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Österreichischer Möbel-Gigant XXXLutz kauft Möbel Pfister – «keine Entlassungen»



Wird österreichisch: Möbel Pfister geht in die XXXLutz-Gruppe auf.

Pfister ist kaum wegzudenken aus dem Schweizer Möbelgeschäft. Bild: KEYSTONE

Es ist das Ende eines Stücks Schweizer Unternehmensgeschichte. Das Einrichtungshaus Möbel Pfister geht in ausländische Hände über. Die österreichische XXXLutz-Gruppe erwirbt dieses von der bisherigen Eigentümerin, der F.G. Pfister Holding.

Im Rahmen des Verkaufs geht nicht nur die Möbel Pfister AG, sondern auch die bisher der Pfister Holding gehörenden Töchter Arco Regio, Pfister Professional sowie die Pfister Vorhang Service AG in den Besitz von XXXLutz über. Angaben zum Kaufpreis wurden in der Mitteilung keine gemacht.

Die erste Filiale des oesterreichischen Moebelhaendlers XXXLutz der Schweiz, fotografiert am 6. April 2018 in Rothrist, Kanton Aargau. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

XXXLutz hat eine Filiale in der Schweiz Bild: KEYSTONE

Die bisherigen Markennamen Möbel Pfister, Hubacher, Egger und Svoboda werden aber beibehalten, wie die F.G. Pfister Holding am Mittwoch mitteilte. Für die 1'800 Mitarbeitenden werde sich durch den Verkauf nichts ändern.

Alle Angestellten der Pfister Gruppe würden zu den gleichen Konditionen wie bisher weiterbeschäftigt. «Es wird zu keinen Entlassungen kommen», schrieb das Unternehmen.

«Anspruchsvolleres Umfeld»

Als Grund für den Verkauf nannte die F.G. Pfister Holding, dass es für Einrichtungshändler immer anspruchsvoller werde, sich im «zunehmend globalisierten und kompetitiven Marktumfeld weiter zu entwickeln».

Zwar schreibe Möbel Pfister nach wie vor schwarze Zahlen, doch sei der Verkauf an die Österreicher in diesem Umfeld die «bestmögliche Option für die Unternehmen und die Mitarbeitenden», wurde Rudolf Obrecht, Verwaltungsratspräsident der F.G. Pfister Holding zitiert. Die Holding hielt bisher 100 Prozent der Aktien aller ihrer Tochtergesellschaften.

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Bild: watson/obi

Der neue Eigentümer von Möbel Pfister betreibt aktuell 297 Einrichtungshäuser in zwölf europäischen Ländern, beschäftigt gut 22'200 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 4,4 Milliarden Euro.

XXXLutz war erst im September 2018 mit einem eigenen Möbelhaus in den Schweizer Markt eingetreten. Erster Standort war ein 15'000 Quadratmeter grosses Geschäft im aargauischen Rothrist.

Rücktritt von Pfister-Chef

Erst im September war bei der Möbel Pfister AG Chef Matthias Baumann zurückgetreten - offiziell aus persönlichen Gründen. Derzeit leitet Gruppen-Finanzchef Ivan Bosin das Möbelhaus ad interim.

Baumann ist der Schwiegersohn von Alt-Bundesrat Christoph Blocher und mit dessen Tochter Miriam, der Besitzerin des Basler Läckerli-Huus, verheiratet. Nach Baumanns plötzlichem Abgang war in Medienberichten über die Gründe spekuliert worden.

Während Baumann sich selbst nicht äussern wollte, hatte Blocher der «Schweizer Illustrierten» gesagt, dass sein Schwiegersohn und das Unternehmen «sich über die künftige Ausrichtung in diesem sehr schwierigen Markt nicht mehr einig» gewesen seien. (aeg/awp/sda)

