Wirtschaft
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The company's logo of Swiss chemicals group Sika is seen at an office building in Zurich December 8, 2014. France's Saint-Gobain has offered 2.75 billion Swiss francs ($2.8 billion) to buy a controlling stake in Sika, but the move was rejected by the Swiss firm's management, sparking a slide in both companies' shares.  REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND  - Tags: BUSINESS CONSTRUCTION BUSINESS LOGO)

Die Querelen beim Bauchemie-Unternehmen nehmen kein Ende – Sika-Signet an einem Bürogebäude in Zürich. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Industrie

Drei Sika-Verwaltungsräte sollen gehen

Der Konflikt um den Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika geht weiter: Die Gründerfamilie verlangt eine ausserordentliche Generalversammlung und will dabei drei Verwaltungsräte abwählen.

Der Konflikt um den Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika geht in eine weitere Runde: Die Gründerfamilie will drei der neun Verwaltungsratsmitglieder an einer ausserordentlichen Generalversammlung abwählen lassen. Ein Teil des Verwaltungsrats hatte die Übernahme durch Saint-Gobain abgelehnt.

Das aktuelle Verwaltungsratsmitglied Willi Leimer, der gleichzeitig der Schenker Winkler Holding vorsteht, soll in den Nominierungs- und Vergütungsausschuss gewählt werden.

Der Verwaltungsrat werde Antrag und Begehren prüfen und zu gegebener Zeit dazu Stellung nehmen, heisst es weiter im Communiqué. Da die Holding mehr als zehn Prozent der Aktien hält, kann sie die Einberufung einer Generalversammlung verlangen.

Konzernleitung stellte sich quer

Am Montag war bekannt geworden, dass der französische Konzern Saint-Gobain die Kontrolle über Sika für 2,75 Mrd. Fr. übernimmt. Sie tut dies, indem sie die Schenker Winkler Holding übernimmt, welche privilegierte Aktien im Umfang von 16,1 Prozent des Aktienkapitals und 52,4 Prozent der Stimmrechte bei Sika hält. 

Ein öffentliches Kaufangebot für die restlichen Aktionäre muss Saint-Gobain nicht abgeben und will dies auch nicht tun.

Nachdem die Übernahme öffentlich gemacht wurde, drohten die Konzernleitung und die von der Gründerfamilie unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder mit dem Rücktritt. Dies dürfte zum Abwahlantrag von Seiten Schenker Winkler geführt haben.

Designierter Präsident ist Zürcher Wirtschaftsanwalt

Die der Schenker Winkler Holding nicht mehr genehmen Paul Hälg, Monika Ribar und Daniel Sauter sind bekannte Manager: Hälg führt seit 2004 den Urner Industriekonzern Dätwyler, Ribar war während langer Zeit Chefin des Basler Logistikkonzerns Panalpina. Sauter ist Präsident der Bank Julius Bär und war Chef des Zuger Rohstoffkonzerns Xstrata. 

Der von der Burkard-Familie als künftiger Sika-Präsident vorgeschlagene Max Roesle ist ein Zürcher Wirtschaftsanwalt. Chris Tanner ist Finanzchef des an der Schweizer Börse kotierten Pharma-Unternehmens Cosmo. (sda)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 10.12.2014 18:30
    Highlight Highlight Jeder kann seine Aktienanteile frei verkaufen. Juristisch ok. Gibt es denn einen Schweizer Käufer? Wo ist das Schweizer Kapital, dass dem Management ermöglichen könnte einen Buy-Out zu realisieren ohne kurzfristig an ein Exit zu denken? Jetzt schlägt wieder eine Stunde in der Schweizer Wirtschaft. Die Schweizer Industrie ist ja nicht mehr schweizerisch, sondern in ausländischer Hand mit dem Klumpenrisiko vieler Arbeitsplätze, Steuersubstraht und Wohlstandssicherheit. Alles in fremden Händen. Wo ist der polteri Blocher, der da jetzt zugreiffen könnte wie einst bei der EMS, die er als Schnäppchen übernommen hat. Die Hayeks, Spuhlers, Ammanns, usw. die auch politisches Verständnis haben und sich nicht nur mit Renditen und Bonis zukoksen wie diese Banker-Marionetten. Sie sind es, die jetzt etwas tun können. Nicht als Retter oder Ritter, sondern als Investor für eine Kerngesunde Firma. Oder ist Sika am Ende eine heisse Kartoffel?
  • manhunt 10.12.2014 12:44
    Highlight Highlight wieso ein florierendes schweizer traditionsunternehmen ins ausland verkaufen?? unfassbar!

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