Wirtschaft
Swisscom

Swisscom steigert Gewinn im 1. Quartal

Swisscom steigert Betriebsgewinn trotz Umsatzrückgang

07.05.2026, 05:5607.05.2026, 07:56

Die Swisscom hat im Startquartal die Erosion im Telekomgeschäft zu spüren bekommen. Der Umsatz schrumpfte deutlich, was auch auf die Euro-Schwäche zurückzuführen war. Dennoch konnte der Telekomkonzern den Betriebsgewinn leicht steigern.

Von Januar bis Ende März erzielte der Branchenprimus einen Umsatz von 3,61 Milliarden Franken. Das ist ein Rückgang um 4,1 Prozent, wie die Swisscom am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab.

Dabei schlug auch die Franken-Stärke zu Buche, welche die Einnahmen aus dem Italien-Geschäft drückte. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz lediglich um 2,9 Prozent gesunken.

Mehr Betriebsgewinn

Dagegen konnte sich die Swisscom operativ verbessern: Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingkosten (EBITDAaL) legte auf 1,29 Milliarden Franken zu. Das ist ein Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ohne die Euro-Schwäche hätte der Betriebsgewinn gar um 1,3 Prozent zugenommen, hiess es.

Unter dem Strich sank der Reingewinn allerdings markant um 9,6 Prozent auf 332 Millionen Franken. Der Rückgang resultiere hauptsächlich aus nicht-zahlungswirksamen Effekten im Finanzergebnis, hiess es.

Damit hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde nur teilweise erfüllt. Analysten hatten mit mehr Umsatz und Reingewinn, aber weniger Betriebsgewinn gerechnet.

Die Integration der für 8 Milliarden Euro gekauften Vodafone Italia verlaufe weiterhin nach Plan, erklärte Swisscom-Chef Christoph Aeschlimann weiter.

Jahresziele bestätigt

An den Zielen für das laufende Geschäftsjahr 2026 hält die Swisscom fest: Der «blaue Riese» peilt einen Umsatz von 14,7 bis 14,9 Milliarden Franken an. Beim operativen Gewinn will die Swisscom 5,0 bis 5,1 Milliarden Franken erreichen. Geplant sind ausserdem Investitionen von 3,0 bis 3,1 Milliarden Franken.

Wenn diese Ziele erreicht werden, soll die Dividende um 1 Franken auf 27 Franken pro Aktie erhöht werden. (sda/awp)

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