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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • luegeLose 23.10.2019 14:40
    Highlight Highlight Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Würde das Resümee aktualisieren und schon mal Augen und Ohren offen halten. Dein nächster Kunde kann auch dein neuer Arbeitgeber sein.
  • Caturix 23.10.2019 13:18
    Highlight Highlight Diese Mentalität, ich kauffe billiger im Ausland, wird langfristig der Schweiz massiv schaden und sehr viele Firmen + Arbeitsplätze vernichten.
  • leu84 23.10.2019 12:55
    Highlight Highlight Das der Lutz seine Schweizer Filiale in Rothrist gebaut hat, war wohl kein Zufall ;)
    • Hüendli 23.10.2019 19:18
      Highlight Highlight Der ist da nur eingemietet, das Gebäude (schon ~10 Jahre alt) gehört immer noch der Familie Hubacher-Medina.
  • fidget 23.10.2019 12:40
    Highlight Highlight XXXLutz, das sind doch die mit dem roten Stuhl, oder? Also hätte ich roten Stuhl, dann würde ich schleunigst zum Arzt gehen.
  • Don Alejandro 23.10.2019 12:01
    Highlight Highlight Bad News für die Angestellten. XXXLutz ist berüchtigt für seine ruppigen Methoden ggü der Belegschaft.
  • äti 23.10.2019 11:42
    Highlight Highlight Blocher hat mitgemischt. Analog Alusuisse etc etc etc
  • Noach 23.10.2019 11:37
    Highlight Highlight Schade ,habe gerne bei Pfister gekauft werde ich nicht mehr !
  • Hiker 23.10.2019 11:17
    Highlight Highlight Da stehen mir die Haare zu Berge. Ein weiteres Opfer der ach so schweizerischen Blocher Mafia. Kaum hat man den letzten Chef aus der Chefetage herausgestossen verkauft der Schwiegersohn des Urschweizer Eidgenossen Ch. Blocher das Unternehmen ins Ausland! Wo ist da jetzt das grossartige Getue um die „Schweizerische Souveränität“? Wie war das mit dem Kalb, dass sich den eigenen Metzger wählt? Das alles macht mich stinksauer.
    • reddaisy 23.10.2019 14:26
      Highlight Highlight Da hast du was falsch verstanden... Baumann ist eben genau deshalb gegangen, weil er NICHT hinter dem Verkauf stand.
  • zeromg 23.10.2019 10:58
    Highlight Highlight "XXXLutz" - Zuerst dachte ich, Möbel Pfister wurde an die Pornoindustrie verkauft :-)
  • Goon 23.10.2019 10:42
    Highlight Highlight Pfister hatte zwar immer sehr schöne Sachen. Aber wenn ich den Preis anschaute kriegte ich Schnapp-Atmung. Deswegen für mich kein Verlust.
  • Magnum44 23.10.2019 10:34
    Highlight Highlight Wie kommt man auf die Idee einen Möbelladen xxx zu nennen? Oder führen die da manchmal auch Castings durch (frage für einen Freund)?
  • rogerty72 23.10.2019 09:30
    Highlight Highlight Normalerweise nehme ich sowas einfach als „weitere Übernahme“ zur Kenntnis.
    Hier muss ich sagen, bedaure ich es sehr, dass nun Möbel Pfister an diese Gruppe geht. Ich denke die CH oder sogar Regionale DNA die bei Pfister noch erstaunlich gut spürbar war wird wohl verloren gehen. Der Profit wird noch mehr im Vordergrund stehen, wie schon andere Kommentare aussagen, und die tollen engagierten Mitarbeiter werden wohl auch bald mal „ausgetauscht“. Schade für die Möbelbranche in der Schweiz.
    • Fandall 23.10.2019 10:07
      Highlight Highlight Solange der Neoliberalismus nicht gestoppt wird, wird das leider so weitergehen...
    • Farang Gringo 23.10.2019 13:45
      Highlight Highlight regionale DNA? lebst du in China?
  • Madison Pierce 23.10.2019 09:14
    Highlight Highlight Wie spricht man "XXXLutz" eigentlich aus? "igs-igs-igs Lutz", "igs-igs-igs-ell utz" oder wie?
    • maatze 23.10.2019 12:18
      Highlight Highlight Iks, iks, iks, Lutz.
    • rogerty72 23.10.2019 20:21
      Highlight Highlight Wobei ich die Verwendung von XXX eh ziemlich „speziell“ finde in geschäftlichem Kontext...
      Vielleicht sagt man auch Porn-Lutz?
      😏
