Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Jeff Bezos, founder and CEO of Amazon, poses as he stands on a supply truck during a photo opportunity at the premises of a shopping mall in the southern Indian city of Bangalore September 28, 2014. REUTERS/Abhishek N. Chinnappa (INDIA - Tags: BUSINESS)

Amazon-Gründer Jeff Bezos: Sein Vermögen wird aktuell auf 45.2 Mia. Dollar geschätzt.   Bild: STRINGER/INDIA/REUTERS

Gigantische Ungleichheit: Diese 8 Männer besitzen mehr Geld als die halbe Menschheit

Die Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander, das ist nichts Neues. Eine Studie der Hilfsorganisation Oxfam zeigt nun jedoch, welch gigantische Dimension die Ungleichheit angenommen hat.



Die acht reichsten Männer besitzen zusammen mehr Geld als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Das geht aus einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam hervor. Die weltweite soziale Ungleichheit ist demnach grösser als angenommen.

Bill Gates, Amancio Ortega, Warren Buffett, Carlos Slim Helu, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg, Larry Ellison und Michael Bloomberg: Sie besassen im vergangenen Jahr 426 Milliarden Dollar – 3,6 Milliarden Menschen kamen dagegen zusammen auf lediglich 409 Milliarden Dollar, wie Oxfam am Montag zum Auftakt des WEF in Davos schreibt.

Die 8 reichsten Männer der Welt

Vor einem Jahr hatte die Organisation noch vorgerechnet, das Verhältnis liege bei 62 Personen, deren Vermögen jenem der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung entspreche. Neue Vermögensdaten, insbesondere aus China und Indien, würden nun aber zeigen, dass die Ärmeren deutlich weniger Vermögen besitzen als bislang angenommen. So wären es damals bloss neun Milliardäre gewesen, die das Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung aufwogen.

Video: watson.ch

Kritik an Profitmaximierung für Aktionäre

Diese Entwicklung hängt laut der Organisation mit Möglichkeiten reicher Menschen und internationaler Konzerne zusammen, sich «Vorteile auf Kosten des Allgemeinwohls zu verschaffen». Dies gelinge etwa durch aggressive Steuervermeidungstechniken oder die Nutzung von Steueroasen und treibe Staaten in einen «ruinösen Wettlauf um Niedrigsteuersätze».

Die zehn grössten Konzerne hätten im vergangenen Jahr mehr Einnahmen erzielt als 180 Staaten zusammen. Oxfam kritisiert weiter die Tendenz bei Unternehmen, Gewinne für Aktionäre zu maximieren. Seien in Grossbritannien 1970 noch 10 Prozent der Gewinne an Anteilseigner ausgeschüttet worden, stehe die Zahl heute bei 70 Prozent. Das funktioniere besonders für die Reichen, da die Mehrheit der Aktionäre zu den Wohlhabendsten der Gesellschaft zählten.

Mark Zuckerberg gestures while addressing the audience during a meeting of the APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation) CEO Summit in Lima, Peru, November 19, 2016. REUTERS/Mariana Bazo/File Photo

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: Sein Vermögen wird aktuell auf 44.6 Mia. Dollar geschätzt. Bild: MARIANA BAZO/REUTERS

«Feinde einer solidarischen Gesellschaft»

Der wachsende Graben beschädige den sozialen Zusammenhalt, behindere den Kampf gegen Armut und untergrabe den Glauben an die Demokratie, warnt die Organisation. «So bereitet Ungleichheit den Boden für Rechtspopulisten und andere Feinde einer solidarischen Gesellschaft», heisst es in dem Bericht.

Oxfam fordert einen weltweiten Mindeststeuersatz für Konzerne, die Schliessung von Steueroasen, Transparenz bei Gewinnen und Steuerzahlungen internationaler Konzerne sowie Steuern auf sehr hohe Einkommen und Vermögen. Die Regierungen müssten «für die 99 Prozent» arbeiten.

Die neusten Daten beruhen auf dem Credit Suisse Global Wealth Databook 2016 und der aktuellen Forbes-Milliardärsliste. (cma/sda)

Diesen 62 Superreichen gehört so viel wie der halben Welt

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Alle gegen Google: «Es gibt einen gemeinsamen Wettbewerber, der nicht fair konkurriert»

Google-Konkurrenten verlangen, dass die EU einschreitet. Der US-Riese begünstige seine eigenen Dienste innerhalb der Suchergebnisse und verfälsche so den Wettbewerb.

Konkurrenten des US-Onlineriesen Google fordern die EU-Kommission zum Handeln auf, weil sie sich durch die übermächtige Stellung des US-Riesen am Markt bedroht fühlen. «Es gibt einen gemeinsamen Wettbewerber, der nicht fair konkurriert - Google», heisst es in einem am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Schreiben von 135 Unternehmen und 30 Industrieverbänden an EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Der US-Riese begünstige seine eigenen Dienste innerhalb der allgemeinen Suchergebnisse …

Artikel lesen
Link zum Artikel