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FILE - In this Dec. 19, 2006 file photo German scientist Stefan Hell arrives for the opening of the exhibition 'Deutscher Zukunftspreis' in Munich, southern Germany. Hell is the winner of the 2014 Nobel Price for Chemistry along with Americans Eric Betzig and William Moerner. (AP Photo/Joerg Koch, Pool)

Der deutsche Chemiker Stefan W. Hell in einer Archivaufnahme – die Jury lobte die «bahnbrechenden Arbeiten» des Forschers. Bild: AP/DDP POOL

Nobelpreise

Chemie-Nobelpreis geht an zwei Amerikaner und einen Deutschen

Die US-Forscher Eric Betzig und William E. Moerner sowie der Deutsche Stefan W. Hell erhalten den diesjährigen Chemie-Nobelpreis für die Entwicklung hochauflösender Mikroskope. Dies teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.



Die drei Forscher erhalten den Preis für «die Entwicklung der Superresolution-Fluoreszenzmikroskopie». Lange Zeit sei die optische Mikroskopie von einer vermuteten Einschränkung zurückgehalten worden: Die Auflösung könne nie besser werden als die halbe Wellenlänge des Lichts, wie das Nobel-Komitee in der Begründung schreibt.

Doch mit der Hilfe von fluoreszierenden Molekülen hätten die diesjährigen Chemie-Nobelpreisträger diese Einschränkung umgangen. «Ihre bahnbrechenden Arbeiten haben die optische Mikroskopie in die Nano-Dimension gebracht», schreibt das Nobel-Komitee. Mit der sogenannten Nanoskopie können Forscher heute zum Beispiel die Wege von einzelnen Molekülen in lebenden Zellen verfolgen.

(L-R) Sven Lidin, chairman of the Nobel Committee for Chemistry 2014, Staffan Normark, Permanent Secretary of the Royal Swedish Academy of Sciences, and Mans Ehrenberg, Member of the Royal Swedish Academy of Sciences, give a press conference to announce the winners of the 2014 Nobel Prize in Chemistry on October 8, 2014 at the Royal Swedish Academy of Science in Stockholm, Sweden, as on a screen is displayed a visialization of the researchers' field of study. Americans Eric Betzig and William Moerner and Germany's Stefan Hell won the Nobel Chemistry Prize for surpassing the limitations of the light microscope. AFP PHOTO / JONATHAN NACKSTRAND

Pressekonferenz der Chemie-Nobelpreis-Verleihung in Stockholm. Bild: AFP

Vergangenes Jahr hatten die drei in den USA arbeitenden Molekularchemiker Martin Karplus, Michael Levitt und Arieh Warshel den Preis für ihre Entwicklung von Computermodellen zur Voraussage chemischer Prozesse erhalten.

twitter/phototonic_news

Die diesjährigen Träger der Nobelpreise für Medizin und Physik wurden bereits am Montag und Dienstag gekürt, am Donnerstag folgt der Nobelpreis für Literatur, am Freitag der Friedensnobelpreis. Den Abschluss bildet der Wirtschaftspreis am Montag kommender Woche.

Der Preis wird am 10. Dezember, am Todestag des 1896 gestorbenen Preisstifters, verliehen. Die Auszeichnung ist mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 1 Million Franken) dotiert. (wst/sda)

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