  • sherpa 23.10.2019 09:07
    Highlight Highlight aus Gründen der sog. "Optimierung" werden viele traditionelle Schweizer Unternehmen einfach mal ins Ausland verscherbelt und wer nun glaubt, es würden dadurch keinen Stellenabbau geben, der irrt sich. Die Vergangenheit hat, trotz immer wiederkehrenden Beteuerungen, stets das Gegenteil hervor gebracht. Hauptsache ist es doch, so scheint es zumindest, dass der Geldbeutel der Eigner und Aktionäre gefüllt werden kann.
  • Grave 23.10.2019 09:01
    Highlight Highlight Wenigstens nicht china
    • Caturix 23.10.2019 13:19
      Highlight Highlight Auch nicht besser. Oesterreich ist auch im Osten ;)
  • Chiubi 23.10.2019 08:54
    Highlight Highlight Wundere mich schon seit längerem wie es diese Geschäfte überhaupt noch schaffen offen zu bleiben.
    Vermutlich liegt an mangelnden Alternativen.
    Selber würde ich bei Pfister nie etwas kaufen.
    • Hamudi Dudi 23.10.2019 09:36
      Highlight Highlight Wieso mangelnde Alternativen? In der Schweiz kann man sich jetzt wirklich nicht über zu wenig verschiedene Einrichtungsgeschäfte beklagen. Pfister, Ikea, Lipo, Conforama, Micasa, Interio fallen mir spontan ein. Gibt sicher noch weitere grosse Ketten und unzählige kleinere Geschäfte.
    • weachauimmo 23.10.2019 09:49
      Highlight Highlight Wieso kaufst Du nicht bei Geschäften wie Pfister ein? Hast Du denn nicht die Grünen gewählt am Wochenende?
    • Evereu 23.10.2019 10:20
      Highlight Highlight Warum würdest du nie bei Pfister einkaufen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baumann moni 23.10.2019 08:54
    Highlight Highlight bin völlig schockiert. ich glaube auch, dass die Qualität nicht mehr dieselbe ist.
  • Nicosinho 23.10.2019 08:54
    Highlight Highlight sehr schade!
    • *sharky* 23.10.2019 09:04
      Highlight Highlight Du bist die Ambivalenz in Person Nicosinho... ;)
  • Frausowieso 23.10.2019 08:37
    Highlight Highlight Die Markennamen werden beibehalten. Stellt sich die Frage, ob die Qualität ebenso beibehalten wird oder ob man Qualitätsnamen missbraucht um günstige Möbel teuer zu verkaufen.
    • philosophund 23.10.2019 08:47
      Highlight Highlight Pfister führte früher deutlich bessere Produkte im Sortiment.
    • Chili5000 23.10.2019 09:20
      Highlight Highlight Pfister hat auch günstige Möbel zu überteuerten Preisen verkauft. Das dürfte wohl jedem klar sein.
    • Frausowieso 23.10.2019 09:38
      Highlight Highlight Nun, das vermag ich nicht zu beurteilen, da ich noch nie Möbel bei Pfister gekauft habe (Team Interio). Ich weiss jedoch, dass sie gute Markenprodukte z.B. von Hasena führen. Klar, bekommt man diese Artikel im Internet, gerade von ausländischen Möbelhändlern, teils günstiger. Bevor ich so viel Geld für eine Einrichtung ausgeben würde, wäre ich um eine profesionelle Beratung dankbar und die bekommt man im Pfister.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 23.10.2019 08:28
    Highlight Highlight "Die Markennamen (Möbel Pfister, Hubacher, Egger und Svoboda) würden beibehalten, Entlassungen werde es keine geben."

    Das heisst es am Anfang immer. Eingehalten wird es fast nie.
    • MacB 23.10.2019 08:36
      Highlight Highlight Es macht hier aber durchaus Sinn. Es geht um die Standorte, nicht um mögliche Synergien.
    • Frausowieso 23.10.2019 09:10
      Highlight Highlight Dieses Versprechen hört man in der Regel immer von ausländischen Käufern. Dann werden sie mit der Realität der Schweizer Personal- und Standortkosten konfrontiert und verlagern schrittweise immer mehr ins Ausland. Gerade ein Käufer, der in Österreich eine starke Verwaltung betreibt, wird mit Sicherheit Arbeiten, wenn immer möglich, nach AT verlagern. Sie wären blöd, wenn sie es nicht tun würden.

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