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Schweizer Globus wird Ösi-Thai – Kaufpreis: über eine Milliarde



ARCHIVBILD ZUM VERKAUF VON GLOBUS AN DIE SIGNA-GRUPPE, AM 1. FEBRUAR 2020 - Globus Filiale in Zuerich am Freitag, 12. Mai 2017. Die Migros legt ihre Modeketten Globus, Herren Globus und Schild unter der Dachmarke Globus zusammen. Die Namen Schild und Herren Globus verschwinden. In der Zentrale in Spreitenbach fuehrt die Reorganisation zum Abbau von rund 80 der 400 Stellen. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Jetzt ist es offiziell: Die Globus-Gruppe gehört zur Luxuswarenhausgruppe um die österreichische Signa und die thailändische Central Group. Gemeinsam mit dem Detailhandelsgeschäft verkauft die Migros auch acht Globus-Liegenschaften an die Gruppe.

Diese befinden sich in den Städten Zürich, Basel, Bern und St. Gallen. Signa und Central Group hätten unter mehr als einem Dutzend Interessenten die beste Offerte und Zukunftsstrategie eingereicht, schrieb die Migros in einer Mitteilung vom Dienstag.

Das Angebot habe in den für die Migros wesentlichen Kriterien überzeugt: eine langfristige Strategie, die Absicht zur Weiterentwicklung und den sicheren Weiterbestand der Globus-Gruppe. Bis Mitte 2020 soll der Verkauf unter Dach und Fach sein.

Geführt wird Globus operativ künftig vom früheren Jelmoli-Chef und Franco Savastano, der kürzlich als stellvertretender Chef zu Globus gewechselt war, wie Signa mitteilte. Der bisherige Globus-Chef Thomas Herbert wird Verwaltungsratsmitglied. Vittorio Radice werde als zukünftiger Verwaltungsratspräsident Globus strategisch führen.

Zugang zu Luxusmarken

Das bisherige Globus-Management, das eigentlich Globus selbst gerne übernommen hätte, stellte sich laut der Mitteilung hinter den Verkauf: Die Integration in die europäische Luxuswarenhaus-Gruppe eröffne für Globus ausgezeichnete Zukunftschancen, liess sich Herbert zitieren.

Die neuen Eigentümer versprachen, substantiell in die bestehenden Warenhäuser und die Marke Globus zu investieren und Globus Zugang zu internationalen Luxusmarken zu verschaffen. Zu der Central Group und der Signa-Gruppe des österreichischen Investors René Benko gehören auch die KaDeWe-Group, Rinascente und Illum.

Die Neuigkeiten sind keine Überraschung: Nachdem die Signa-Gruppe des österreichischen Investor René Benko und die Central Group bereits länger in Medienberichten als Favoriten galten, berichtete die «SonntagsZeitung» am Wochenende, der Verkauf sei nun unter Dach und Fach.

Am Dienstagmorgen bestätigte dann die thailändische Central Group die Übernahme. Der Kaufpreis betrage mehr als eine Milliarde Franken. In der Migros-Mitteilung heisst es derweil, über den Kaufpreis hätten die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Über 2'400 Arbeitsplätze

Globus setzte im vergangenen Jahr 763 Millionen Franken um und zählt 2'409 Vollzeitstellen. Die Gruppe betreibt 12 Warenhäuser, inklusive dem Online-Shop kommt sie auf total 48 Filialen. Neben Globus zählen auch fünf Outlets, ein Delicatessa Stand-Alone und vier Navyboot-Läden zu der Gruppe.

Die Migros hatte Globus im vergangenen Sommer zusammen mit dem Möbelhaus Interio, dem deutschen Einrichtungs- und Dekorationsspezialisten Gries Deco mit der Marke Depot sowie der E-Bike-Tochter M-way zum Verkauf gestellt. Die Migros-Gruppe wolle künftig verstärkt in ihr strategisches Kerngeschäft und den Online-Handel investieren, begründete die Migros ihre Entscheidung.

Am vergangenen Freitag hat der «orange Riese» überdies bekannt gegeben, auch noch das Glattzentrum in Wallisellen verkaufen zu wollen. Die Veräusserung des umsatzstärksten Schweizer Einkaufszentrums solle bis Ende Jahr über die Bühne gehen. (sda/awp/reu)

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