Wirtschaft
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THEMENBILD ZUM BERICHT UEBER DIE AUSWIRKUNGEN DER PERSONENFREIZUEGIGKEIT AUF DEN SCHWEIZER ARBEITSMARKT --- Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf den Schweizer Arbeitsmarkt und die Sozialversicherungen --- Hotelpersonal bereitet den Esssaal fuer ein Mittagessen vor, aufgenommen bei einem Blick hinter die Kulissen im Hotel Seedamm Plaza in Pfaeffikon SZ am 31. Maerz 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Das Gastgewerbe rechnet mit einem starken Sommer, aber ...

... die Stimmung am Schweizer Arbeitsmarkt hat sich insgesamt etwas getrübt.



Wie die Ergebnisse des jüngsten Arbeitsmarktbarometers des Personalvermittlers Manpower zeigen, sind die Arbeitgeber für die Sommermonate nur noch verhalten optimistisch gestimmt.

Von den befragten Arbeitgebern in der Schweiz rechnen im dritten Quartal 5 Prozent mit einem Personalaufbau, während 3 Prozent von einer Abnahme ausgehen, wie Manpower am Dienstag mitteilte. Im zweiten Quartal hatten noch 9 Prozent einen Aufbau und nur 2 Prozent einen Abbau in Aussicht gestellt.

«Die Schweizer Arbeitgeber reagieren wahrscheinlich auf die ungewissen Beziehungen mit der EU und ihren wichtigsten Handelspartnern»

Manpower-Schweiz-Che Leif Agnéus

Aus den Ergebnissen der Befragung ergibt sich unter dem Strich saisonbereinigt eine Arbeitsmarktprognose von plus 2 Prozent. Im Vorquartal hatte das Plus noch 4 Prozent betragen, vor einem Jahr 5 Prozent. Die grosse Mehrheit der 750 im April befragten Arbeitgeber will nach wie vor die Belegschaft stabil halten.

Unsicheres Umfeld

Manpower-Schweiz-Chef Leif Agnéus geht davon aus, dass es im Laufe des Sommers zu weniger Neueinstellungen kommen wird. «Damit reagieren die Schweizer Arbeitgeber wahrscheinlich auf die ungewissen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit der Europäischen Union und ihren wichtigsten Handelspartnern», glaubt er.

Als «ermutigend» bezeichnet der Schweiz-Chef die Prognosen der Arbeitgeber im Gastgewerbe. Diese liessen einen erfolgreichen Sommer-Tourismus erwarten. Bei Gastwirten, Hoteliers etc. liegt die Arbeitsmarktprognose netto bei plus 14 Prozent nach minus 6 Prozent im Vorjahr. Das sei die beste Prognose seit der Aufhebung des Euro-Franken-Mindestkurses im Jahr 2015, schrieb Manpower.

Pessimistischer ist man im Baugewerbe (-4%) und der Energie- und Wasserversorgung (-4%). Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet der Bau gar einen Rückgang von 15 Prozentpunkten. Weitere deutliche Rückgänge seien im Verkehrs- und Nachrichtenwesen (-11 Punkte), der verarbeitenden Industrie (-11) und im Handel (-10) zu sehen.

Bild

Ergebnisse nach Wirtschaftssektoren bild: Manpower schweiz

Schwach präsentiere sich auch der Sektor Bank- und Versicherungswesen, Immobilien und Dienstleistungen mit einem Minus von netto 3 Prozent in der Arbeitsmarktprognose von Manpower.

Optimismus in der Ostschweiz

In vier der sieben von Manpower unterteilten Regionen rechnen die Arbeitgeber im Laufe der nächsten drei Monate mit Neueinstellungen. In der Ostschweiz (+8%) sei der Optimismus am grössten. Zuversicht sei auch unter den Arbeitgebern im Espace Mittelland (+3%) und in der Genferseeregion (+3%) zu spüren.

Dagegen herrscht den Angaben zufolge im Tessin (-12%) mehr Pessimismus vor, was den Stellenzuwachs im dritten Quartal betrifft. Sowohl zum Vorquartal (-12 Prozentpunkte) als auch zum Vorjahr (-10 Prozentpunkte) gab es deutliche Rückgänge. Und in Zürich (-2%) scheine die über viele Jahre gesehene positive Dynamik vorbei zu sein. In der pulsierenden Wirtschaftsregion sind die Aussichten zum zweiten Mal in Folge negativ.

Im internationalen Vergleich ist der Optimismus für den hiesigen Arbeitsmarkt verhalten. So resultierten in den beiden Nachbarländern Deutschland und Frankreich (je +5%) höhere Werte. In Italien hält sich die Stimmung derweil mit einem Plus von lediglich 1 Prozent ebenfalls in Grenzen. (sda/awp/mim)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DasGlow 11.06.2019 10:19
    Highlight Highlight Man muss nicht so weit schauen. Es reicht schon wenn man sich gewisse Politiker und deren Statements zum Tourismus anschaut. Der SVP hat es zu viele Touristen weil ein Aeschi am Skilift anstehen muss.
    Die Medien, ja auch Watson, macht ein mega Drama weil eine große Gruppe Touristen aus China die Schweiz besucht und warnt alle Luzerner die Innenstadt zu meiden.
    Ja, die EU ist halt an allem Schuld aber nie Herr und Frau Schweizer😂

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