Wirtschaft
Schweiz

Skyguide prüft Abbau von bis zu 220 Stellen

Eine Mitarbeiterin von Skyguide kontrolliert die Monitore und hat Blick auf das Flugfeld, bei Skyguide im Tower des Flughafen Zuerich Kloten, aufgenommen am 10. April 2014. Im Tower am Flughafen Zueri ...
Eine Mitarbeiterin von Skyguide am Flughafen Zürich.Bild: keystone

Skyguide rechnet mit Abbau von 220 Stellen bis Ende 2027

19.05.2026, 11:2119.05.2026, 12:30

Nach aktuellem Stand rechnet Skyguide mit bis zu 220 möglichen Entlassungen bis Ende 2027. Die ersten neunzig Stellen könnten schon bis Ende des Jahres wegfallen. Vom Stellenabbau betroffen sein könnten Mitarbeitende in Dübendorf und in Genf, hiess es seitens der Schweizer Flugsicherung.

Der Stellenabbau solle in zwei Phasen erfolgen: Von September bis November 2026 könnten bis zu 90 Stellen wegfallen, zwischen Mai und Juni 2027 weitere bis zu 130 Stellen. Die operativ tätigen Flugverkehrsleitenden seien allerdings von möglichen Entlassungen ausgenommen. Am Dienstag eröffnete das Skyguide ein dreissig-tägiges Konsultationsverfahren.

Im Rahmen des Konsultationsverfahrens will Skyguide gemeinsam mit Sozialpartnern und Arbeitnehmervertretungen Massnahmen prüfen, um die Zahl der Kündigungen möglichst zu begrenzen. Genannt werden unter anderem weniger Neueinstellungen, Frühpensionierungen, interne Wechsel und ein geringerer Einsatz externer Mitarbeitender.

Bis zum 18. Juni können Mitarbeitende, Arbeitnehmervertretungen sowie Gewerkschaften Vorschläge einreichen, um Entlassungen zu vermeiden oder deren Folgen zu mildern. Anschliessend, so wurde mitgeteilt, werde das Unternehmen über das weitere Vorgehen entscheiden.

Kostendruck und Effizienzziele

Als Gründe für den Stellenabbau nennt Skyguide steigende Personal- und Systemkosten, unsichere Einnahmen, europäische Effizienzziele sowie komplexe interne Strukturen. Die Personalkosten hätten 2025 rund 382 Millionen Franken betragen, bei Gesamtausgaben von 576 Millionen Franken.

Skyguide wolle mit strukturellen Anpassungen die finanzielle Stabilität sichern, die Effizienz erhöhen und die Organisation stärker auf den Kernauftrag der Flugsicherung ausrichten, heisst es. Sicherheit und Betriebskontinuität seien während des gesamten Prozesses gewährleistet.

Das Flugsicherungsunternehmen sei sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und wolle die Auswirkungen für Mitarbeitende so gering wie möglich halten sowie deren soziale Folgen abfedern. Gleichzeitig sei es für Skyguide aber essenziell, zentrale Kompetenzen und wichtige Mitarbeitende im Unternehmen halten zu können, um so den Betrieb und die Weiterentwicklung sichern zu können. (sda/awp)

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Squawk 7700
19.05.2026 11:43registriert Mai 2025
Entweder hat man jahrelang sinnlose Jobs geschaffen, die man einfach wegrationalisieren kann, oder die Sicherheit wird darunter leiden.

Was denn nun?
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Outlook
19.05.2026 12:04registriert Februar 2022
"Die operativ tätigen Flugverkehrsleitenden seien allerdings von möglichen Entlassungen ausgenommen." Das ist schon mal gut. Der Flugverkehr wird nicht weniger.

Ansonsten ein etwas dürftiger Artikel, der wichtige Fragen nicht beantwortet.

Wie viele Mitarbeitende hat Skyguide und wie viele davon sind Flugverkehrsleitenden? Was machen denn diejenigen, die Entlassen werden sollen so den ganzen Tag und warum kann auf sie verzichtet werden …? "Strukturanpassungen" ist nicht sehr aussagekräftig.
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Coffey
19.05.2026 11:44registriert März 2016
Bei der skyguide werden keine Boni ausbezahlt. Der Abbau ist zu 100% richtig, die Firma wurde seit swisscontrol mit der Militärsisch Flugsicherung fusioniert hat und zur skyguide wurde, endlos aufgeblasen, ein Verwaltungsmoloch kreiert und komplizierte prozesse geschaffen. Wenn man beginnt, wieder zu arbeiten, anstatt irgendwelche Prozessformulare auszufüllen, werden noch viel mehr Stellen abgebaut werden können. Das wäre beim Bundesamt für Zivilluftfahrt auch mal dringend notwendig. Dort arbeitet auch keiner mehr, man sitzt nur noch an Meetings, wo man darüber diskutiert, was zu tun wäre.
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