.2018, 11:54

Die so genannte Vollgeld-Initiative ist formell zustande gekommen. Von insgesamt 111'763 eingereichten Unterschriften sind deren 110'955 gültig, wie die Bundeskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Hinter der Volksinitiative mit dem Titel «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)» steht der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo). Sie fordert, dass allein die Nationalbank neben Münzen und Notengeld auch elektronisches Geld schaffen darf.

Im heutigen System schaffen Banken dauernd neues, eigenes fiktives Geld, so genanntes Buchgeld, indem sie Kredite vergeben, und sie können das praktisch beliebig tun. Buchgeld existiert nur elektronisch, erweitert aber die umlaufende Geldmenge. Sobald ein Kredit zurückgezahlt ist, ist das Geld wieder verschwunden.

Buchgeld kann aber auch für Spekulation eingesetzt werden. Rund vier Fünftel des von Banken geschaffenen Geldes fliesse in die Finanzmärkte und nur ein Fünftel in die Realwirtschaft, schrieb das Initiativkomitee. Mit einer Vollgeldreform könnten Banken nicht mehr «übermässig Geld herstellen», und das verhindere Finanzblasen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Warum Genf und die G7-Gegner sich wegen einer Brücke in die Haare geraten
Die Genfer Behörden haben entschieden: Die Demo gegen den G7-Gipfel darf nicht über die Mont-Blanc-Brücke ziehen. Besonders eine Begründung sorgt bei den Organisatoren für Kopfschütteln: Die Brücke sei statisch zu fragil. Der Kanton spricht von einer «Scheindebatte». watson hat bei einem Experten nachgefragt.
Zwar haben die Genfer Behörden die Anti-G7-Demonstration vom 14. Juni bewilligt, doch über die Route wird heftig gestritten. Der Genfer Staatsrat hat entschieden, dass der Demonstrationszug ausschliesslich am rechten Seeufer stattfinden darf. Die Organisatoren wollten hingegen auch durch die linke Seeseite ziehen. Die von ihnen gewünschte «U-Route» entlang des Genfersees wurde abgelehnt – genauso wie die Überquerung der Mont-Blanc-Brücke.
Zur Story