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VW: Aus für Polo – Kleinwagen wird durch Elektro-Modelle ersetzt

Polo 6 Generationen
Nach 50 Jahren ist es so weit: Die Produktion des klassischen Polos wird eingestellt. Dafür gibt's einen Stromer.Bild: Volkswagen AG

VW: Aus für Polo – Kleinwagen wird durch Elektro-Modelle ersetzt

VW opfert seinen kleinsten Verbrenner. Ab 2026 soll die Einstiegsklasse elektrisch fahren. Der Konzern priorisiert die Rendite vor der Tradition.
20.12.2025, 15:2320.12.2025, 15:23
Markus Abrahamczyk / t-online
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t-online

VW verabschiedet sich vom Polo. Wie VW-Markenchef Thomas Schäfer im Interview mit der Zeitschrift «Auto Motor und Sport» erklärte, haben Kleinwagen mit Benzinmotor keine Zukunft. Die künftige Abgasregulierung mache sie für Kunden zu teuer.

«Die Zukunft in diesem Segment ist elektrisch», so Schäfer. Ein paar Jahre bleibt der Polo zwar noch im Programm. Dann aber ist Schluss.

Member of the Board of Management of Volkswagen AG, Brand Group Core 
CEO Volkswagen Brand
Rendite statt Benzin: VW-Chef Thomas Schäfer streicht den klassischen Kleinwagen, da Abgasregeln und doppelte Entwicklungskosten die Gewinne schmälern.Bild: Volkswagen AG

Elektro-Trio ersetzt den Klassiker

Statt eines neuen Benziners kommen ab 2026 der ID.Polo und der ID.Cross. Ein Jahr später folgt der ID.Every1. Damit bietet VW erstmals elektrische Fahrzeuge in allen Segmenten an.

VW ID. Polo
Der ID.Polo.Bild: vw

Schäfer begründet den radikalen Schnitt mit den Kosten: Die parallele Entwicklung von Verbrennern und Elektroautos sei zu teuer. Als Volumenhersteller müsse sich VW fokussieren. Allerdings: Während der klassische Polo aus dem Programm fliegt, bleiben «Leuchttürme» wie der Touareg im Programm. Denn mit dem teuren Verbrenner-SUV lässt sich viel Geld verdienen.

Ein Hybrid als Brücke

Ganz ohne Benzin geht es aber in den Einstiegssegmenten vorerst nicht. Für 2026 kündigt Schäfer den ersten Vollhybrid des Unternehmens an. Die Technik soll im Golf und im T-Roc starten. Wasserstoff lehnt der Chef für das Volumensegment ab. Die Preise der Technologie seien zu hoch, ihre Effizienz zu gering. Das Thema sei eine «Scheindiskussion».

Fabrikkosten sinken, Stellen schwinden

Auch die Produktion in Deutschland ändert sich. VW will Batterien und Motoren selbst beherrschen. In Wolfsburg, Emden und Zwickau sanken die Fabrikkosten seit Ende 2024 bereits um 30 Prozent.

Parallel dazu baut der Konzern Personal ab. Von den bis 2030 geplanten 35'000 Stellenkürzungen wurden bereits 25'000 durch Altersteilzeit und Aufhebungsverträge besiegelt. Schäfer wolle beweisen, dass Deutschland als Industriestandort wettbewerbsfähig bleibt. Er baut nicht nur das Unternehmen um, sondern auch seine Modellpalette.

Für Polo-Fans endet damit eine Ära. Und gleichzeitig beginnt im Segment der Kleinwagen eine neue Zeitrechnung.

Verwendete Quellen:

  • auto-motor-und-sport.de: "VW-Chef Thomas Schäfer im Interview: Die Zukunft bei den Kleinwagen ist elektrisch" (kostenpflichtig)
  • businessinsider.de: "Volkswagen will Polo-Produktion bis 2030 in Europa einstellen"
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