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Preise für Wohneigentum stagnieren im April in der Schweiz

Preise für Wohneigentum stagnieren im April in der Schweiz

Die Angebotspreise für Wohneigentum in der Schweiz haben sich im April kaum verändert.
07.05.2026, 07:3507.05.2026, 07:35

Während die Preise für Einfamilienhäuser leicht sanken, stagnierten jene für Eigentumswohnungen weitgehend. Damit hat sich die Preisentwicklung im laufenden Jahr erneut abgeflacht.

Soll Geld der zweiten und dritten Säule für Wohneigentum eingesetzt werden? Forscher der ZHAW mahnen zur Vorsicht. (Symbolbild)
Die Preise für Einfamilienhäuser gingen im April für einmal zurück. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Konkret gingen die ausgeschriebenen Preise für Einfamilienhäuser gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten ImmoScout24-Kaufindex hervor, der gemeinsam mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI erhoben wird. Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen legten derweil lediglich um 0,1 Prozent zu.

Trotz der leichten Entspannung bleibt das Preisniveau hoch. Für Einfamilienhäuser verlangten Anbieter Ende April durchschnittlich 8018 Franken pro Quadratmeter Wohnfläche. Dies entspricht einem Rückgang um 17 Franken gegenüber März. Ein typisches Haus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche kostet damit aber weiterhin mehr als 1,1 Millionen Franken. Eigentumswohnungen wurden im Schnitt zu 9422 Franken pro Quadratmeter ausgeschrieben.

Auch im Jahresvergleich zeigt sich ein deutliches Plus. Einfamilienhäuser verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent, Eigentumswohnungen um 4,4 Prozent.

«Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass potenzielle Käuferinnen und Käufer genauer hinschauen und nicht mehr jeden Preis zahlen», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate bei der SMG Swiss Marketplace Group, zu der ImmoScout24 gehört, in der Mitteilung zitiert.

Grosse regionale Unterschiede

Regional zeigte sich bei Einfamilienhäusern insbesondere in der Zentralschweiz eine deutliche Korrektur. Dort sanken die Angebotspreise im April um 4,2 Prozent. Rückgänge verzeichnete auch das Mittelland mit minus 1,5 Prozent. Höhere Preisforderungen wurden dagegen in der Nordwestschweiz (+1,2 Prozent), sowie der Genferseeregion (+0,9 Prozent) registriert.

Bei Eigentumswohnungen fiel der stärkste Rückgang im Tessin mit minus 0,8 Prozent an. In der Nordwestschweiz (-0,7 Prozent), der Ostschweiz sowie der Zentralschweiz (je -0,6 Prozent) gingen die Preisvorstellungen ebenfalls zurück. Steigende Preise wurden in der Genferseeregion (+1,2 Prozent) und im Mittelland (+0,9 Prozent) beobachtet. (sda/awp)

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