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Swiss Re schreibt im Coronajahr einen Verlust von 878 Millionen Dollar



Pandemie- und Katastrophenschäden haben Swiss Re im letzten Jahr einen hohen Verlust beschert. Der Rückversicherer hat für ausserordentliche Schadenjahre vorgesorgt und genügend Geld beiseitegelegt und hält das an die Aktionäre abgegebene Dividendenversprechen.

Unter dem Strich verblieb in der Jahresrechnung der Swiss Re ein Fehlbetrag von 878 Millionen US-Dollar nach einem Gewinn von 727 Millionen im Jahr 2019, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Analysten hatten mit einem Minus von knapp einer halben Milliarde Dollar gerechnet.

epa09020910 (FILE) - A file photograph showing the logo of the Swiss reinsurance company Swiss Re, at the main building of the company in Zurich, Switzerland, 19 November 2007 (reissued 18 February 2021). Swiss Re is to release their annual 2020 results on 19 February 2021.  EPA/EDDY RISCH *** Local Caption *** 52605039

Es war ein teures Jahr für Swiss Re. Bild: keystone

Im vierten Quartal erhöhte Swiss Re die Rückstellungen für coronabedingte Schäden auf insgesamt 3.9 Milliarden Dollar, nachdem bis Ende September 3.0 Milliarden in den Büchern standen. Das Geld hatte der Rückversicherer für Leistungen zu Betriebsunterbrüchen, Verschiebungen oder Absagen von Veranstaltungen oder Todesfallversicherungen reserviert.

Trotz roter Zahlen schlägt Swiss Re den Aktionären eine Dividende auf dem Niveau des letzten Jahres vor. Je Aktie sollen wiederum 5.90 Franken bezahlt werden. Das ist keine Überraschung, denn noch im November hatte das Management um CEO Christian Mumenthaler ein Bekenntnis zu stabilen bis steigenden Dividenden abgegeben.

Mit Blick auf das laufende Jahr rechnet Swiss Re mit weiteren Kosten im Zuge der Corona-Pandemie. Diese dürften aber weitaus geringer ausfallen als dies im letzten Jahr der Fall war. Zudem dürfte der Rückversicherer von steigenden Preisen profitieren. Das zeigt die für die Branche wichtige Januar-Vertragserneuerungsrunde fürs Schadengeschäft an.

«Für 2021 sind zwar einige weitere Covid-19-Schäden zu erwarten, doch die entsprechenden Risikoexponierungen in den Sach- und Haftpflicht-Sparten haben wir drastisch reduziert», wird Christian Mumenthaler in der Mitteilung zitiert. (sda/awp)

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