Wirtschaft
Steuerstreit

PostFinance gibt sich im US-Steuerstreit weiterhin gelassen

Post-Verwaltungsratspräsident Peter Hasler gibt sich betont entspannt.
Post-Verwaltungsratspräsident Peter Hasler gibt sich betont entspannt.Bild: Keystone
Keine Rückstellungen für Bussen

PostFinance gibt sich im US-Steuerstreit weiterhin gelassen

10.05.2014, 14:1310.05.2014, 15:54

Die PostFinance fürchte keine Anklage und habe deshalb auch keine Rückstellungen für mögliche Bussen getätigt, sondern nur 2,5 Millionen Franken für Anwaltskosten, sagte Post-Verwaltungsratspräsident Peter Hasler.

Dennoch ist die PostFinance auf Nummer sicher gegangen und hat im Steuerstreit die Kategorie 2 gewählt. Das US-Steuerprogramm beinhalte viele Unsicherheiten, und auf diese Weise liessen sich die Mitarbeiter und das Unternehmen besser schützen, sagte Hasler in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps» vom Samstag.

Die PostFinance behält sich laut Hasler aber die Möglichkeit vor, zu einem späteren Zeitpunkt in die Kategorie 3 zu wechseln, wenn bewiesen sei, dass die Bank sich in den USA nicht strafbar gemacht habe.

«Es scheint mir wichtiger zu wissen, ob wir über genügend Eigenkapital verfügen, um den Risiken zu begegnen», sagte der Verwaltungsratspräsident. In dieser Hinsicht stünde die PostFinance gut da und übertreffe die internationalen Vereinbarungen zu den Kapitalvorschriften (Basel III).

Wenngleich die Post vergangenen Juni in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, dürfte sich das Unternehmen nicht so bald privatem Kapital öffnen. Hasler geht davon aus, dass auf dem Markt nichts passiert, solange die Staatsgarantie besteht. Die Garantie läuft bis Ende 2018. Eine Teilprivatisierung wäre laut Hasler ein politischer Schritt. (mbu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Global Brand Report»: Die wertvollsten Marken sind nicht unbedingt die stärksten
Ganz vorne unter den wertvollsten Marken befinden sich auch 2026 wieder vor allem US-amerikanische und asiatische Tech-Giganten. Auch zehn Schweizer Marken stehen in den Top-500.
Jährlich kürt das britische Beratungsunternehmen für Markenbewertung Brand Finance mit dem Global 500 Report sowohl die wertvollsten als auch die «stärksten» Marken der Welt. US-Technologiemarken dominieren auch 2026 weiterhin die Top 10 des Global 500-Rankings. Sie untermauern damit die enorme globale Reichweite der Tech-Giganten, aber auch die Stärke der Börse der letzten Jahre.
Zur Story